14.000 € Spenden an die Pfarrgemeinde und an den VfL-Sportverein
hochgeladen von Reinhold Keller
Das Pfarrfest am Sonntag, den 22. Juni 2025 war Anlass, den diesjährigen Reinerlös aus den 14 Vorstellungen zu verteilen. Dazu trafen sich Monsignore Franz Leipold und Andreas Hofmann (Kirchenpfleger) sowie der Vorstand des VfL Martin Roob und Reinhold Keller von der Theatergruppe im Pfarrgarten. Die Pfarrgemeinde wurde mit 10.000 € bedacht und kann das Geld für den Erhalt der St. Wendelinus-Kapelle gut gebrauchen. Der VfL erhielt 4.000 €. Auch hier wird das Geld für dringende Sanierungsarbeiten in der VfL-Halle benötigt. Nachdem in diesem Jahr Ehrungen für langjährige Einsätze „über die Bühne“ gingen – Alex Seufert für 400 Auftritte und Anita Keller sogar für 450 Auftritte – starten schon die Vorbereitungen für die neue Saison 2026.
Bild von H. Linduschka: Vor der Mariengrotte an der Mönchberger Kirche: (v.l.n.r) Martin Roob (VfL), Reinhold Keller („Die Gesetzbücher“), Monsignore Franz Leipold und Andreas Hofmann (Kirchenpfleger)
Anita Keller hat als Erste die 450. Aufführung erreicht.
Das war der Hammer! Und für ein Laientheater ein Meilenstein. Anita Keller hatte am Samstag ihren 450. Auftritt auf der Bühne der Gesetzbücher in der VfL-Kultur und Sporthalle in Mönchberg. Sie wurde damit am Ende der Vorstellung überrascht und geehrt. Die Zuschauer im vollbesetzten Saal feierten diesen Anlass mit Standing Ovations. Für alle Mitspieler und natürlich für sie selbst war das ein Gänsehaut-Moment. Udo Seufert hatte für sie eine kleine Laudatio vorbereitet. Dabei beschrieb er ihr Wirken in und für die Theatergruppe in Reimen. Seit der Gründung der „Gesetzbücher“ im Jahre 1987 war Anita immer und bei jeder Aufführung Teil des Ensembles. Sie ist die Person, welche die Stücke aussucht und dann textlich an die Mönchberger Gegebenheiten anpasst. Dabei werden die Figuren schon so angelegt, dass bei den Aufführungen ein rundes Bild entsteht. Sie besorgt Requisiten und kümmert sich um das Bühnenbild. Kostüme werden von ihr erfunden und hergestellt. Sie kennt den gesamten Fundus und hat sofort die Ideen, wenn ein Kostüm benötigt wird. Es ist ein Glück für die Theatergruppe, dass sie mit ihren Talenten so viel organisiert, regelt, voran geht, optimiert, verbessert und somit ein Eckpfeiler für das jährliche Gelingen der Aufführungen ist. Sie ist beim Spiel schon in viele Rollen und Charaktere geschlüpft. Wenn man auf die Homepage der „Gesetzbücher“ schaut und dann Anita bei „Spieler/Akteure“ auswählt, so erfährt man alles über ihre Rollen. Für dieses Jahr ist die Theatersaison in Mönchberg beendet. Aber sie kümmert sich schon wieder um das nächste Stück für 2026 …
Für ein Laientheater ist das schon eine besondere Hausnummer: 400 Aufführungen hat Alex (so nennen wir sie) mittlerweile schon gespielt. Das war am Sonntag, den 6. April 2025 im Pfarrheim. Meist war es eine Hauptrolle. Und immer wieder als Gegenpart und Mitspielerin mit Gebhard Motzel. Diese Kombination ist eine Erfolgsgeschichte. Denn Alex hat schon viele Rollen und Charaktere gezeigt. Wenn man auf die Homepage der „Gesetzbücher“ schaut und dann Alex bei „Spieler/Akteure“ auswählt, so erfährt man alles über ihre Rollen und Figuren in all den Jahren seit 1987. Aber der Zuschauer, der sie auf der Bühne erlebt, hat nochmal einen ganz anderen, freudigen Zugang mit ganz viel Spaß und Lachen zu ihrer Person. So zeigt sie auch in diesem Jahr bei „Casanovas Comeback“ ihr ganzes Repertoire an ihrem schauspielerischen Können. Wir haben nur frohe und glückliche Menschen am Ende der diesjährigen Vorstellungen gesehen, die mit einem Lächeln unser Pfarrheim verlassen haben…
Restkarten für die Termine in der VfL-Kultur- und Sporthalle: Freitags: 9. / 16. / 23. Mai 2025 20:00 Uhr Samstags: 10. / 24. Mai 2025 20:00 Uhr Kartenverkauf im „Kreativity“, Mönchberg Tel 09374 / 28 13
Alexandra Seufert im Garten ihres Hauses in Mönchberg. Foto: Heinz Linduschka
Theatergruppe hat sich einen Namen gemacht
Als sich 1987 in Mönchberg eine neue Theatergruppe gründete, war Alexandra Seufert schon mit dabei. Dass die „Gesetzbücher“, so der Name der Gruppe, sich weit über den Landkreis hinaus einen Namen in Sachen unterhaltsames Volkstheater mit Anspruch machen würden und bis heute das Leben im Ort und die Pfarrgemeinde mit mehr als 250.000 Euro aus den Erlösen der Spielzeiten bereichert haben, hätte sich die damals 18-Jährige wohl nicht träumen lassen. Am Sonntag stand sie nun zum 400. Mal im Rampenlicht auf der Bühne.
Auf der vom Techniker der Truppe, Ronald Reinfurt, von Beginn an vorbildlich gepflegten Homepage ist zu lesen, dass sich seinerzeit „eine kleine Gruppe von kunterbunt zusammengewürfelten Leuten“ daranmachte, „eine alte Theatertradition der 50er Jahre wieder aufleben zu lassen“. Die temperamentvolle junge Alexandra und ihr Ehemann Udo Seufert, gelernter Banker, haben beim Theaterspielen zueinandergefunden. Auf der Bühne allerdings will Alexandra nicht Udos Frau spielen – das eine ist die Realität, das andere Theater.
Zum 400.Mal auf der Bühne: Alexandra Seufert am vergangenen Sonntag beim aktuellen Stück „Casanovas Rückkehr“ als Beate, Frau des eher erfolglosen und langweiligen Versicherungsvertreters Ralf Bohrin (Gebhard Motzel). Foto: Heinz Linduschka
Die Zeit auf der Bühne war und ist für sie „eine tolle, intensive Zeit“, in der sie jedes Jahr meist große Rollen spielte und nur dann als Souffleuse oder als Servicekraft einsprang, als die Tochter geboren wurde. Ihr Mann und sie loben den fast familiären Zusammenhalt und die Zuverlässigkeit aller bei den „Gesetzbüchern“. Die Rollen werden nur einfach besetzt und es ist mehr als schwierig, wenn jemand – beispielsweise der Regisseur – als Ersatz einspringen muss.
„In der Probenzeit frage ich mich schon mal: ‚Warum tue ich mir das an?‘ Aber dann stehe ich auf der Bühne und weiß ganz genau, warum ich mein Leben nach dem Theater ausrichte“, sagt Alexandra Seufert und: „Es gibt nichts Schöneres, als die Leute zum Lachen zu bringen.“ Auch die äußerst positiven Reaktionen weit über die Ortsgrenzen hinaus tragen sicher zur Lust am Theaterspiel bei. Leute sprechen sie oft nach Aufführungen ganz begeistert an und das macht es ihr sicher leichter, in der Probenzeit und vor allem in der Spielzeit keinen längeren Urlaub zu planen.
Entscheidend ist das gute Klima in der Gruppe. Daran hat nicht zuletzt seit Jahrzehnten ein Ehepaar großen Anteil: Anita Keller feierte nicht nur vor kurzem ebenfalls ihren 400. Bühnenauftritt, sie sucht auch federführend die Stücke aus und schreibt sie der Gruppe auf den Leib. Ihr Mann Reinhold ist der „ideale Regisseur“, sind sich für Alexandra und Udo Seufert einig. Immer gut gelaunt, nie laut, extrem sorgfältig und detailverliebt bei den Proben sei Reinhold Keller eine Garantie für die hohe Qualität Gruppe. Alexandra verrät zwar mit leichtem Lächeln, dass sie ihm auch mal an die Gurgel springen könnte, wenn er sie zum 20. Mal auffordert, noch mal durch die Mitteltür auf die Bühne zu kommen, aber sie weiß, es tut dem Stück gut.
„Von Jahr zu Jahr verlangt das Textlernen mehr Anstrengung“, gibt Alexandra Seufert zu. Eine große Zäsur war die Zwangspause der Coronazeit, als man das weit fortgeschrittene Stück zweimal absetzen und wieder neu einüben musste, bis sich 2023 für „Die Yeti-Jäger“ endlich der Vorhang öffnen konnte. Aber kein Zweifel: Solche Rückschläge stärken eher den Zusammenhalt in der Gruppe.
Alexandra Seufert hat mit den „Gesetzbüchern“ die nächsten Spielzeiten fest im Blick. Sie sagt es nicht, aber man hört es deutlich heraus, wenn man mit ihr spricht: Theater ist ein zentraler Bestandteil ihres Lebens.
,Im Pfarrheim hebt sich nach bisher sechs ausverkauften Vorstellungen heuer noch dreimal der Vorhang, und zwar am kommenden Freitag und Samstag, 11. und 12. April, je um 20 Uhr sowie am Sonntag, 13. April, um 18 Uhr. In der VfL-Turnhalle folgen fünf weitere Aufführungen an den Freitagen, 9., 16. und 23. Mai, sowie an den Samstagen, 10, und 24. Mai. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Restkarten gibt’s im Mönchberger Geschäft Kreativity (Aschaffenburger Straße 4), Tel. 09374 2813. Weitere Infos online unter https://www.diegesetzbuecher.de. hlin
Er ist wieder da! In einem Spessartdorf, wo man ihn nie vermutet hätte. Dort wird der biedere, Fische züchtende Ralf (Gebhard Motzel) von seiner Ehefrau (Alex Seufert) ermuntert, sich in seine Vergangenheit zu begeben. Zu Gast sind die langjährige Freundin Simone (Corina Öhrlein) mit ihrem neuen Lebensgefährten Adrian (Udo Seufert). Und dieser ist der Psychologe, der das Ganze in die Tat umsetzt. Natürlich ist die Nachbarin Cecilie (Anita Keller) sehr angetan von dieser „neuen Person“ und auch die ordnungsliebende Hedwig (Nicole Gramling) lässt sich auf den „neuen“ Ralf sehr gerne ein. Nur seine Chefin (Renate Miltenberger) ist nicht begeistert; denn Ralf, der von Beruf Versicherungsvertreter ist, hat in seiner neuen Rolle enormen Erfolg. Bei den sich anbahnenden Katastrophen behält einzig der Neffe des Ehepaares Udo (Marco Motzel) den Überblick und rettet, was nicht zu retten ist. Als dann auch noch Ralfs Kollegin Sabrina (Mareike Abb) auftaucht nimmt das Ganze einen dramatischen Verlauf…
Termine im Pfarrheim Samstag 15. März 2025 20:00 Uhr Sonntag 16. März 2025 18:00 Uhr Samstag 22. März 2025 20:00 Uhr Sonntag 23. März 2025 18:00 Uhr Samstag 05. April 2025 20:00 Uhr Sonntag 06. April 2025 18:00 Uhr Freitag 11. April 2025 20:00 Uhr Samstag 12. April 2025 20:00 Uhr Sonntag 13. April 2025 18:00 Uhr
Termine in der VfL-Kultur- und Sporthalle Freitag 09. Mai 2025 20:00 Uhr Samstag 10. Mai 2025 20:00 Uhr Freitag 16. Mai 2025 20:00 Uhr Freitag 23. Mai 2025 20:00 Uhr Samstag 24. Mai 2025 20:00 Uhr
Karten könnt ihr im Kreativity in Mönchberg kaufen. Tel: 09374/2813
Szene aus »Casanovas Comeback«: Beate schaut skeptisch, ob das Pendeln von Adrian und Simone bei ihrem Mann Ralf wirklich etwas bewirkt. ⋌Foto: Heinz Linduschka
Schauspiel: Volkstheatergruppe bringt 14 Aufführungen von »Casanovas Comeback« in Mönchberg auf die Bühne – Premiere am 15. März im Pfarrheim
Von unserem Mitarbeiter HEINZ LINDUSCHKA
Seit 1987 wissen die Freunde lebendigen, temperamentvollen Volkstheaters, dass sich Jahr für Jahr die Fahrt nach Mönchberg noch mehr als sonst lohnt, sobald die »Gesetzbücher« ihre neue Theatersaison starten.
Heuer locken 14 Veranstaltungen zwischen dem 15. März und dem 24. Mai erst ins Pfarrheim, dann in die VfL-Halle, wenn neun Akteure in den drei Akten von Andreas Wenings Komödie »Casanovas Comeback« mit großem Schwung, erfrischendem Wortwitz und viel Herzblut auf der Bühne des Luftkurorts zelebrieren.
Frauenheld und Abenteurer Der 1725 in Venedig geborene und 1796 auf Schloss Dux in Böhmen gestorbene Casanova hat rund drei Jahrhunderte kaum als Jurist, Schriftsteller und Bibliothekar, Dichter, Philosoph und Übersetzer, Chemiker, Alchemist und Mathematiker, Historiker und Diplomat im Gedächtnis der Nachwelt überlebt, eher als Frauenheld und Abenteurer. Das weiß auch Ralf Boring, eine Paraderolle für Gebhard Motzel, der mehr Begeisterung für das Bierdeckelsammeln und seine Guppyzucht aufbringt als für seinen Job als Versicherungsvertreter, und auch mehr als für seine Frau Beate im eher tristen Ehealltag. Alexandra Seufert spielt sie gewohnt elanvoll und mit trockenem Humor und denkt schon mal darüber nach, ob sie mit einem anderen Mann nicht ein besseres Leben hätte. Corina Öhrlein ist als Yogalehrerin und Autorin Simone Wohlgemut deutlich besser dran, schließlich steht ihr Partner Adrian von Kleist (Udo Seufert) als Psychologe und Hypnotiseur voll hinter ihr und ist mit seiner Abenteuerlust ein attraktives Gegenmodell zu Ralf. Anita Keller legt die Figur der Nachbarin Cecilie Rübenmüller sehr überzeugend als wilde Mischung aus Esoterikerin und Besserwisserin an. Bei der zweiten Nachbarin, Hedwig Ziegenhagel, arbeitet Nicole Gramling in den drei Akten einen verblüffenden Wesenswechsel heraus – fast so radikal wie der Ralfs in Casanova, in den ihn Adrian ihn durch Pendeln verwandelt. Marco Motzel bleibt als Beates Neffe Udo seinem Charakter treu, aber gerade das sorgt für manchen Lacher. Was Ludmilla Steigerwald (Renate Miltenberger), Ralfs Chefin bei der Versicherung, und Mareike Abb als Ralfs Arbeitskollegin Sabrina Süßrahm von seinen beruflichen Qualitäten halten, beweist, eine neue Existenz als Casanova könnte eine gute Idee sein – auf den ersten Blick.
HEINZ LINDUSCHKA
Esoterisches Experiment Wie dieses esoterische Experiment ausgeht, wird natürlich nicht verraten, der Autor Wening garantiert jedenfalls witzige Einfälle und wilde Verwicklungen. Und die »Gesetzbücher« garantieren – wie seit 38 Jahren – auch heuer wieder beste Unterhaltung und gut zwei Stunden intensives Training für die Lachmuskeln. Anita Keller hat den ohnehin guten Text des Autors wieder punktgenau auf die Mönchberger Truppe zurechtgeschneidert, Reinhold Keller spielt erneut sein Engagement und sein Geschick als Regisseur aus, wenn er in den Proben auf die beste Betonung, auf Gestik und Mimik der Akteure großen Wert legt und die neun Vollblutmimen zur Höchstleistungen führt. Und schon bei den Proben wird deutlich, dass der »Ruhestand« der langjährigen Souffleuse Ludwina Weiß den weiteren Erfolg der »Gesetzbücher« nicht trüben wird. Mit Michaela Goihl haben sie eine ideale Nachfolgerin gefunden. Sechs Wochen vor der Premiere staunt man, wie gut der Text bei allen schon sitzt. Dass alle wichtigen Aufgaben beim Bühnenbau, bei Licht und Ton, bei Maske und Frisur und auch beim Ausschank wieder in bewährten Händen liegen, lässt keine Zweifel: Die 14 Aufführungen, neun im Pfarrheim, fünf in der VfL-Halle, werden wieder restlos ausverkauft sein und Mönchberg auch nach der Faschingszeit zu einer Hochburg der guten Laune machen. Zum Schluss ein Tipp: Nach langjährigen Erfahrungen sollte man sich am besten Karten im Vorverkauf sichern. Und natürlich werden auch wieder Rätsel gelöst, wie die Frage, was für Ralf ein »Gelbe-Sack-Ständer« ist und warum Ralfs Vater vor der Hochzeit Beate warnte: »Kind, erwarte nicht, dass der Junge ein rassiger Schäferhund wird, wenn sein Alter ein trotteliger Dackel ist!«
Zahlen und Fakten: Termine und Karten
Termine: Die Premiere steigt am Samstag, 15. März, um 20 Uhr im Pfarrheim. Dort finden danach noch acht Aufführungen statt: Sonntag, 16. und 23. März, 6. und 13.April jeweils um 18 Uhr. An den Samstagen 22. März, 5. und 12. April, und am Freitag, 11. April, jeweils um 20 Uhr. Im Mai folgen fünf Aufführungen in der VfL-Turnhalle: Freitag 9., 16. und 23. Mai, Samstag 10. und 24. Mai jeweils um 20 Uhr. Kartenbestellung: ab Donnerstag, 6. Februar, im »Kreativity«, Hauptstraße 46a, in Mönchberg, Tel. 09374 2813 Informationen: https://www.diegesetzbuecher.de (hlin).
9000 Euro für Pfarrgemeinde und 3500 für VfL Mönchberg
Mönchberg. Seit die Mönchberger Gesetzbücher im Jahr 1987 mit ihren erfolgreichen Theaterstücken begonnen haben, können sich Pfarrgemeinde und Vereine Jahr für Jahr über großzügige Spenden aus dem Reinerlös der meist elf bis 15 Aufführungen freuen. Rund 300 000 Euro dürften seitdem das Leben im Ort „bereichert“ haben. Heuer kamen nach den zehn Aufführungen der Komödie „Ein Guru für Do-Ping“ im Pfarrheim und den fünf in der VfL-Halle wieder 12 500 Euro dazu.
Der Regisseur der „Gesetzbücher“, Reinhold Keller übergab stilecht im „Guru“-Outfit der Vorstellung 9000 Euro an die Pfarrgemeinde. Monsignore Franz Leipold (links) und Kirchenpfleger Werner Weis (rechts) nutzen das Geld, um die eindrucksvoll renovierte Wendelinuskapelle im Herbst als „Ort der offenen Begegnung“ der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Martin Roob (Zweiter von rechts), Vorstand des VfL Mönchberg, freut sich über 3500 Euro, um die Halle auch weiterhin im vollem Umfang nutzen zu können.
Ronald Reinfurt unser Technik-Guru hat seinen 400. Einsatz
nor
Ronald Reinfurt genannt Ronny steht nun zum 400. Mal hinter der Bühne und regelt alles was mit Technik zu tun hat: Licht, Ton, Vorhang und Effekte.
Er ist unser Universaltalent auf allen Feldern der Theatertechnik.
Bereits beim Kulissenbau ist sein Geschick und seine Kreativität gefragt. Er kümmert sich auch frühzeitig um Licht und Geräusche, damit bereits bei den Proben die Effekte getestet werden können. Immer wieder werden aber auch Spezialeffekte benötigt: Ein alter Fensterladen muss punktgenau herunter klappen. Eine kleine Explosion wird mit Blitzlicht und kleine Silvesterknaller hergestellt. Dunkle Stimmen ertönen im Whisky-Keller eines uralten schottischen Geschlechtes von dem 3. Lord of McChicken.
Er tüftelt immer wieder bei Lichteffekten und Geräuschen mit seinem technischen Equipment und mit den vorhandenen Anlagen im Pfarrheim oder VfL-Turnhalle.
Wenn wir zusammen andere Vorstellungen besuchen, dann geht sein Blick – leicht wehmütig – immer zuerst auf die Technik, welche oft frontal und etwas erhöht aufgebaut ist, mit exzellentem Blick auf die Bühne. Sowas wäre sein Traum! Von daher ist es um so bemerkenswerter, wie er mit den vorhandenen Möglichkeiten an unseren Spielstätten das Maximale erreicht.
Aber er hat auch eine schauspielende Seite. Er ist ein wichtiger Räuber bei unseren Räuberüberfällen. Und er spielt immer mal wieder auch selbst in kleinen Rollen wenn er z.B. als Patient bei einem Wunderheiler auftritt. Oder wenn wir Sketche bei internen Feiern spielen. Aber das sind Ausnahmen; denn das Rampenlicht sucht er sicher nicht.
Er ist unser Mann, wenn es um die Herstellung des Videos für unsere jährlichen Aufführungen geht. Und aus dem Filmmaterial erstellt er kleine Clips welche sich der Besucher unserer homepage bei den jeweiligen Seiten der jährlichen Aufführungen anschauen kann.
Apropos „homepage“: Na? Wer gestaltet unseren Internet-Auftritt und versorgt unsere Besucher mit aktuellen Informationen? Richtig: auch Ronny.
Das alles macht sehr viel Arbeit und erfordert sehr viel Zeit auch während des Jahres.
Er ist dabei ein geselliger Typ, der bei unseren gemeinsamen Aktivitäten immer dabei ist und mit seiner Art gute Laune verbreitet.
Danke dafür und wir freuen uns auf viele kommende Jahre.
Übrigens Lesen Sie auch: Der Premierenbericht, der es nicht in die Zeitung schaffte – exklusiv auf unserer homepage … www.diegesetzbuecher.de/presse
Premierenbericht, der es nicht in die Zeitung schaffte… von Dr. Heinz Linduschka
Lebendiges, saftiges Volkstheater at its best
Die Mönchberger Gesetzbücher garantieren an 15 Abenden Glanzlichter besten Vollbluttheaters Dass die Mönchberger Gesetzbücher seit 1987 sicher weit mehr als 50 000 Freunde saftigen Volkstheaters aus Nah und Fern begeistert und so ganz „nebenbei“ deutlich über eine Viertelmillion Euro für das kirchliche und gesellschaftliche Leben im Luftkurort gespendet haben, ist mehr als erwähnenswert, dass sie in diesem Jahr mit der Komödie „Ein Guru für Do-Ping“ aus der Feder des erfolgreichen Autors Andreas Wening ein Glanzlicht höchst unterhaltsamen Vollbluttheaters auf die Bühne bringen beweist, dass „volksnahes“ Theater witzig und intelligent sein und selbst anspruchsvollere Besucher zweieinhalb Stunden lang fesseln kann, ohne jemals zu langweilen.
Zugegeben: Das diesjährige Stück wurde schon in einem Vorbericht mit allen Rollen und deren Darstellern vorgestellt und der Akteur, der heuer seine 400.Vorstellung an der Technik feiert, wurde gewürdigt. Wenn trotzdem hier noch ein kurzer Beitrag über die Premiere am Samstagabend steht, hat das vor allem einen Grund: theaterbegeisterte Leserinnen und Leser zum Versuch zu animieren, sich für eine der 13 Vorstellungen bis zum 11.Mai noch eine Karte zu besorgen – auch wenn das nicht einfach werden dürfte.
Der Grund: Eine so lebendige, so bis in kleine Details ausgefeilte Inszenierung, die dabei erfrischend spontan wirkt und die Spielfreude der Akteure nahtlos ins Publikum überträgt, hat man von lupenreinen „Amateuren“ auf der Bühne ganz selten erlebt. Bei allen 13 Rollen stimmen Gestik und Mimik, sind Ausdruck und Tonfall überzeugend und motivieren die Zuschauer immer wieder zu Lachsalven und Szenenbeifall. Bei der Premiere am Samstag im Pfarrheim passte sich – auch nicht unbedingt selbstverständlich – das Publikum der Qualität der Aufführung auf der Bühne bruchlos an – vom Jubel bei der Begrüßung durch den asiatischen Mönch Y-Tong mit dem „Om“ aus mehr als 100 Kehlen bis zu den standing ovations beim euphorischen Schlussbeifall.
Das Schöne bei den „Gesetzbüchern“: Anita Keller schafft es immer wieder, die Textvorlagen z.B. durch Rollen im Dialekt der Truppe auf den Leib zu schneidern. Heuer gelang das beim ohnehin gelungenen Komödientext besonders gut: durch eine neue Eingangsszene, durch Einfügung von zwei neuen Rollen und durch witzige und kluge Formulierungen, die nicht alle vom Autor der Komödie stammen: Der wohnt in Offenburg und wäre nicht auf die Idee gekommen, dass die nervige Tante eine „Weltreise von Altenbuch nach Mönchberg“ übernommen hat. Dass „Engel a nur Gflügel‘“ sind klingt hochdeutsch einfach weniger witzig und es wirkt besser, wenn man der Tante „auf Mönchbergerisch“ vorschlägt: „Warum geist du net e bissche auf der Autobahn spaziern?“ Ein echtes Highlight und auch ein Lob für das Publikum: Wenn es bei einer Liebesgeschichte mal zu schnulzig zu werden droht, erklingt gespielte Rührung im Saal und von der Bühne kommt der Kommentar: „Des is ja wie im Heimatfilm!“ Klingt das wie Werbung? Keine Sorge, wer den „Guru für Do-Ping live sieht, wird sagen: „Das war ja noch deutlich untertrieben!“ Weitere Informationen zu den Terminen und den Karten im Vorverkauf auf www.diegesetzbuecher.de. Heinz Linduschka
Ob das gutgeht, wenn KFZ-Meister Günther von zwei Pseudo-Mönchen zum Guru erwählt wird? Nur einer der Mönche ist – fast – echt und damit ein Fall für die Sektenbeauftragte.
Wenn zwei angeblich asiatische Mönche nach Mönchberg kommen, bringt das nicht nur Günther und seine Frau Resi, sondern auch deren Schwester Charlotte in Rage. Nach zweieinhalb turbulenten und höchst unterhaltsamen Stunden steht die Lösung kurz bevor. Der Mechaniker Roland, KFZ- Meister Günther, seine Tochter Sandra und seine Frau Resi sind genauso gespannt wie deren Schwester Lieselotte. Heinz Linduschka
Ronald Reinfurt hat seinen 400. Einsatz bei Mönchbergs Theatergruppe
Herrscher über Vorhang, Ton und Geräusche
Bühne frei für die 400. Aufführung. Ronald Reinfurt vor seiner nostaglischen Schalttafel. Er betätigt auch die Pausenglocke Foto: Anja Keilberg
Mönchberg: Zu einer guten Theateraufführung gehören mehrere Dinge. Das Theaterstück selbst, die Schauspieler, die Kulisse und vor allem die Technik. Ohne die geht nichts. Bei der Mönchberger Theatergruppe Die Gesetzbücher ist für diesen verantwortungsvollen Posten Ronald Reinfurt (60) zuständig und das seit 1989. An diesem Samstagabend wird er bei der Premiere der aktuellen Komödie »Ein Guru für Do Ping« um 20 Uhr im Pfarrheim zum 400. Mal den Vorhang öffnen, das Licht anschalten und die Toneffekte bedienen.
Nostalgisch, aber zuverlässig
Ronald Reinfurt kennt nach dieser langen Zeit natürlich jeden Schalter, jeden Knopf und jede Birne. Sein Arbeitsplatz hinter der Bühne ist in einem Zwischenraum, der auch als Stuhllager dient. Das bedeutet, der Platz für die Technik ist eher bescheiden, doch Reinfurt erklärt, er komme gut damit klar. Damit er mitbekommt, was auf der Bühne passiert und entsprechend reagieren kann, verfolgt er auf einem kleinen, jahrzehntealten Schwarz-Weiß-Bildschirm das Geschehen. Daneben steht aber dann doch ein moderner Laptop, mit dem Geräusche oder Musik abgespielt werden. Unterhalb des Fernsehers gibt es eine Schalttafel mit Knöpfen und Reglern für Licht und Ton, die zwar nostalgisch anmutet, aber einwandfrei funktioniert und seinen Zweck erfüllt.
Reinfurt ist bescheiden und mit dem zufrieden, was er hat, auch wenn es sein großer Traum ist, wenn er im Saal seine eigene Technik hätte. Doch für diesen Traum ist wortwörtlich kein Platz.
Zuverlässigkeit wird großgeschrieben bei Ronald – von allen kurz Ronny genannt. »Auf ihn ist absolut Verlass und er ist einfach ein Universaltalent im Bereich der Theatertechnik«, sagte Reinhold Keller, Regisseur der Theatergruppe. Keller findet nur lobende Worte über seinen Techniker: »Bereits beim Kulissenbau ist sein Geschick und seine Kreativität gefragt. Vor allem Spezialeffekte macht er gerne. Eine Explosion hatte er mal mit Blitzlicht und einem Silvesterknaller arrangiert.« Wenn er mit Ronny andere Vorstellungen besucht, dann schaue der, wie es dort gemacht wird und wie dort die Technik aussieht. Er habe immer einen offenen Blick und sei mit den Gedanken stets bei den Mönchberger Gesetzbüchern, so Keller.
Hin und wieder im Rampenlicht
Selten aber hin und wieder kommt es vor, dass Ronny auch mal auf der Bühne zu sehen ist und eine Minirolle spielt. Er war schon mal ein Räuber oder auch ein Heiler. Reinfurt ist eine Frohnatur und wird von allen Beteiligten geschätzt. Er ist auch ein bisschen Mädchen für alles, hat immer ein offenes Ohr. Sein Herz schlägt aber für die Theatertechnik und auf dieser Bühne möchte er dem Ensemble noch lange erhalten bleiben.