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  • Premierenbericht, der es nicht in die Zeitung schaffte…

    Premierenbericht, der es nicht in die Zeitung schaffte…

    Premierenbericht, der es nicht in die Zeitung schaffte…
    von Dr. Heinz Linduschka

    Lebendiges, saftiges Volkstheater at its best


    Die Mönchberger Gesetzbücher garantieren an 15 Abenden Glanzlichter besten Vollbluttheaters
    Dass die Mönchberger Gesetzbücher seit 1987 sicher weit mehr als 50 000 Freunde saftigen Volkstheaters aus Nah und Fern begeistert und so ganz „nebenbei“ deutlich über eine Viertelmillion Euro für das kirchliche und gesellschaftliche Leben im Luftkurort gespendet haben, ist mehr als erwähnenswert, dass sie in diesem Jahr mit der Komödie „Ein Guru für Do-Ping“ aus der Feder des erfolgreichen Autors Andreas Wening ein Glanzlicht höchst unterhaltsamen Vollbluttheaters auf die Bühne bringen beweist, dass „volksnahes“ Theater witzig und intelligent sein und selbst anspruchsvollere Besucher zweieinhalb Stunden lang fesseln kann, ohne jemals zu langweilen.

    Zugegeben: Das diesjährige Stück wurde schon in einem Vorbericht mit allen Rollen und deren Darstellern vorgestellt und der Akteur, der heuer seine 400.Vorstellung an der Technik feiert, wurde gewürdigt. Wenn trotzdem hier noch ein kurzer Beitrag über die Premiere am Samstagabend steht, hat das vor allem einen Grund: theaterbegeisterte Leserinnen und Leser zum Versuch zu animieren, sich für eine der 13 Vorstellungen bis zum 11.Mai noch eine Karte zu besorgen – auch wenn das nicht einfach werden dürfte.

    Der Grund: Eine so lebendige, so bis in kleine Details ausgefeilte Inszenierung, die dabei erfrischend spontan wirkt und die Spielfreude der Akteure nahtlos ins Publikum überträgt, hat man von lupenreinen „Amateuren“ auf der Bühne ganz selten erlebt. Bei allen 13 Rollen stimmen Gestik und Mimik, sind Ausdruck und Tonfall überzeugend und motivieren die Zuschauer immer wieder zu Lachsalven und Szenenbeifall. Bei der Premiere am Samstag im Pfarrheim passte sich – auch nicht unbedingt selbstverständlich – das Publikum der Qualität der Aufführung auf der Bühne bruchlos an – vom Jubel bei der Begrüßung durch den asiatischen Mönch Y-Tong mit dem „Om“ aus mehr als 100 Kehlen bis zu den standing ovations beim euphorischen Schlussbeifall.

    Das Schöne bei den „Gesetzbüchern“: Anita Keller schafft es immer wieder, die Textvorlagen z.B. durch Rollen im Dialekt der Truppe auf den Leib zu schneidern. Heuer gelang das beim ohnehin gelungenen Komödientext besonders gut: durch eine neue Eingangsszene, durch Einfügung von zwei neuen Rollen und durch witzige und kluge Formulierungen, die nicht alle vom Autor der Komödie stammen: Der wohnt in Offenburg und wäre nicht auf die Idee gekommen, dass die nervige Tante eine „Weltreise von Altenbuch nach Mönchberg“ übernommen hat. Dass „Engel a nur Gflügel‘“ sind klingt hochdeutsch einfach weniger witzig und es wirkt besser, wenn man der Tante „auf Mönchbergerisch“ vorschlägt: „Warum geist du net e bissche auf der Autobahn spaziern?“ Ein echtes Highlight und auch ein Lob für das Publikum: Wenn es bei einer Liebesgeschichte mal zu schnulzig zu werden droht, erklingt gespielte Rührung im Saal und von der Bühne kommt der Kommentar: „Des is ja wie im Heimatfilm!“ Klingt das wie Werbung? Keine Sorge, wer den „Guru für Do-Ping live sieht, wird sagen: „Das war ja noch deutlich untertrieben!“
    Weitere Informationen zu den Terminen und den Karten im Vorverkauf auf www.diegesetzbuecher.de. Heinz Linduschka

    Ob das gutgeht, wenn KFZ-Meister Günther von zwei Pseudo-Mönchen zum Guru erwählt wird?
    Nur einer der Mönche ist – fast – echt und damit ein Fall für die Sektenbeauftragte.

    Wenn zwei angeblich asiatische Mönche nach Mönchberg kommen, bringt das nicht nur Günther und seine Frau Resi, sondern auch deren Schwester Charlotte in Rage.
    Nach zweieinhalb turbulenten und höchst unterhaltsamen Stunden steht die Lösung kurz bevor. Der Mechaniker Roland, KFZ- Meister Günther, seine Tochter Sandra und seine Frau Resi sind genauso gespannt wie deren Schwester Lieselotte.
    Heinz Linduschka

  • Ronald 400. Einsatz

    Ronald 400. Einsatz

    Ronald Reinfurt hat seinen 400. Einsatz bei Mönchbergs Theatergruppe

    Herrscher über Vorhang, Ton und Geräusche

    Bühne frei für die 400. Aufführung. Ronald Reinfurt vor seiner nostaglischen Schalttafel. Er betätigt auch die Pausenglocke
    Foto: Anja Keilberg

    Mönchberg: Zu ei­ner gu­ten Thea­ter­auf­füh­rung ge­hö­ren meh­re­re Din­ge. Das Thea­ter­stück selbst, die Schau­spie­ler, die Ku­lis­se und vor al­lem die Tech­nik. Oh­ne die geht nichts. Bei der Mönch­ber­ger Thea­ter­grup­pe Die Ge­setz­bücher ist für die­sen ver­ant­wor­tungs­vol­len Pos­ten Ro­nald Rein­furt (60) zu­stän­dig und das seit 1989. An die­sem Sams­ta­g­a­bend wird er bei der Pre­mie­re der ak­tu­el­len Ko­mö­d­ie »Ein Gu­ru für Do Ping« um 20 Uhr im Pfar­r­heim zum 400. Mal den Vor­hang öff­nen, das Licht an­schal­ten und die Ton­ef­fek­te be­die­nen.

    Nostalgisch, aber zuverlässig

    Ronald Reinfurt kennt nach dieser langen Zeit natürlich jeden Schalter, jeden Knopf und jede Birne. Sein Arbeitsplatz hinter der Bühne ist in einem Zwischenraum, der auch als Stuhllager dient. Das bedeutet, der Platz für die Technik ist eher bescheiden, doch Reinfurt erklärt, er komme gut damit klar. Damit er mitbekommt, was auf der Bühne passiert und entsprechend reagieren kann, verfolgt er auf einem kleinen, jahrzehntealten Schwarz-Weiß-Bildschirm das Geschehen. Daneben steht aber dann doch ein moderner Laptop, mit dem Geräusche oder Musik abgespielt werden. Unterhalb des Fernsehers gibt es eine Schalttafel mit Knöpfen und Reglern für Licht und Ton, die zwar nostalgisch anmutet, aber einwandfrei funktioniert und seinen Zweck erfüllt.

    Reinfurt ist bescheiden und mit dem zufrieden, was er hat, auch wenn es sein großer Traum ist, wenn er im Saal seine eigene Technik hätte. Doch für diesen Traum ist wortwörtlich kein Platz.

    Zuverlässigkeit wird großgeschrieben bei Ronald – von allen kurz Ronny genannt. »Auf ihn ist absolut Verlass und er ist einfach ein Universaltalent im Bereich der Theatertechnik«, sagte Reinhold Keller, Regisseur der Theatergruppe. Keller findet nur lobende Worte über seinen Techniker: »Bereits beim Kulissenbau ist sein Geschick und seine Kreativität gefragt. Vor allem Spezialeffekte macht er gerne. Eine Explosion hatte er mal mit Blitzlicht und einem Silvesterknaller arrangiert.« Wenn er mit Ronny andere Vorstellungen besucht, dann schaue der, wie es dort gemacht wird und wie dort die Technik aussieht. Er habe immer einen offenen Blick und sei mit den Gedanken stets bei den Mönchberger Gesetzbüchern, so Keller.

    Hin und wieder im Rampenlicht

    Selten aber hin und wieder kommt es vor, dass Ronny auch mal auf der Bühne zu sehen ist und eine Minirolle spielt. Er war schon mal ein Räuber oder auch ein Heiler. Reinfurt ist eine Frohnatur und wird von allen Beteiligten geschätzt. Er ist auch ein bisschen Mädchen für alles, hat immer ein offenes Ohr. Sein Herz schlägt aber für die Theatertechnik und auf dieser Bühne möchte er dem Ensemble noch lange erhalten bleiben.

    Infos zu den weiteren Terminen im Internet unter https://www.diegesetzbuecher.de/ein-guru-fuer-do-ping-2/Kartenvorverkauf: Tel. 09374 2813

    Anja Keilbach

  • Main-Echo Bericht

    Main-Echo Bericht

    Wirbel um Mönche und Meister Pöppel

    Laientheater: Mönchberg >Gesetzbücher< präsentieren neues Stück >Ein Guru für Do-Ping< – 15 Aufführungen in Pfarrheim und VfL-Halle

    Die Ankunft zweier asiatischer Mönche sorgt für viel Aufregung bei Günther Pöppel, seiner Frau Resi und der motzigen Liselotte Krautwurst (von links). Foto Heinz Linduschka 

    Seit 1987 rei­hen die »Ge­setz­bücher« ei­nen Thea­terer­folg an den nächs­ten, ha­ben seit­dem das Mönch­ber­ger Orts­le­ben um weit mehr als 250.000 Eu­ro an Spen­den be­rei­chert und set­zen die­se Er­folgs­sto­ry mit dem neu­en Stück »Ein Gu­ru für Do-Ping« fort. Pre­mie­re ist am Sams­tag, 2. März.

    Insgesamt sind im Pfarrheim Mönchberg zehn Aufführungen vorgesehen. In der VfL-Turnhalle stehen weitere fünf Termine im April und Mai auf dem Plan (siehe Hintergrund).

    In kraftvollem Dialekt

    Um gute Akteure muss man sich hier keine Sorgen machen. Der Beweis: Die Komödie in drei Akten des bewährten Autors Andreas Wening sieht schon elf Rollen vor. Die mindestens genauso bewährte Anita Keller, wenn es darum geht, Stücke den Mönchbergern auf den Leib zu schneidern, hat sogar noch zwei Rollen dazugeschrieben und wieder kraftvollen Dialekt eingesetzt. 

    Die Story garantiert Lachsalven: Bei Kfz-Meister Günther Pöppel (Gebhard Motzel) und seiner Frau Resi (Alexandra Seufert) läuft es gut, auch wenn eine langjährige Ehe nicht immer das Paradies ist. Auf Tochter Sandra (Mareike Abb) sind beide stolz, auch wenn sich Günther darüber mokiert, dass Mechaniker Roland (Marco Motzel) mehr an Sandra als an den Autos »herumfummelt«.

    Turbulent wird es, als erst Resis verbiesterte Schwester Lieselotte Krautwurst (Renate Miltenberger) eine Woche zu früh eintrifft und dann noch zwei asiatische Mönche ungewohnte Farbe ins Spiel bringen (Werner Becker und Udo Seufert). Günther ist ganz aus dem Häuschen, als sie ihn als ihren »Meister« erkennen und ehren. 

    Urkomische Dialoge und kreatives Chaos auf der Bühne sind garantiert, zumal durch Anita Keller als Sekretärin und Erich Österlein als Briefträger Emil schon beim neu geschriebenen Einstieg die Saat für die Lachanfälle in den kommenden zweieinhalb Stunden gelegt wird. 

    Reine Glaubenssache

    Reinhold Keller, der erfahrene Regisseur der Gesetzbücher, treibt als Günthers Freund Michel auch sein Unwesen, Matthias Hörnig spielt bei seiner Premiere in Mönchberg Franz Fröhlich, den verschollenen Verlobten der vermotzten Lieselotte, und auch Vertreter der Pfarrgemeinde dürfen in einem Stück nicht fehlen: Nicole Gramling als Pfarrgemeinderatsvorsitzende und Corina Öhrlein als Sektenbeauftragte. 

    Damit sollte in der Höhengemeinde jede »Gefahr« für den katholischen Glauben durch die asiatischen Mönche gebannt sein, zumal Pfarrer Franz Leipold zu den Stammgästen der »Gesetzbücher« zählt, heuer erstmals als Monsignore. Auch in der Theatersaison 2024 werden die Besucher glänzend unterhalten. 

    Das Schöne: Niemand muss Angst haben, sich unter Niveau zu amüsieren. Dafür garantiert das bewährte Team auf, vor und hinter der Bühne, mit Regisseur Reinhold Keller, mit der langjährigen Souffleuse Ludwina Weis, die meist nur bei den Proben intensiv »arbeiten« muss, und mit den hilfreichen Händen für Maske und Frisur, für Requisiten, die Technik, an der Kasse, beim Bühnenaufbau und bei der traditionell hochgelobten Verpflegung. 

    Die Theaterfans dürfen gespannt sein, ob da heuer in Mönchberg der Einfluss der asiatischen Mönche zu spüren sein wird. Außerdem darf man sich auf Sätze freuen wie »Wenn das zehn Tage sind, brauch‘ ich einen Therapeuten«, darf gespannt sein, wer im Stück die Schlange und wer der Straßenkater ist – und wer wem den gut gemeinten Ratschlag gibt, er solle »die Finger aus der Nase nehmen und der Tante ein Patschhändchen geben.«

    HEINZ LINDUSCHKA

    Hintergrund: »Ein Guru für Do-Ping« – die Aufführungen
    Die Termine im Mönchberger Pfarrheim: Aufführungen sind laut Homepage des Vereins vorgesehen für die Samstage, 2. (Premiere), 9., 16. und 23. März, jeweils um 20 Uhr, für die Sonntage, 3., 10., 17. und 24. März, jeweils um 18 Uhr sowie an den Freitagen, 15. und 22. März, je ab 20 Uhr.  Aufführungen in der VfL-Turn-halle sind an den Freitagen, 26. April und 3. Mai, je um 20 Uhr sowie an den Samstagen, 27. April, 4. und 11. Mai, je ab 20 Uhr angekündigt.

  • Amtsblatt Mönchberg

    Amtsblatt Mönchberg

    Theatergruppe „Die Gesetzbücher“

    Liebe Theaterfreunde, es ist bald wieder soweit, die Gesetzbücher möchten auch im Jahr 2024 mit einem neuen Stück allen theaterbegeisterten Zuschauern einen vergnügten und sorglosen Abend bieten. Lasst Euch unterhalten von dem Lustspiel mit dem Titel
    „Ein Guru für Do-Ping“
    Wie gewohnt spielen wir vor Ostern im Pfarrheim und nach den Osterferien in der VfL Sport- und Kulturhalle.
    Die Eintrittskarten sind ab 01. Februar bei Corina Hagel im „Kreativity“ in der Aschaffenburger Straße 4 erhältlich. Eine Karte für einen unterhaltsamen Theaterabend gibt es unverändert für nur 10,00 € (Kinder 5,00 €)

    Unsere Aufführungstermine 2024:

    Samstag02. März20.00UhrPfarrheim
    Sonntag03. März18.00 UhrPfarrheim
    Samstag09. März20.00 UhrPfarrheim
    Sonntag10. März18.00 UhrPfarrheim
    Freitag15. März20.00 UhrPfarrheim
    Samstag16. März20.00 UhrPfarrheim
    Sonntag17. März18.00 UhrPfarrheim
    Freitag22. März20.00 UhrPfarrheim
    Samstag23. März20.00 UhrPfarrheim
    Sonntag24. März18.00 UhrPfarrheim
    – O S T E R P A U S E –
    Freitag26. April20.00 UhrVfL-Halle
    Samstag27. April20.00 UhrVfL-Halle
    Freitag03. Mai20.00 UhrVfL-Halle
    Samstag04. Mai20.00 UhrVfL-Halle
    Samstag11. Mai20.00 UhrVfL-Halle

    In der Vfl-Kultur- und Sporthalle werden auch in diesem Jahr wieder ab jeweils 19.00Uhr die beliebten Leckereien und Köstlichkeiten aus der Theaterküche unter der Leitung von Ulrike Goihl serviert. Im Pfarrheim werden unsere Zuschauer vom Team des Pfarrgemeinderates bewirtet.
    Unter www.diegesetzbuecher.de finden Sie vorab Infos zum Stück und viele weitere interessante Details, Bilder und Videos über „Die Gesetzbücher“ und unsere bisherigen Stücke. Reinschauen lohnt sich – und falls unsere Seite und unser Stück gefällt, freuen wir uns sehr über neue Gästebucheinträge.
    Eure Theatergruppe „Die Gesetzbücher“

  • Endspurt bei den „Gesetzbüchern“ Mönchberg

    Endspurt bei den „Gesetzbüchern“ Mönchberg

    In ein paar Wochen geht es endlich los. Die Bühne ist dann frei für die Theatergruppe „Die Gesetzbücher“ mit ihrem neuen Stück „Ein Guru für Do-Ping“. Im Moment geht es bei den Proben in die Feinarbeit.
    Die Kulisse wurde aus ihrem Lager im Dachboden befreit. In einzelnen Teilen wurde sie dann durch das Treppenhaus nach unten gebracht. Dafür sind viele Hände nötig! Werner Becker mit seinem Team hat sie dann entsprechend zum diesjährigen Bühnenbild aufgebaut.
    Reinhold Keller unser Regisseur, möchte daß wir nun ohne Manuskript auf die Bühne kommen. Nun geht es darum zu spielen und nicht nur die Rolle zu lesen. So mancher Versprecher bringt uns zum Lachen; aber genau so soll es ja auch sein. So fängt das Stück an zu leben und die Proben werden immer intensiver. Wir Schauspieler wachsen immer mehr in unsere Rollen. Kleider, Perücken, Schmuck und Accessoires finden wir in unserem Fundus.
    Ronald Reinfurt setzt uns dann ins richtige Licht, lässt das Telefon zum richtigen Zeitpunkt klingeln und sorgt auch für andere Effekte. Er pflegt auch unsere Hompage www.diegesetzbuecher.de . Schaut mal vorbei, es lohnt sich.
    Ja, im Moment amüsieren wir uns noch auf der Bühne, doch bald darf „Ein Guru für Do-Ping“ in die Öffentlichkeit. Mit ganz viel Spielfreude freuen wir uns darauf, euch – liebes Publikum –  einen lustigen unbeschwerten Abend zu präsentieren.

    Eure Theatergruppe „Die Gesetzbücher“

    Die Karten könnt ihr dann ab dem 1. Februar 2024 im Kreativity in Mönchberg kaufen. Tel: 09374/2813

    Text + Foto: Renate Miltenberger

  • 9200 Euro für Kirche und Verein

    9200 Euro für Kirche und Verein

    Wie nach je­der Thea­ter­sai­son seit gut 30 Jah­ren un­ter­stützt die Mönch­ber­ger Thea­ter­grup­pe »Die Ge­setz­bücher« wie­der das kul­tu­rel­le und kirch­li­che Le­ben in der Markt­ge­mein­de mit dem Er­lös aus den Ein­nah­men ih­res Spiels mit ins­ge­s­amt 9200 Eu­ro.

    Über jeweils 4600 Euro können sich die Kirchengemeinde freuen, die damit die Restaurierung der Wendelinuskapelle vorantreiben wird und der VfL Mönchberg, der das Geld für die Instandsetzung des Hallendachs verwenden will. 
    Bei der Spendenübergabe von links nach rechts: Reinhold Keller, Regisseur der »Gesetzbücher«, Meikel Stapf, Vorstand Sport des VfL Mönchberg, Pfarrer Franz Leipold und Kirchenpfleger Werner Weis.

    Text/Foto: Heinz Linduschka

  • Langjährige Mitglieder bei der Theatergruppe „Die Gesetzbücher“

    Langjährige Mitglieder bei der Theatergruppe „Die Gesetzbücher“

    30 Jahre Regie bei der Theatergruppe „Die Gesetzbücher“

    hochgeladen von Roland Miltenberger


    Reinhold Keller aus Mönchberg hat diese tolle Leistung erreicht. Durch seine mit reißende Art konnten wir uns Jahr für Jahr immer wieder ein Stückchen mehr steigern.
    Wenn er das neue Theaterstück in die Hände bekommt, setzt er sich intensiv damit auseinander. Er hat ein richtig glückliches Händchen jedem die richtige Rolle zu geben, da er genau weiß was er aus uns rausholen kann. Bei Probebeginn hat er das Stück schon vor seinem geistigen Auge und so (oder besser) kommt es dann auch zur Ausführung.
    Er kann jedem seine Rolle, egal ob Frau oder Mann, vorspielen. Läßt uns, wenn es mal hakt auch 20 Mal zur Türe rein kommen. „Man muß merken wer ihr seid und warum ihr durch diese Tür kommt!!!“ sagt er. Ja das stimmt, aber es ist schon eine Herausforderung …. wenn man es ja selbst noch nicht fühlt „WEN“ man in dem Theaterstück überhaupt spielt. Mit seiner Geduld, Diplomatie und seiner positive Ausstrahlung nimmt uns mit und läßt uns in die Rollen optimal hinein wachsen.
    Neuen Mitspielern gibt er Halt und fügt sie mit Feingefühl in die Gruppe ein. Als Schauspieler verfügt er auch über ein großes Repertoire. Egal ob Bauer, Polizist, Gärtner, Jäger oder eine Frauenrolle, er kann einfach in jede Rolle schlüpfen und sie überzeugend auf die Bühne bringen.
    Es ist schon ein großes Geschenk ihn als Regisseur bei uns zu haben. Er ist die Seele unserer Theatergruppe. Danke „Reschie“ für Alles!
    https://www.diegesetzbuecher.de/reinhold_k/

    Helga Becker erfährt Ehrung für 35 Jahre Maske und Styling

    Reinhold Keller und Helga Becker beim Schlussapplaus nach der Ehrung.
    hochgeladen von Reinhold Keller

    „Die Gesetzbücher“ haben schon Glück mit ihrem Personal. Für die Maske und die Frisuren ist Helga Becker seit 35 Jahren aktiv. Mit viel Liebe zum Detail hat sie den Schauspielern blutige Wunden oder auch mal ein blaues Veilchen „verpasst“. Natürlich hat sie auch geschminkt und die Haare gestylt und damit die Schauspieler zu Typen gemacht.
    Alle gehen gerne in die Maske, weil dort noch vor dem Spiel ein kleiner Plausch über alle möglichen Themen statt findet. Nach der Aufführung geht man gerne in die Maske, weil dort Helga Becker in ihrer unnachahmlichen Art auch durch Gespräche für Entspannung sorgt. Und die Schauspieler beim Abschminken die Anspannungen abbauen können. Sie arbeitet im Hintergrund und sorgt damit für die perfekte Wirkung der Schauspieler im Vordergrund.

    Reinhold Keller wurde bei der Dernière – für ihn völlig überraschend – ebenfalls geehrt: seit 30 Jahren führt er Regie bei den „Gesetzbüchern“.

    Eine kurze, aber intensive Theatersaison ist erfolgreich zu Ende gegangen.

  • Michaela 250. mit „Yeti-Jäger“

    Michaela 250. mit „Yeti-Jäger“

    Die Yeti-Jäger Michaela Goihl spielt zum 250. Mal bei den „Gesetzbüchern“

    Am Sonntagabend, bei der Schlussvorstellung wurde Michaela Goihl überrascht: Es war ihr 250. Auftritt auf der Bühne, die die Welt bedeuten. Mit einem Blumenstrauß und viel Applaus wurde sie daher geehrt. Seit 1993 ist sie Mitglied in der Gruppe. Sie hat schon viele Rollen verkörpert: Agenturchefin, Tante, Oma und Geliebte. Ihren wunderbaren Charakter überträgt sie mühelos auf die Figuren, welche Sie darstellt. Darüber hinaus sorgt sie souverän für die Platzierung aller notwendigen Requisiten und Ausstattungen der Schauspieler auf der Bühne. Denn alles muss an Ort und Stelle sein, wenn das Spiel beginnt. Ihr natürliches Wesen hebt die Stimmung und alle Mitspieler freuen sich, wenn sie mit ihrem Singen zur Aufheiterung und zur guten Stimmung beiträgt. Ihr vielfältiger Einsatz hinter den Kulissen wird von allen geschätzt. Glückwunsch zum 250. Auftritt!

  • Renate: 400. Aufführung mit „Die Yeti-Jäger“

    Renate: 400. Aufführung mit „Die Yeti-Jäger“

    … und es gibt ihn doch! Den Yeti! Er wurde mehrmals gesehen. In Mönchberg. Jetzt sind Wissenschaftler, Jäger, Journalisten und
    Tierschützer unterwegs, um ihn zu erblicken und – ihren jeweiligen Motiven folgend – ihn zu stellen. So handelt die Geschichte des The-
    aterstückes, welches aktuell auf der Bühne der Mönchberger Gesetzbücher in der VfL-Kultur- und Sporthalle aufgeführt wird.
    In der „Pension zum strammen Hirsch“ ist man sich uneinig, wie mit der neuen Situation umgegangen werden soll. Dabei ist der Inha-
    ber einer der Verursacher dieses Yeti-Hypes. Der geplante Verkauf der Pension bringt einige Verwicklungen ans Tageslicht, in das sich
    neben der Schwester der Besitzerin auch die Nachbarin einschaltet. Die zwielichtige Anwältin, welche den Verkauf abwickeln soll, hat
    eigene Interessen. Es kommt wie es kommen muss: Es gibt Streit, Missverständnisse und einige ramponierte Mitmenschen nach einer
    turbulenten Nacht. Welche Rollen eine weltbekannte Sängerin und eine militante Tierschützerin, aber auch der Sohn des Hauses spie-
    len, das wird der Zuschauer live erleben. Die Mönchberger „Gesetzbücher“ bringen dieses Luststück dieses
    Jahr endlich auf die Bühne. Die Generalprobe hatte im März 2020 noch stattgefunden, aber alle geplanten Termine wurden dann
    wegen Corona abgesagt. Daher ist die Lust am Spielen nach dieser anstrengenden Zeit in jeder Rolle deutlich erkennbar. Endlich wieder
    Theaterspielen! Die Gruppe will in ihrer bewährten Art die Zuschauer unterhalten, erfreuen und zum Lachen bringen.
    Bleibt noch zu erwähnen, dass Renate Miltenberger ihren 400. Auftritt auf der Mönchberger Bühne feiert. Sie ist nun – neben Anita Keller und Gebhard Motzel – die Dritte, die dieses außerordentliche Jubiläum feiert.
    Weitere Infos zum Theater: www.diegesetzbuecher.de

    meine-news.de-Beitrag » Reinhold Keller aus Mönchberg

  • >Mama, guck mich net in dem Ton ou!

    >Mama, guck mich net in dem Ton ou!<

    Laienschauspiel: „Die Yety Jäger“ in Mönchberg – Unterhaltsames Theater mit eingebauter Lachgarantie

    Mönchberg: Co­ro­na war schuld, dass es drei An­läu­fe brauch­te, bis sich bei den Mönch­ber­ger »Ge­setz­büchern« end­lich der Vor­hang für »Die Ye­ti Jä­ger« öff­ne­te. Der zum Brül­len ko­mi­schen Drei­ak­ter von And­reas We­ning, wur­de wie­der ein­mal von Ani­ta Kel­ler den ex­zel­len­ten Amateu­rakteu­ren auf den Leib ge­schnei­dert.

    Zwei Dinge sind seit dem Start der »Gesetzbücher« 1987 wie in Stein gemeißelt: Mit dem beachtlichen Erlös werden Jahr für Jahr kulturelle und soziale Projekte im Ort oft erst möglich gemacht, und wenn die Akteure auf die Bühne kommen, sind Lachsalven und allerbeste Unterhaltung garantiert.

    Das ist auch heuer so, wie die Premiere in der ausverkauften VfL-Halle am Freitagabend bewiesen hat. Spontane Lachsalven und prasselnder Applaus zogen sich durch drei Akte und belohnten die Akteure für ihr temperamentvolles Spiel mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik.

    Turbulente Story

    Die turbulente Story kreist um etliche offene Fragen: Müssen die Schmierhubers – die resolute Alexandra Seufert als Evelyn, Gebhard Motzel als ihr leicht verpeilter Mann Ulrich mit ihrem Sohn Thorsten (Marco Motzel), der von seinem Vater offenbar das »hormonelle Schleudertrauma« geerbt hat – ihre Pension »Zum strammen Hirsch« wegen der Konkurrenz des Sporthotels verkaufen? Wie lange können Corina Öhrlein als Nachbarin Silke und Evelyns Schwester Gundula (Anita Keller) noch allen auf die Nerven fallen, bis es kracht?

    Die taffe, aber zwielichtige Rechtsanwältin Almut (überzeugender Start von Nicole Gramling bei den »Gesetzbüchern«), die attraktive, aber etwas hyperaktive Tierschützerin Franziska (Mareike Abb), Udo Seufert als leicht überdrehter Yeti-Experte und der selbstsicher auftretende Schützenkönig mit dem schönen Namen »Pillermann« (Reinhold Keller) runden das überzeugende Team auf der Bühne ab, in dem Renate Miltenberg bei der Premiere als Volksmusikstar Marianne Rödel ihren bisher 399 Auftritten in Mönchberg ein Jubiläums-Highlight auf der Bühne hinzufügte.

    Es ist sehr selten, aber in Mönchberg ist es so: Alle Akteure spielen ihre Rollen nicht, sie leben sie und wirken absolut authentisch. Die Frage, ob es rund um den »strammen Hirsch« einen Yeti gibt, scheint spätestens dann beantwortet, wenn das Fabelwesen gleich in mehreren Ausgaben fast inflationär auf der Bühne auftaucht.

    Zugegeben: Manchmal geht es schon sehr turbulent zu, aber das störte bei der Premiere niemanden. Das liegt zu einen am überzeugenden Spiel aller Akteure, zum anderen an den Formulierungen, bei denen sich niemand unter Niveau amüsieren muss.

    Geistreiche Sprüch‘

    Die »geistreiche Sprüch’« mögen ja manchmal grenzwertig sein, witzig und intelligent aber sind sie immer. In einen Ehekrach, der sprachlich auch mit schönen Loriot-Szenen mithalten kann und in der Feststellung Ulrichs endet: »Es ist wurscht, was du anhast!« passt Evelyns Antwort: »Mein Gott, sind Männer primitiv!« Was Gundula unter »bahnbrechend« versteht, hat das Zeug zum Kult und die taffe Silke muss damit leben, dass es heißt, der einzige Mann, der zu ihr komme, sei »Käpt’n Iglo«.

    Ob Evelyn die Bitte ihres Sohnes erfüllt: »Mama, guck mich net in dem Ton ou!« wird nicht verraten, aber eines machen die Gesetzbücher ganz sicher nicht: »Lass uns ‚Halt die Klappe‘ spiel’n – und du fängst an.« Im Gegenteil: Die »Yeti Jäger« garantieren weitere sechs höchst unterhaltsame und witzige Theaterabende in der VfL Halle, wenn man noch eine Karte ergattert.

    Heinz Linduschka

    Der Schützenkönig Pillermann ist auf der Jagd nach dem Yeti, Nachbarin Silke auf Männerjagd – wer wird erfolgreicher sein? FotoHeinz Linduschka
    Evelyn ist mit ihren Nerven am Ende. Und da sind auch ihr Sohn Thorsten und Tierschützerin Franziska keine Hilfe – im Gegenteil.
    Foto: Heinz Linduschka