Großzügige Spende: Reinhold Keller (links) übergibt den Erlös der »Gesetzbücher«-Aufführungen an VfL-Vorsitzende Renate Jestrich und Kirchenpfleger Klaus Lang. Foto: privat
Mönchberg
Die Laientheatergruppe »Die Gesetzbücher« aus Mönchberg hat ihre Spendenschatulle weit geöffnet. Leiter und Regisseur Reinhold Keller übergab den Erlös der 14 Aufführungen im Pfarrheim Sankt Wendelin und in der VfL-Kultur- und Sporthalle an die Pfarrgemeinde Sankt. Johannes der Täufer und den VfL Mönchberg. Kirchenpfleger Klaus Lang nahm in Vertretung von Dekan Franz Leipold 7400 Euro entgegen. VfL-Vorsitzende Renate Jestrich freute sich über einen Betrag von 1800 Euro. Wie Keller berichtete, sind die 14 Vorstellungen in Mönchberg von mehr als 2300 Zuschauern besucht wurden. Das sei ein großer Erfolg, da mehr als 80 Prozent der Gäste von außerhalb gekommen seien. Er versprach, alle Fans der »Gesetzbücher« könnten sich bereits auf die nächste Saison (März bis Mai 2011) freuen: »Das neue Stück ist schon in der Vorbereitung.« red
Weis und Miltenberger stehen zum 250. Mal auf der Bühne
Theater: Jubiläen bei Mönchberger Gesetzbüchern
Mönchberg Seit mehr als 20 Jahren begeistern die Akteure der Mönchberger Gesetzbücher Theaterfreunde aus Nah und Fern. Zwei von ihnen feiern in dieser Spielzeit ein besonderes Jubiläum, Ludwina Weis und Alois Miltenberger stehen heuer zum 250. Mal auf den Brettern.
Beide haben schon in den 50er und 60er Jahren in der »Anstalt« bei den Schwestern Theater gespielt und beide sorgen dafür, dass heute Neulinge schnell und bruchlos in die »Gesetzbücher« integriert werden.
Ludwina Weis hat seit vielen Jahren den besten Platz – ob im Pfarrheim oder im der VfL-Turnhalle: direkt vor der Bühne im Souffleurkasten. Dort isst sie mit großer Ruhe ihre Apfelstücke und passt auf, dass kein Wort des Stücks verloren geht. Und die Schauspieler können ganz sicher sein, dass sie von Ludwina nie im Stich gelassen werden, wenn sie ihr Gedächtnis mal im Stich lassen sollte.
Heuer, beim »Wochenende voller Zärtlichkeiten«, waren ihr die Akteure fast ein bisschen zu textsicher: »Ich habe überhaupt nichts zu tun«, versicherte sie jedem, der einen Blick in ihren Holzkasten warf.
Am 27. März steht Alois Miltenberger zum 250. Mal auf der Bühne. Als Gründungsmitglied der »Gesetzbücher« arbeitete er anfangs auch als Regisseur, bevor er sich ganz auf seine Rolle konzentrierte. Ob als »der Herr von der Krankenkasse« in »Wer krank ist, muss gesund sein« oder als liebestoller Rentner Otto in »Liebe, Diebe, Leichen« ist er sicher auch vielen jüngeren Theaterfans noch in bester Erinnerung. Heuer überzeugt er als neugieriger Nachbar Fritz. red
Gesetzbücher: Vollblut-Volkstheater beim »Wochenende voller Zärtlichkeiten« in Mönchberg – Alle Akteure überzeugen
Mönchberg Wenn man vom »Kulturlandkreis Miltenberg« spricht, dann denken die meisten an Chöre, Musikkapellen, bildende Künstler und Maler – kaum jemand spricht von Theater. Schade eigentlich. Denn was hier an Volkstheatergruppen aktiv ist, stellt manches Bauerntheater im Fernsehen in den Schatten. Jüngstes Beispiel:
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»Ein Wochenende voller Zärtlichkeiten«, das die Mönchberger Gesetzbücher mit ihrem diesjährigen Stück versprechen. Eindeutig zweideutig Natürlich wird auch da mit den üblichen und bekannten Versatzstücken gearbeitet: Es wird »beiseite gesprochen«, als ob der Partner auf der Bühne schwerhörig wäre und nicht mitbekäme, wenn man Dinge sagt, die der Letzte im Publikum hört Die zahlreichen Türen auf der Bühne müssen für temporeiche Versteck- und Nachlaufspiele herhalten. Viele Stellen klingen eindeutig zweideutig und sind trotzdem jugendfrei. Und immer wieder sind Sätze zu hören, die nicht so schnell vergessen werden und zum Lachen sind. »Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen« lässt Loriot alias Vico von Bülow seine Figuren resümieren. Die Gesetzbücher sagen eigentlich dasselbe, aber auf ganz andere Art: deftiger, umgangssprachlich, mit Dialekt und so, dass nach gut zwei Stunden Spielzeit das Publikum Bauchschmerzen vom Lachen hat. Wenn Renate Miltenberger alias Liane ihrem Egon (Gebhard Motzel) verärgert zuruft: »Wir hätten euch Männer im Paradies zurück lassen sollen«, entgegnet der kühl: »Wir wollten net raus.« Und auf ihre hoffnungsfrohe Frage »Egon, du liebst mich doch?« folgt nur ein »Na klar.« Auch die Ehe von Lianes Schwester Rosine (Anita Keller) mit ihrem Hans-Dieter (Werner Becker) funktioniert nach diesem Muster. »Ein Gen weniger, und du hätt’st Borsten und ein Ringelschwänzchen« muss sich der Pantoffelheld anhören – im »Wochenende voller Zärtlichkeiten« die Grundlage für eine jahrzehntelange Ehe. Kaum eine Zutat temperamentvollen und temporeichen Volkstheaters haben die Gesetzbücher bei ihrem Menü vergessen: Nachbar Fritz (Alois Miltenberger) erfüllt alle Bedingungen für eine Einstellung bei einer volkstümlich-harmlosen Spielart der Stasi, und Nachbarin Gudrun (Daniela Schmitt) ist die Personifikation der Neugier und des Schmarotzertums. Besucherin Lotte (Alexandra Seufert) spielt mit zum Brüllen komischer Naivität und L-Schwäche eine verhinderte Schauspielerin, Eleonore Knapp mit ihrem komödiantischem Talent gibt eine 75-jährige Großmutter, die sich angeblich einen jungen Geliebten anlacht, um aus dem langweiligen Altenheim zu entkommen, und dieser Geliebte (Udo Seufert) macht seinem Namen Buntspecht alle Ehre. Neben den durchweg überzeugenden Auftritten aller Akteure besonders erfreulich: Im »Wochenende voller Zärtlichkeiten« verzichten die Gesetzbücher auf den maroden Charme von Bauernstuben und aufgesetztem oberbayerischem Flair. Bühnenbild ist hell und modern Das Bühnenbild ist hell und modern. Julia, die Tochter von Egon und Liane – mit guter Gestik und Mimik von Daniela Wolz verkörpert – bringt die Stimme der realistischen, taffen Jugend auf die Bühne, und auch die drei Tänzer in Nikolauskostümen mit Fritz’ Neffen Florian (Marco Spall) an der Spitze sorgen dafür, dass beim Volkstheater das 21. Jahrhundert an die Tür klopft – ohne dass die bewährten und beliebten Versatzstücke des Genre auf der Strecke blieben: Die Besenkammer ist wirklich unverzichtbar, Küsse im Dunkeln und wilde Verwechslungen kommen nicht zu kurz, und eine 75-Jährige mit »Ferz im Kopf« garantiert Lachsalven. Alles ist stimmig und mit Liebe zum Detail von Regisseur Reinhold Keller inszeniert und wird von einer bewährten Mannschaft hinter den Kulissen mit Phantasie und Sorgfalt zum Erfolg geführt. Kein Wunder, dass die Aufführungen fast ausverkauft sind, und so mancher Satz im lauten Lachen des Publikums untergeht. Heinz Linduschka
Tempo, Witz und Lachsalven – „Gesetzbücher“ auf der Bühne
Seit Samstag gibt es „Ein Wochenende voller Zärtlichkeiten“ in Mönchbergs Pfarrheim
Mönchberg: Die Premiere am 6. März 2010 war eine kurzweilige, temperamentvolle und witzige Aufführung, die Regisseur Reinhold Keller zusammen mit seiner Truppe auf die Bühne gezaubert hatte. Die Geschichte eines Silberhochzeitspaares, bei welcher der Ehemann den Termin vergessen hat und nun verzweifelt nach einem geeigneten Geschenk sucht. Das Publikum war mit all den menschlichen Schwächen, die zu Tage traten, belustigt, und brach immer wieder in lauten Szenenbeifall aus.
Die nächsten Aufführungen im Pfarrheim, Mönchberg: Freitag, 12./19.26. März (20:00 Uhr) Samstag, 13./20/27 März (20:00 Uhr) Sonntag, 14./21./28 März (18:00 Uhr) In der VfL-Turnhalle, Mönchberg: Freitag, 23. April, Samstag, 24.April, Freitag, 7.Mai, Samstag, 8.Mai jeweils um 20:00 Uhr Auskunft und Kartenbestellung im „Kreativity“, Telefon oder Fax: 09374/2813. Nähere Informationen gibt es im Internet: www.diegesetzbuecher.de.
Auch in diesem Jahr möchten „Die Gesetzbücher“ versuchen mit einem neuen Theaterstück den Zuschauern einen vergnügten, sorglosen Abend zu bieten. Lassen Sie sich überraschen von dem Lustspiel mit dem Titel „Ein Wochenende voller Zärtlichkeiten“.
Karten sind ab sofort bei Corina Hagel im „Kreativity“ in der Hauptstraße erhältlich. Auch in diesem Jahr gelten die seit Jahren bekannten Eintrittspreise von 7,00€ (Kinder 3,50€) Die Preise wurden bewußt nicht erhöht, damit nicht der Geldbeutel sondern nur die Lachmuskeln strapaziert werden.
Unsere Aufführungstermine in Mönchberg:
Samstag
06.März.2010
20:00 Uhr
Pfarrheim
Freitag
12.März 2010
20:00 Uhr
Pfarrheim
Samstag
13. März 2010
20:00 Uhr
Pfarrheim
Sonntag
14. März 2010
18:00 Uhr
Pfarrheim
Freitag
19. März 2010
20:00 Uhr
Pfarrheim
Samstag
20. März 2010
20:00 Uhr
Pfarrheim
Sonntag
21. März 2010
18:00 Uhr
Pfarrheim
Freitag
26. März 2010
20:00 Uhr
Pfarrheim
Samstag
27. März 2010
20:00 Uhr
Pfarrheim
Sonntag
28. März 2010
18:00 Uhr
Pfarrheim
Freitag
23. April 2010
20:00 Uhr
VfL-Turnhalle
Samstag
24. April 2010
20:00 Uhr
VfL-Turnhalle
Freitag
07. Mai 2010
20:00 Uhr
VfL-Turnhalle
Samstag
08. Mai 2010
20:00 Uhr
VfL-Turnhalle
Die Bewirtung im Pfarrheim liegt in den bewährten Händen der Pfarrgemeinde, in der VfL-Halle werden wie gewohnt die Leckereien und Köstlichkeiten aus der Theaterküche serviert.
Und pssstt… ein Geheimtipp: unter www.dieGesetzbcher.de finden Sie vorab weitere Infos zum Stück sowie viele interessante Details und Bilder über uns und unsere bisherigen Stücke. Falls Ihnen die Seite gefällt über Gästebucheinträge freuen wir uns immer. Ihre „Gesetzbücher“
14 Aufführungen der Mönchberger Gesetzbücher im Pfarrheim und in der VfL-Halle – Kartenvorverkauf läuft
Mönchberg. Wer derzeit die letzen Proben im Mönchberger Pfarrheim besucht, merkt, dass der Text schon gut sitzt, und Regiesseur Reinhold Keller Hand an die letzen Feinheiten der Betonung und des Spiels legt, damit es wirklich »Ein Wochenende voller Zärtlichkeiten« gibt, wenn sich am 6. März der Vorhang zur Premiere hebt.
Mönchberg. Wer derzeit die letzen Proben im Mönchberger Pfarrheim besucht, merkt, dass der Text schon gut sitzt, und Regiesseur Reinhold Keller Hand an die letzen Feinheiten der Betonung und des Spiels legt, damit es wirklich »Ein Wochenende voller Zärtlichkeiten« gibt, wenn sich am 6. März der Vorhang zur Premiere hebt.
Seit 23 Jahren für gute Zwecke Mit drei Sketchen hat vor 23 Jahren eine Serie von Aufführungen begonnen, mit denen seitdem die Akteure der Mönchberger »Gesetzbücher« Theaterfreunde von Nah und Fern Jahr für Jahr begeistern und viel Geld für gute Zwecke einspielen. Drei Akte lang mit zwei Pausen bei einer Gesamtspieldauer von zweieinhalb Stunden wird es auch heuer wieder hoch hergeben, wenn die »Gesetzbücher« »Ein Wochenende voller Zärtlichkeiten« versprechen und dabei so reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Überfordert wird niemand von dem Geschehen auf der Bühne. Schließlich warten alle auf witzige Charaktere,
dieses »Wochenende voller Zärtlichkeiten«. Die Silberhochzeit fällt auf Silvester, und sie möchte diesen Tag ganz allein mit Egon genießen. Alles sieht gut aus: Schließlich haben sich ihre Schwester Rosine und deren Mann Hans-Dieter (Anita Keller und Werner Becker) nicht angemeldet. Mutter Amanda (Eleonore Knapp) soll im Seniorenheim bleiben, und Tochter Julia – im Wechsel spielen Daniela Wolz und Marina Schreck diese Rolle – will bei einer Freundin den Jahreswechsel feiern. Nicht alles geht glatt Aber natürlich läuft längst nicht alles glatt: Egon hat das Jubiläum vergessen und schafft es auch nicht, in letzter Sekunde bei der Nachbarin Gudrun (Daniela Schmitt) Spitzenunterwäsche für seine Frau als Geschenk zu kaufen.
Auch Nachbar Fritz (Alois Miltenberger) und dessen Neffe Florian (Marco Spall) versagen als letzte Rettung. Als dann doch die ganze Verwandtschaft aufkreuzt zusammen mit dem Schauspieler Rolf (Udo Seufert), mit Lotte (Alexandra Seufert) und mit zwei Tänzern (Erich Österlein und Reinhold Keller), ist das Chaos komplett. Der Zuschauer erfährt, ob tatsächlich »jeder Mensch käuflich« ist, es wirklich besser ist, den Ausdruck »Neger« durch »maximal pigmentiert« zu ersetzen. Seit vier Monaten proben die Akteure, in letzter Zeit drei- bis viermal pro Woche. Immerhin wird es bis zum 8. Mai 14 Aufführungen im Pfarrheim und in der VfL-Turnhalle geben.
Heinz Linduschka – Auszug aus Main-Echo vom 06.02.2010
Vertreter der fünf Laienspielgruppen, die vom 15. bis 19. März das Programm der „Distelhäuser Bauerntheatertage“ bestreiten, stellten sich und ihre Stücke am Donnerstag in der Brauerei vor. In der „Alten Füllerei“ bleibt noch viel zu tun, um daraus jenen Raum zu machen, der die „Bretter, die die Welt bedeuten“ als Bühne für ein über 200-köpfiges Publikum bietet. Doch die Organisatoren der Distelhäuser Brauerei sind Zuversichtlich, denn die erforderlichen Arbeiten werden nach ihren Aussagen plan- und zeitgerecht durchgeführt. Bild: Jankowsi
Distelhäuser Bauerntheatertage vom 15. bis 19. März
Fünf Gruppen aus 60 Bewerbern ausgewählt Laienspielgruppe
Niklashausen bestreitet Auftakt / Jeweils 230 Sitzplätze in der „Alten Füllerei‘
Distelhausen. Einem aktuellen Trend zur neuen Kulturbeflissenheit bietet die Distelhäuser Brauerei in der Gemeinde im wahrsten Sinne des Wortes den erforderlichen Raum: Sie lädt vom 15. bis zum 19. März zu fünf vergnüglichen Abenden ein, die unter dem Motto „Distelhäuser Bauerntheatertage“ stehen und an denen sich fünf Laienspielgruppen aus der Region präsentieren. Spielort wird die „Alte Füllerei“ der Brauerei sein, in der noch kräftig gearbeitet werden muss, um einen zünftigen Theatersaal daraus zu machen. Eine erfolgreiche Kabarett-Veranstaltung habe dem Organisatorenteam der Distelhäuser Brauerei Mut gemacht, betonte Geschäftsführer Stefan Bauer bei der Vorstellung des Programms. Bauern- und Laieiitheater seien sehr im Kommen, es gründeten sich hier und dort neue Gruppen, so dass man sich entschlossen habe, dem Kulturprogramm der Regionen ein weiteres Stück an Attraktivität hinzuzufügen. Bei der entsprechenden Ausschreibung hätten sich über 60 interessierte Ensembles gemeldet, allein diese Tatsache zeuge von einer großartigen Resonanz. Es sei doch recht schwer gewesen, daraus letztlich fünf auszuwählen, die nun die „Distelhäuser Bauerntheatertage“ bestritten. Zudem stehe eine Ersatzgruppe bereit, um in irgendeinem Notfall einspringen zu können. In der „Alten Füllerei“ werden pro Spielabend 230 Sitzplätze zur Verfügung stehen, aber der Veranstalter dürfte nicht eine Brauerei sein, wenn er das Rahmengeschehen nicht in besonderer Weise „dekorieren“ würde. So ist der Einlass jeweils schon ab 18 Uhr, es werden kleine Speisen und Getränke serviert und gleichermaßen
steht musikalische Unterhaltung auf dem Programm, bevor dann um 20 Uhr die Laienspieler die Bühne beherrschen. Den Auftakt bestreitet am Mittwoch, 15. März, die seit 1981 existierende Laienspielgruppe aus Niklashausen mit der Aufführung „Sayonara Niklashausen“. Sie stellte sich jetzt in Distelhausen als Ensemble vor, das regelmäßig spiele und weitgehend noch mit dem gleichen Personenkreis agiere, der auch schon bei der Gründung aktiv gewesen sei. Das Stück berichtet „darüber, wie in dem kleinen Ort Niklashausen ein Gast aus der Partnerstadt im fernen Japan erwartet wird. Dazu beschließt der Gemeinderat in einer aufregenden Sitzung, dem fernöstlichen Gast einen Aufenthalt in einer einheimischen Familie zu bieten. Welche Probleme sich daraus ergeben, das wird auf der Bühne des „Distelhäuser Bauerntheaters“ zu erleben sein. Einen Tag später gastiert die Gruppe „Die Gesetzbücher Mönchberg“ mit der „Power Paula“, bei der es sich um Oma Drinberger handelt, die unerwartet in eine Familienfeier platzt, nachdem sie aus dem Altersheim ausgerissen war und von der Polizei bei ihrem zeitweisen Leben „unter den Brücken“ aufgegriffen wurde. Auch hier ist also für entsprechende Bühnen-Überraschungen gesorgt. Für die „Gesetzbücher“ aus dem Spessart mache das Theaterspiel einen Riesenspaß, zwölf Mal werde das Stück insgesamt aufgeführt. Am Freitag, 17. März, steht „Der ledige Bauplatz“ mit der Laienspielgruppe Erbshausen auf dem Programm. Ihre Gründungsgeschichte geht schon auf das Jahr 1913 zurück, damit ist sie die älteste Gruppe im Raum Würzburg/Schweinfurt. Das
fränkische Stück berichtet von der ältester Tochter Berta, die laut Testament des Vaters so lange bei ihren Schwestern bleiben darf, bis sie verheiratet ist. Welche Komplikationen auftreten, weil die arbeitsscheue Berta Bier, Schnaps und Zigarette liebt und die Männer nur als lästiges Übel betrachtet, ist vorprogrammiert. „Theater auf der Küchenbank“ heißt es dann am Samstag in Distelhausen, zu Gast wird das „Theater am Märzenbach“ aus Krautheim-Unterginsbach sein. Seit 198 aktiv, wechseln die Akteure recht stark wobei es nicht unbedingt leicht ist, in einer Gemeinde mit 200 Einwohnern diese Bemühungen erfolgreich zu gestalten. Dargestellt wird, zu welchen Verwechslunge und Missverständnissen es kommt, wenn die Bäuerin die Nase von der Landwirtschaft voll hat und sich dem Touristengeschäft widmet. Während die vier Gruppen Mundard Vorstellungen bieten, kommt mit den „Gauklern“ vom Theaterverein Lohr das Hochdeutsche zu seinem Recht. Aus der VHS-Arbeit vor fünf Jahren etabliert, berichten sie diesmal von „einem ungleichen Paar“. Sechs Freundinnen treffen sich wöchentlich zum Spiel „Trivial-Pursuit“, ein Alibi, um über das reden zu können, was wirklich interessiert: Typen und Sex. Mit dem Auftauchen der charmanten spanischen Brüder Jesus und Manola wird es turbulent, der. Verlauf des chaotischen Durcheinanders ist am Sonntag, 19. März auf der Bühne des „Distelhäuser Bauerntheaters“ in voller und amüsanter Länge zu erleben.
»Gesetzbücher« spielen Whisky, Geld und fauler Zauber
Mönchberg Die Theatergruppe »Die Gesetzbücher« spielt das Stück »Whisky, Geld und fauler Zauber« in der VfL-Turnhalle jeweils ab 20 Uhr am Freitag, 8. Mai, Samstag, 9. Mai, Freitag, 15. Mai und Samstag, 16 Mai. Graf Edmund macht sich mit seinem Butler James auf den Weg zum Geburtstag der reichen Edelgunde. Sie hat alles: Geld, Schmuck, schöne Kleider. Was ihr fehlt, ist ein Adelstitel, den sie durch die Heirat mit
Edmund erlangen möchte.
Edmund und James haben auf der Fahrt eine Reifenpanne und kommen so zur Pension Waldesruh, die von Charlotte und Lene bewirtschaftet wird. Gar nicht traurig über die Panne beschließen Edmund und James ein paar Tage auszuspannen. Doch ans Ausspannen ist nicht zu denken: Der Flaschengeist Jack – ein Vorfahre von Edmund – erscheint und stellt Forderungen. Kurz danach reisen Edelgunde, Veronika und das Dienstmädchen Susanne an. Als sich dann noch Siggi einschleicht, wird klar, er hat kriminelle Machenschaften im Sinn. Dann wohnt da noch in der Nachbarschaft die Kräuter-Wally. Sie hat für Alles und Jeden ein Mittelchen parat, die aber von Jack vertauscht werden. (Auszug aus dem Main-Echo vom 06.05.09)
11. Unterfränkische Mundarttheatertage in Leidersbach
Es war dieses Mal so ziemlich alles anders, als man es sonst beim und vom Unterfränkischen Mundarttag gewohnt war. Zehn Mal war dieser Tag im Freilandmuseum in Fladungen abgehalten worden. Erstmals nun wanderte die bei so vielen Mundartfreunden ungemein beliebte Veranstaltung vom nördlichen in das westliche Unterfranken, nach Leidersbach im Spessart. „Deater, Mussigg, Gebabbel“ nannten es diesmal die Organisatoren, die Theatergruppe Hutzelgrund mit ihrer immer fröhlichen und ungemein aktiven Leiterin Rosi Aulbach. Der in Fladungen in den Vorjahren stets vorherrschende Dialekt der Rhöner und Grabfelder Theater-gruppen wurde nunmehr abgelöst vom mainfränkischen Dialekt des westlichen Spessart, dem Aschaffenburger Dialekt, welcher mit vielen hessischen Begrifflichkeiten ja bereits durchwachsen ist. Da wurde wirklich richtig munter drauf los gebabbelt. Da las Karl Schmitt aus Volkersbrunn aus seinem ganz neuen Gedicht- und Geschichtsbändchen, Hedi und Burkard Eckert hatten demgegenüber ihre Geschichtchen in lustigen Liedern verpackt. Die Winterwanderer mit Gesang und musikalischer Begleitung wiederum brachten Heimatlieder zum Vortrag, so „De Bu vom Spessarttal“ oder „De Ebbelwoi“.
Bei Gertrud Stegmann aus Rossbach wiederum konnten sich die Zuhörer über „De Bocksbeitelrunde“ amüsieren. Theater wurde ebenfalls gespielt. Eine ganz und gar herausragende Leistung zeigte gleich zwei Mal die Gruppe „Die Gesetzbücher“ aus Mönchberg, welche auf unbeschreiblich witzige und brillante Art „Die Rechenaufgabe“ löste. Mit viel Beifall bedacht wurde auch ihr zweiter Auftritt, welches sich „Andromedar“ nannte. Karlo Stolz aus Amorbach las ebenfalls aus seinem Buch selbst verfasste und teilweise auch selbst erlebte Geschichten vor. Mit viel Beifall bedacht wurde hierbei „De Sau, des is e Pinguin“ oder auch „Bei uns, da musste Semmel sache“. Die Thea-tergruppe aus Niedernberg wiederum glänzte mit „Nirrenbercher Gschichten“ und die Theatergruppe aus Heimbuchenthal, dem Nachbarort von Leidersbach, spielte einige Szenen aus dem von ihrem Leiter Friedbert Kunkel verfassten Heimatstück „Dein Wille geschehe“. Natürlich war das Hutzelgrundtheater selbst dabei, die das Kurzstück „Im Reisebüro“ unter frenetischem Beifall in Szene setzte. Das über vierstündige Programm des Samstages wurde ergänzt mit weiteren Vorträgen, Musik und Gesangseinlagen von Walfried Schwarzkopf aus Sulzbach und den Poststammtischsängern aus Pflaumheim. Auch am Sonntag war die Turnhalle der Gemeinde Leidersbach sehr gut gefüllt, als Veronika und Jürgen Klose das Programm begannen unter dem Motto“ Henz hömm mir unnern Mundartdooch“. Sie erhielten viel Beifall für ihre Grasselder (Greßthal) Gschichtlich, immer dezent untermalt von Gitarre und Flö-te.
Linus Kunkel aus Neuhütten wiederum meinte ganz nebenbei, das was er zu erzählen habe, sei „scho e Wälle här“. Richtig herzhaft lachen konnten die Zuschauer dann vor allem auch auf die gar nicht ernst gemeinten Kalauer in echter Grabfelder Mundart von Fredi Breunig von der Theatergruppe Großeibstadt. Das Ehepaar Edeltraud und Bruno Bohlender aus Volkersbrunn sangen zwischendurch das Liedchen von der „Wertshausuhr“ und „De Grieneboamslies“. Ebenfalls gesanglich dabei waren die Hawischer (Haibach) Buchfinken mit ihrer Leiterin Heidrun Schmitt und „Lieder un Gebabbel aus Hawisch“. Die MundARTisten aus Üttingen schließlich sind die Gastgeber der 20. Gesamtfränkischen Theatertage, welche im kommenden Frühjahr am 27. und 28. März stattfinden werden. Sie stellten sich vor mit dem Kurzstück „Die Macht der Musik“. Weiterhin dabei waren Jutta Roth aus Waldaschaff, Resi Schnaus aus Dettingen und die Theatergruppe Rampenlicht aus Erlenbach mit einigen Szenen aus dem Stück „Bleiwe losse“. Mit großem Beifall bedacht wurden darüber hinaus die Beiträge von Peter Elsesser und Konrad Weigel Weigel aus Aschaffenburg, Agnes Müller aus Keilberg und schließlich Irmes Eberth vom Autorenverband Aschaffenburg.