Presse

  • Main-Echo vom 25.03.2009

    Main-Echo vom 25.03.2009

    250 Auftritte – und kein bisschen müde

    Gebhard Motzel steht an diesem Samstag, 28. März, zum 250. Mal auf der Bühne der Mönchberger »Gesetzbücher«, heuer als Buttler James.

    Bühnenjubiläum: Applaus für Gebhard Motzel

    Mönchberg: 250 Aufführungen in 22 Spielzeiten – so ein Jubiläum dürfte es auf Amateurbühnen nicht häufig geben. Am Samstag ist es in Mönchberg so weit. Gebhard Motzel – auf der Homepage der Theatergruppe als »Kaufmann/Handymann, Gründungsmitglied« bezeichnet – steht heuer beim lustigen Dreiakter »Whisky, Geld und fauler Zauber« zum 250 mal auf den Brettern. Diesmal spielt er den Butler James, steif, würdevoll und doch immer so, dass das Publikum nie vor einer Humorattacke sicher sein kann. Motzel war auch schon im ersten Jahr dabei, als er mit seiner typischen Mischung aus – scheinbarer? – Schüchternheit und trockenem Humor 1988 den Geschäftsmann Lui Haak verkörperte. Seitdem ist er aus dem Team der »Gesetzbücher« nicht mehr wegzudenken.

    Wandelbarer Schauspieler

    Besonders oft spielte er die Rolle des Sohne, der nicht meistens seinem Vater Probleme machte, aber festgelegt ist Motzel nicht: Er spielt einen Oberarzt genau so treffend wie einen kleinen Dieb, einen Künstler oder einen Finanzbeamten. Auf der Homepage der »Gesetzbücher« wird aus dem Nähkästchen geplaudert: »Kann trotz verschlafener Proben und ewigem Zuspätkommen seinen Text bereits zur Generalprobe. Der sehr schreckhaft veranlagte, jedoch in fast jeder Rolle einsetzbare >Gebi< kann immer und überall schlafen.« Die Akteure vor und hinter der Bühne in Mönchberg wissen natürlich, was sie an ihrem >Gebbi< haben. Regisseur Reinhold Keller sagt: »Für mich ist das Gründungsmitglied Gebhard der kompletteste Schauspieler. Er verkörpert seine Figuren und gibt ihnen absolute Glaubwürdigkeit.« Wer das selbst überprüfen will, hat heuer noch zehnmal die Gelegenheit dazu. Beispielsweise an den nächsten beiden Wochenenden im Pfarrheim Mönchberg, am Freitag und Samstag jeweils um 20Uhr, am Sonntag um 18Uhr.

    Heinz Linduschka (Auszug aus dem Main-Echo vom 25.03.09)

  • Main-Echo vom 10.03.2009

    Main-Echo vom 10.03.2009

    Graf von Hintenrum und Flaschengeist

    Laientheater: Mönchberger »Gesetzbücher« spielen den lustigen Dreiakter »Whisky, Geld und fauler Zauber«

    14 Mal strapazieren die Möchberger »Gesetzbücher« in diesem Jahr die Lachmuskeln ihres Publikums. Die Premiere steigt am Samstag 14. März, um 20 Uhr im Pfarrheim. 

    Whisky, Geld und fauler Zauber: Premiere, Termine und Kartenvorverkauf
    Die Premiere der Komödie »Whisky Geld und fauler Zauber« steigt am Samstag, 14. März, um 20 Uhr im Mönchberger Pfarrheim, in dem auch die nächsten Aufführungen stattfinden, an den kommenden drei Wochenenden ab 20. März jeweils um 20 Uhr am Freitag und Samstag und um 18 Uhr am Sonntag. Dann geht es in die VfL-Turnhalle. Am Freitag 8. Mai, Samstag, 9. Mai, Freitag, 15. Mai, und Samstag 16. Mai gibt es dort die letzten vier Aufführungen. Wer sich beeilt, kann an fast allen Terminen noch eine Karte ergattern, vor allem bei der Aufführung am 20. März sind noch Plätze frei. Karten und Gutscheine gibt es bei »Kreativity« in der Hauptstraße 46a in Mönchberg, Telefon und Fax 09374/2813, hl

    Mönchberg. 14. mal werden auch heuer wieder die Mönchberger »Gesetzbücher« dafür sorgen, dass die Hallen voll und die Lachmuskeln strapaziert werden – genau so wie in den bisher 22 Jahren ihres Bestehens. Und wieder steht ein lustiger Dreiakter auf dem Programm, bei dem Regisseur Reinhold Keller eine gelungene Mischung aus Klamauk, Situationskomik und »zum Schießen« komischen Charakteren zusammengestellt hat und bei der der Dialekt eine wichtige Rolle spielt.

    Turbulente Handlung

    Zweieinhalb Stunden lang mit zwei Pausen wird es wieder turbulent auf der Bühne zugehen, wie schon das Programmheft verrät und wie die Hauptprobe von »Whisky, Geld und fauler Zauber« am frühen Sonntagabend schnell klar machte: Graf Edmund von Hintenrum (Udo Seufert) macht sich missmutig und mit einem alten Whisky gemeinsam mit seinem Butler James (Gebhard Motzel) auf den Weg zur reichen Edelgunde Hochnas (Anita Keller), die es auf die Heirat mit dem Grafen und damit auf den Grafentitel abgesehen hat. Sonst hat sie fast alles, Geld, Schmuck und eine Schwester Veronika, die ihren Namen »Hochnas« zu Recht trägt (Daniela Schmitt). Leider – oder glücklicherweise? – haben der Graf und sein Buttler eine Reifenpanne und zwar genau vor der Pension »Waldesruh« der patenten und handfesten Charlotte (Renate Miltenberger) und der etwas skurrilen Lene (Eleonore Knapp), die zweierlei sucht: einen Führerschein und einen Mann. Lange kann sich der Graf aber nicht über die Ruhe freuen, denn alle wollen was von ihm: der Flaschengeist Jack, einer seiner Vorfahren (Erich Österlein), Edelgunde, Veronika und das Dienstmädchen Susanne (Michaela Goihl), die den Grafen nicht aus ihren Fängen lassen wollen. Als auch noch Siggi kommt, Susannes krimineller Freund (Marco Spall), ist es mit der Gemütlichkeit und der Sicherheit völlig vorbei.
    Glücklicherweise gibt es aber in der schönen Landschaft mit den sanften Hügeln und den Wäldern die Kräuterfrau Wally (Alexandra Seufert), die immer das passende Mittel für jeden Fall hat, wenn da nicht Jack wäre, der schließlich die Verwirrung komplett macht. Diesmal beginnt das Stück ganz ungewöhnlich: Auf einer Art Bühne vor der Bühne, dem Keller des Schlosses, in dem sich der Graf auf die Suche nach einem Geschenk für Edelgunde macht, die ihm 30 000 Euro gegeben hat, weil ihn das »Schloss beinah ufffrisst«. Und dann kommt gleich die resolute Pensinswirtin ins Spiel, die versucht, den Behörden das Prädikat »Bad Mönchberg« abzuringen, bei diesen »Amtsschimmeln und Amtsschimmelinnen« aber auf Granit stößt. Ob sie es am Ende doch noch schafft, weil Mönchberg doch so ein wunderschönes Waldschwimmbad, einen Bartholomäusmarkt und immerhin 14 Theateraufführungen pro Jahr aufweisen kann, weiß nur, wer in eine dieser Aufführungen kommt. Heinz Linduschka

  • Main-Echo vom 17.08.2007 (Spende)

    Main-Echo vom 17.08.2007 (Spende)

    Gesetzbücher verteilen 9500 Euro Spende

    Mönchberg. Unter dem Motto „erst proben, dann spielen, dann spenden“ verteilten „Die Gesetzbücher“ 9500 Euro für gute Zwecke. Der Leiter der Mönchberger Theatergruppe, Reinhold Keller, übergab Spenden in Höhe von 7200 Euro an Pfarrer Franz Leipold (links) und 2200 Euro an Renate Jestrich, Vorsitzende des VfL Mönchberg. Keller sagte, bei der Komödie der Gesetzbücher habe es mit 2500 Zuschauern in diesem Jahr einen neuen Besucherrekord gegeben, demnach sei auch die Höhe der Spendengelder rekordverdächtig.amil/Foto: Armin Miltenberger

  • Spende:Main-Echo vom 15.07.08

    Spende:Main-Echo vom 15.07.08

    10100 Euro für Kirche und zwei Vereine

    Gesetzbücher: Spende aus Erlös der Aufführungen

    Mönchberg. Den stolzen Betrag von 10100 Euro hat die Mönchberger Theatergruppe Die Gesetzbücher aus
    dem Erlös von 14 ausverkauften Vorstellungen gespendet. Der Leiter des Ensembles, Reinhold Keller,
    überreichte Beträge in Höhe von 7300 Euro an Dekan Franz Leipold für die Kirchengemeinde, 1800 Euro
    an die Vorsitzende des VfL Mönchberg, Renate Jestrich,
    sowie 1000 Euro anlässlich der Gründung des Schwimmbadfördervereins.
    Wie Keller mitteilte, ist die Besucherzahl bei den Gesetzbüchern seit Gründung der Gruppe im Jahr 1987
    auf 40000 gestiegen. Spendengelder seien in diesem Jahr in Rekordhöhe verbucht worden.
    Auch konnten drei Gründungsmitglieder feiern:
    Anita Keller, Renate Miltenberger und Eleonore Knapp hatten 250 Auftritte als verschiedene Charaktere. amil

  • Gründung des Schwimmbad-Förderverein

    Gründung des Schwimmbad-Förderverein

    Auszüge vom Main-Echo vom 30.07.2008

    Nix wird’s mit der Erleuchtung der Staatsregierung – zur Gaudi der Zuschauer:
    Der Engel Aloisius (Werner Becker) hebt vom Sprungturm des Mönchberger Spessartbads
    ab und verschwindet mit der himmlischen Botschaft im Blau des großen Beckens.

    Förderer aus nah und fern
    Vereinsgründung unter freiem Himmel an der Schwimmbad-Gaststätte mit Blick
    auf die weitläufige Anlage: Das prächtige Sommerwetter ließ die Besucher herbeiströmen,
    zumal ein unterhaltsamer Abend zu erwarten war….

    Nur einer ging baden an diesem Abend. Das war Werner Becker. Die Theatergruppe „Die Gesetzbücher“ hatte ihn als Engel Aloisius („Der Münchner im Himmel“ von Ludwig Thoma) auf den Sprungturm geschickt, wo er – ohne Bier, aber zum Manna-Verzehr verurteilt – nach der Begegnung mit dem roten Radler-Engel dermaßen grantelte, dass die Geschichte den (beinahe) bekannten Verlauf nahm: Der liebe Gott schickt den Aloisius wieder auf die Erde mit einem Brief an die Bayerische Staatsregierung. Und weil der Engel den Weg über das Mönchberger Spessartbad wählt, mitsamt dem Schreiben vom Sprungturm abhebt und im Blau des Beckens verschwindet, wartet die Staatsregierung weiterhin auf die himmlische Erleuchtung.

    Glück für die Mönchberger Ratsmitglieder, dass die Botschaft nicht an sie gerichtet war….

    Mönchberg
    Der am Freitag gegründete Förderverein hat sich zum Ziel gesetzt,
    zur Erhaltung des Spessartbads beizutragen und zu helfen, dass es noch attraktiver wird.

    Der Vorsitzende, Bürgermeister Thomas Zöller (links), freute sich
    über die ersten Schecks: 1000 Euro überreichte Reinhold Keller (rechts)
    im Namen der Theatergruppe „Die Gesetzbücher“;
    B.S./Foto: Barbara Schmidt

  • Auszug aus dem Wochenblatt vom19.03.2008

    Auszug aus dem Wochenblatt vom19.03.2008

    Auszug aus dem Wochenblatt vom 19.03.2008

  • Bericht vom Main-Echo (26.02.2008)

    Bericht vom Main-Echo (26.02.2008)

    Auszug aus dem Main-Echo vom 26.Februar 2008

    Feurige Spanier im Hotel

    Mönchberger Gesetzbücher machen in ‚Liebe, Diebe, Leichen …‘ Urlaub auf Mallorca

    Heiße spanische Rhythmen erklingen, sobald der Vorhang aufgeht. Die Möchberger Gesetzbücher machen in ihrer 21. Saison Urlaub auf Mallorca.

    Mönchberg. Heiße spanische Rhythmen erklingen, sobald der Vorhang aufgeht, aber das Zimmer im Hotel Arenal erinnert verblüffend an Deutschland – kein Wunder, die Mönchberger Gesetzbücher machen in ihrer 21. Saison Urlaub auf Mallorca. Premiere ist am Samstag, 1. März, um 20 Uhr im Pfarrheim
    ‚Liebe, Diebe, Leichen … oder Buenos dias Mallorca‘ heißt der temperamentvolle und urkomische Dreiakter von Uschi Schilling, der mit zwei Pausen zweieinhalb Stunden lang das Zwerchfell strapazieren wird. Die Geschichte ist schnell erzählt: Vier Freundinnen aus Mönchberg – Eva (Renate Miltenberger), Bruni (Eleonore Knapp), Ellen (Anita Keller) und Moni (Michaela Goihl) wollen einen erholsamen Urlaub auf Mallorca verbringen. Aber – so verrät das Programmheft – der Urlaub verläuft alles andere als erholsam. Im Holtel funktioniert kaum etwas, der liebestolle Rentner Otto (Alois Miltenberger) geht Bruni nicht von der Pelle, das neugierige,likörsüchtige Zimmermädchen Annamirl mit ihrem charmanten österreichischen Tonfall (Daniela Schmitt) und auch die türkische Putzfrau Fatma (im Wechsel der Aufführungstermine. Jasmin Haber und Alexandra Seufert) sorgen ebenfalls für viel Trubel, ganz zu schweigen vom Bilderbuchspanier Carlos – der Hoteldiener wird von Werner Becker gespielt – und vom kleinen Gauner Max (Gebhard Motzel) der etliche Zeit im Schrank verbringen muss.

    Ich bin’s Madel fürs Bett

    So richtig klappt kaum etwas: Der Stuhl bricht schon bei der ersten Belastung zusammen und Bruni trauert bald dem Zillertal nach, in dem sie mit jedem Hirsch auf du und du war. Und auch der unaussprechliche Nachname Hintertuxerhubernieder, >Ich bin’s Mädel fürs Bett< verspricht mehr als er hält. Nicht zu viel verspricht sich jeder, der die Aufführung besucht. Die Gesetzbücher stehen schließlich seit 21 Jahren für kurzweilige Unterhaltung mit garantiertem Lacheffekt. Das wird auch heuer nicht anders sein. Knapp sechs Monate haben die Akteure unter der bewährten Leitung von Regisseur Reinhold Keller geprobt, und schon eine Woche vor der Premiere sitzt fast jeder Satz. Ludwina Weis, die Souffleuse, darf sich vermutlich auch heuer wieder über Arbeitslosigkeit bei den Aufführungen freuen. Ronald Reinfurt sorgt dafür, dass die Technik in gewohnter Weise funktioniert, Helga Becker ist für die Maske und für die Frisuren verantwortlich. Und tatsächlich wirkt schon acht Tage vor dem großen Moment alles so, als könnte man morgen loslegen. Heinz Liduschka

  • Auszug aus dem Main-Echo(06.03.2007)

    Auszug aus dem Main-Echo(06.03.2007)

    Auszug aus dem Main-Echo:

    Zauberhaftes Chaos um eine alternde, schusselige Elfe


    Mönchberg. Knapp zwei Stunden dauert der Dreiakter »Wer glaubt denn schon an Elfen?«, den die Mönchberger »Gesetzbücher« in diesem Frühjahr zwölfmal aufführen. Und zumindest am Samstag im katholischen Pfarrheim hat sich kaum einer der 150 Besucher gelangweilt. Am Inhalt des Stücks liegt es sicher nicht, dass am Schluss alle begeistert Beifall spendeten – eher schon an der schlüssigen Regie Werner Beckers und an den durchweg überzeugenden schauspielerischen Leistungen der 15 Akteure.
    Einfach unterhaltend
    Die Geschichte nämlich ist recht einfach und hat nicht mehr im Sinn als Unterhaltung – aber auch das ist ja nicht wenig. Eine alte Waldelfe – zum Schießen komisch gespielt von Eleonore Knapp, auch in der Verkleidung als Irrenärztin und als schwarzes Bunny mit weißem Pürzel – hat ihren Zauberstab verloren, den ihr Marlene (Alexandra Seufert) und der Butler Johannes (Pascal Thomas) wiederbringen. Zum Dank haben alle Hausbewohner einen Wunsch frei – nur hat die Elfe vergessen, dass sie das junge Paar in einen Zauberschlaf versetzt hat, als sie verriet: Sobald ein Wunsch ausgesprochen wird, ist er erfüllt. Kein Wunder, dass nun das Chaos ausbricht.
    Turbulente Wunschvorstellung
    Marlene spricht nur noch in Klassikerversen, die Fremdwortspezialistin Sabine (Jasmin Haber) mutiert durch den Zauberspruch zum mannstollen Weib. Hausherr Claus (Udo Seufert)
    hingegen gleitet in den seligen Zustand des permanenten Betrunkenseins hinüber und seine Frau Henneliese (Anita Keller) wird auf wundersame Weise blitzschnell schlank – ohne Fettabsaugung selbstverständlich, wie Claus‘ ebenso misstrauische wie sympathische Schwester Alexa (Renate Miltenberger) vermutet. Professor Morgenrot (Alois Miltenberger) und sein naiv-ungeschickter Sohn Thomas (Gebhard Motzel) tragen ihren Teil zum Chaos auf der Bühne bei. Liebesgott Amor (Erich Österlein) und sein Ungeschick passen gut dazu. Und auch die Psychiaterin Dr. Scheckhill (Daniela Schmitt), ihre kräftigen Pfleger (Werner Becker und Reinhold Keller), der etwas verwirrte und flirtanfällige Kommissar (Oliver Reinfurt) und seine pflichtbewusste Assistentin (Michaela Goihl) runden das geschickt aufgebaute Personaltableau schlüssig ab. Wie es ausgeht, wird nicht verraten. Nur soviel: Das Stück bleibt bis zum Ende erfrischend turbulent und kurzweilig. Maskenbildnerin Erika Zöller trägt zum Erfolg ebenso bei wie die Bühnenbildner, Techniker Ronald Reinfurt und Souffleuse Ludwina Weis. Schon die Kostüme und die Schminke der Akteure sind sehenswert. Zudem ist es den »Gesetzbüchern« wieder einmal gelungen, die Rollen ideal zu besetzen. Jeder meistert seinen Part – groß oder klein – mit erkennbarer Freude am Spiel, mit viel Temperament und ohne Scheu vor bewusster Überzeichnung.
    Reifes Rollenspiel
    Neben der schon genannten Elfe zeigt der junge Pascal Thomas in seiner Rolle als Butler erstaunlich reife Schauspielkunst: Gestik und Mimik exakt und ausdrucksvoll, seine Stimme klar und nuanciert, sein Michael-Jackson-Verschnitt bei »I feel good« mitreißend. Kein Wunder, dass er inzwischen auch bei den Elsenfelder »Sandhasen« zu sehen ist und in diesem Jahr bei den Clingenburg-Festspielen einen kleinen Auftritt haben soll.
    Dialekt und Lokalbezug
    Weitere Zutat zum Erfolgsrezept der »Gesetzbücher« ist der geschickt eingesetzte Dialekt. Dass die Textvorlagen umgeschrieben und den Mönchbergern auf den Leib geschneidert werden, ist ein unschätzbarer Vorteil. »Was interessiert mich der Schwing, Verona Feldbusch wäre mir lieber«, heißt es da, und auch Bürgermeister Berninger wird auf der Bühne genannt. Kalauer stören da überhaupt nicht, wirken eher erfrischend. Dass Claus‘ »bestes Stück« seine alte Krawatte ist und der Butler statt einer echten Beißzange Henneliese hereinholt, provoziert spontane Lacher. Die 47 Proben haben sich jedenfalls gelohnt, und auch heuer wieder wird das Motto zutreffen: »Erst proben, dann spielen, dann spenden“ «Heinz Linduschka
    Die Aufführungen im Pfarrheim sind ausverkauft. Karten gibt es noch für die vier Aufführungen in der VfL-Turnhalle am 29. und 30. April, sowie am 4. und 14. Mai, jeweils um 20 Uhr. Vorbestellung bei »Kreativity«, 09374/2813.

  • Main-Echo vom 21.03.07

    Main-Echo vom 21.03.07

    Wer lang lacht, lebt lang

    Gesetzbücher begeistern mit Komik und Temperament
    MÖNCHBERG. „Wer krank ist, muss kerngesund sein“ heißt das Stück, das die Mönchberger Gesetzbücher im 20. Jahr ihres Bestehens spielen, und ganz schnell wird klar: Die Gesetzbücher sind auf jeden Fall kerngesund. Zwei Stunden kurzweiliges und temperamentvolle Unterhaltung darf erwarten, wer eine der nächsten sieben Aufführungen im Pfarrheim besucht oder danach einen der drei Termine in der VfL-Halle bucht. Allerdings muss man sich beeilen, denn die meisten Karten sind längst weg.
    Kein Wunder, dass so ein Andrang herrscht. Denn bei den Aufführungen der Mönchberger Amateure bleibt tatsächlich kein Auge trocken. Und in diesem Jahr sind sie sogar aktuell und fast schon politisch. Sie lassen die Besucher nämlich einen Blick ins düstere Gesundheitswesen werfen, und da gilt tatsächlich: „Wer krank ist, muss kerngesund sein!“
    Ein Kranker übersteht ganz sicher die arrogante Art des Oberarztes Dr. Marc Krüger – wunderbar wandlungsfähig von Gebhard Motzel verkörpert-, die gewöhnungsbedürftige Art der mal handfesten, mal schelmischen Schwester Lisa (Alexandra Seufert) und ihrer schnippischen und resoluten Kollegin Senta (Anita Keller) nicht. Die sympathisch verwirrte Chefärztin Dr. Wehling (Renate Miltenberger) ist da auch keine rechte Hilfe, vom „Wischmopp auf zwei Beinen“, der Putzfrau Olga, – gewohnt urkomisch von Eleonore Knapp gespielt – ganz zu schweigen. Werner Schnitzler (Erich Österlein), ein Patient mit Anfällen von Hypochondrie, und Gustav Holbrook (Alois Miltenberger), der Mann von der Krankenkasse können froh sein, dass sie bei guter Gesundheit davon kommen. Der Patient schleppt sogar noch Schwester Lisa als Braut ab. Und wenn das Chaos mal verblüffend geordnet scheint, tauchen da immer wieder komische Figuren auf: Picasso, Caesar, Henry Maske und Karl Lagerfeld, hinter denen sich ausnahmslos nur einer verbirgt: der Psychopath Manni, eine Paraderolle für den begabten Pascal Thomas.
    Alles stimmt in dieser Jubiläumsproduktion: Regisseur Reinhold Keller hat wieder seine gute Hand bei der Besetzung der Rollen bewiesen und zeigt großes Gespür dafür, dass man auch mit kleinen Gesten und mit ausgefeilter Mimik Lachsalven hervorrufen kann. Wer es wagt, den Pressevertreter direkt neben die Souffleuse zu setzen, muss sich seiner Sache schon ganz sicher sein – zu Recht. Für die Technik und reibungslosen Ablauf im stimmungsvollen Saal des Pfarrheims sorgte Ronald Reinfurt und die Maske von Helga Becker und Kerstin Rehbein würde – wie das Bühnenbild – auch einer Profibühne alle Ehre machen.

    Unterhaltung vom Allerfeinsten

    Die Geschichte um den arroganten Oberarzt, die Intrigen und Verwirrungen in der Klinik, der eher Knallchargenhaften Einbezug einer Mafiaepisode und das unvermeidliche Happy End mögen allesamt kein Beleg für hoch stehende Literatur sein. Aber darum geht es auch gar nicht, wenn die Mönchberger auf der Bühne stehen: Sie bieten Unterhaltung vom Allerfeinsten, provozieren Lacher ohne Ende und lassen keine Sekunde Langeweile aufkommen. Was will man mehr von einer lupenreinen Amateurtruppe? Eine Bettpfanne als Nahkampfwaffe, der Cognac im Medizinschrank, der meterlange Plastikschlauch für die Darmspülung – all das klingt möglicherweise wie die Aufzählung von Requisiten aus verstaubten Comedy-Stücken. In Mönchberg war das ganz anders. Da waren das wichtige Bestandteile eines rundum geglückten Abends, der so manche Medizin ersetzen konnte, denn: „Wer lang lacht, lebt lang!“ (Heinz Linduschka)

  • Main-Echo vom 06.03.07

    Main-Echo vom 06.03.07

    Auszug aus dem Main-Echo vom 06.03.07

    Chaos in der Arztpraxis: Mit „Wer krank ist, muss kerngesund sein“ bringen die Mönchberger „Gesetzbücher“ eine weitere turbulente Komödie auf die Bühne. Premiere ist am Samstag um 20Uhr im Pfarrheim Sankt Wendelin.

    Von Prostata und Psychopath

    Mönchberger „Gesetzbücher“ behaupten: „Wer krank ist, muss kerngesund sein!“ – Premiere am Samstag

    Mönchberg. Heuer gibt es ein ganz eindrucksvolles Jubiläum in Mönchberg: Seit 20 Jahren bringen die „Gesetzbücher“ vielen Theaterfreunden Spaß mit lustigen Volksstücken im Dialekt und mit riesiger Spielfreude und herrlichen Typen auf der Bühne. 35000 Zuschauer haben seit 1987 die Aufführungen gesehen und weit über 110000 Euro an die Pfarrei, an den VfL Mönchberg oder für andere gute Zwecke gespendet.

    Lustig wird es auch heuer bei den geplanten 13 Vorstellungen wieder zugehen, von denen einige schon fast ausverkauft sind. „Wer krank ist, muss kerngesund sein!“ heißt der kurzweilige Dreiakter von Uschi Schilling, bei dem ein Krankenhaus am Rand des Ortes im Mittelpunkt steht. Das Geschehen ist zu Brüllen komisch wie man es von den „Gesetzbüchern“ seit Jahren gewöhnt ist, und alle Akteure haben viel Erfahrung auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Seit Anfang Oktober 2006 stehen die neun Schauspieler auf der Bühne, wie immer eindrucksvoll und wirksam von Regisseur Reinhold Keller „trainiert“ und so gut vorbereitet, dass sie eine Woche vor der Premiere schon in Hochform sind. Wem beim Blick auf unsere Gesundheitssystem das Lachen vergangen ist der kann sich in dieser Komödie über Ärzte, Schwestern und Patienten gesund lachen.

    Arroganter Oberarzt

    Da gibt es den arroganten Oberarzt Dr. Marc Krüger (Gebhard Motzel), der mit den neuen Chefsekretärin Ariane Berger (Daniela Schmitt) so gar nicht zufrieden ist, weil sie ihm nicht attraktiv genug scheint. Die Chefärztin Dr. Wehling (Renate Miltenberger) hat aber noch viele andere Sorgen, sie muss sich um die fehlenden Mandeln der Putzfrau Olga (Eleonore Knapp) kümmern, bekommt gar nicht mit, dass die beiden Schwestern Lisa (Alexandra Seufert) und Senta (Anita Keller) versuchen, dem Oberarzt eins auszuwischen, und muss sich schließlich auch noch mit einem Hypochonder – Erich Österlein spielt diesen Patienten Schnitzler – beschäftigen und versuchen, den Herrn von der Krankenkasse ( Alois Miltenberger) zufrieden zu stellen. Und wie es gar nicht genug Chaos auf der Bühne geben kann, treibt auch noch Manni, ein Patient aus der Psychiatrie (Pascal Thomas), sein Unwesen.
    Die Dialoge sind gewohnt spritzig und temperamentvoll, „Prostata – die Krankheit kenn ich“ behauptet die Putzfrau Olga, während Schwester Senta schimpft: „Manni, du sabberst!“ Warum Olga eine „Bohnerwachsfigur“ sein soll , welche Rolle eine Überdosis Abführtabletten spielt und was da im Bauch eines Patienten tickt, erfährt nur, wer sich eine der 13 Aufführungen anschaut.
    Die Premiere gibt es am Samstag, 10 März um 20 Uhr im Pfarrheim Sankt Wendelin. Weitere Aufführungen sind im Mönchberger Pfarrheim und in der VfL-Halle in Mönchberg.

    Interessante Antworten

    Es gibt aber nicht nur offene Fragen in dieser Komödie – wer genau zuhört bekommt auch ein paar ganz interessante Antworten. Olga weiss „Rache ist süß, sprach der Herr, und erschuf die Frauen“ Und dazu kann man so einiges über Medizin erfahren: „Ein Neurotiker baut Luftschlösser, der Psychopath wohnt drin!“ (Heinz Linduschka)