Presse

  • Main-Echo vom 7.05.2012

    Main-Echo vom 7.05.2012

    Bischof Friedhelm Hofmann ehrt »Die Gesetzbücher«

    04.05.2012 – Mönchberg – Bischof Friedhelm Hofmann ehrt „Die Gesetzbücher“ Foto: Ralf Hettler
    04.05.2012 – Mönchberg – Bischof Friedhelm Hofmann ehrt „Die Gesetzbücher“ Foto: Ralf Hettler

    Mönchberg
    Einen ganz besonderen Gast konnte die Mönchberger Theatergruppe »Die Gesetzbücher« am Freitagabend in der VfL-Halle begrüßen. Unter den Besuchern des Theaterstücks »TuS Wadenkrampf« war auch Bischof Friedhelm Hofmann. Doch das Oberhaupt des Würzburger Bistums war nicht nur aus Würzburg angereist, um sich die Aufführung anzuschauen. Im Anschluss an das Stück übernahm der Bischof selbst die Regie auf der Bühne. Er zeigte sich nicht nur von der Aufführung begeistert, sondern auch vom Engagement der Laienschauspielgruppe in den vergangenen 25 Jahren.
    Gemeinsam mit Dekan Franz Leipold (ganz rechts) und Mönchbergs Bürgermeister Thomas Zöller ehrte er die Akteure der Laienspielgruppe mit einer Dankurkunde dafür, dass sie über all die Jahre ihrer Aktivitäten die Pfarrgemeinde und das kirchliche Leben aus den Erlösen ihrer zahlreichen Theateraufführungen kontinuierlich mit Spenden von inzwischen über 150 000 Euro unterstützt haben. rah/Foto: Ralf Hettler

    Bischof Friedhelm Hofmann ehrt »Die Gesetzbücher«

  • Main-Echo vom 27.03.2012

    Main-Echo vom 27.03.2012

    Jubiläumsfeier mit viel Witz und Tempo

    Theater: 25 Jahre Mönchberger Gesetzbücher mit »TuS Wadenkrampf im Showfieber« – Karten für weitere Vorstellungen im Kreativity

    Mönchberg Aufführungen der Gesetzbücher sind seit 25 Jahren ein kultureller und vor allem ein gesellschaftlicher Höhepunkt im Leben des Höhenorts. Zum »silbernen« machten die Akteure nun sich und der Marktgemeinde das schönste Geschenk: den witzigen, turbulenten Dreiakter »TuS Wadenkrampf im Showfieber«.

    Franz (Werner Becker) will sich vom »Krampfaderngeschwader« Agathe (Michaela Goihl), Wilma (Renate Miltenberger) und Lore (Anita Keller) nicht beeindrucken lassen.Foto: Heinz Linduschka

    Was in zweieinhalb Stunden an Dialogen, Wortwitz, mal derben, mal »hinterfotzigen«, mal fast philosophischen Sprüchen auf die Zuschauer niederprasselte, ließ keine Langeweile aufkommen und sorgte für beste Laune. Um die alte Konkurrenz zwischen Mann und Frau, die angeblich nicht zusammen passen und dann doch Jahrzehnte lang miteinander leben, geht es im Stück, in dem die Altherrenmannschaft des TuS Wadenkrampf nach einer tollen Idee sucht, um das 75-jährige Vereinsbestehen eindrucksvoll, aber möglichst preiswert auszurichten.

    Ausnahmslos gute Akteure

    Eine eher einfache, durchschaubare Story, die von den ausnahmslos gut spielenden Akteuren auf der Bühne und von der intensiven, souveränen Regie Reinhold Kellers bis in kleine Gesten und Mimikversionen stimmig inszeniert und mitreißend präsentiert wird.
    Werner Becker spielt den verwitweten Vereinswirt Franz mit harter Schale und weichem Kern, der Mühe hat, die Avancen der wieder einmal unwiderstehlich-lustigen Eleonore Knapp als Eusebia abzuwehren, wenn die ihn zum »Duell in Dirndl und Lerrerhos mit zweistelligem Lied« auffordert. Dazu bekommt er es noch mit seiner Schwester – ein komisches Naturtalent: Alexandra Seufert – und mit seinem Sohn Sebastian zu tun.
    Der »Neuling« Chris Wipper spielt den sympathischen »Faulpelz« mit natürlichem Charme. Alois Miltenberger gibt den Opa mit bewährter Widerspenstigkeit.

    Der Kalle Hauser des Erich Österlein hält die schwierige Balance zwischen komischer Figur und Anflügen von sensiblem Künstlertypus. Michaela Goihl schafft es locker, Witz, Schlagfertigkeit und Haare auf den Zähnen in der Figur der Agathe zur Deckung zu bringen. Marco Motzel stellt den jungen und nicht selten verzweifelten Trainer der Alten Herren überzeugend auf die Bühne.
    Ganz besonders wichtig: Zwei Ehepaare, die beweisen, dass man »Geschlechterkampf« auch mit viel Witz zelebrieren kann. Denn am Ende geht bei Volksstücken wie diesem ja doch alles gut aus.

    Lange unterm Pantoffel

    Wilma (Renate Miltenberger) hat ihren Gerd (Gebhard Motzel) lange Zeit fest unter dem Pantoffel, bis der sich schließlich emanzipiert und Wilma fast am nicht ganz so langen Arm verhungern lässt. Ganz anders geht es bei Uwe (Udo Seufert) und Lore (Anita Keller) zu. Hier muss der sympathische Macho erleben, wie seine Lore plötzlich ihre Begeisterung für Schnaps entdeckt und sich zum Mitglied im »tanzenden Krampfadergeschwader« entwickelt. Schnell müssen die Männer erkennen, dass sie mit ihrem urkomische Männer-Cancan keine Chance beim Wettbewerb »Mönchberg sucht den Superstar« gegen den elegant-witzigen Auftritt ihrer besserer Hälften mit leuchtend roten Perücken haben. Sie müssen miterleben, wie die nimmermüde Eusebia ihren Verlobten, den »Pekinesen«, vorstellt. Dieser »Pekinese« mit schwarzer Perücke ist Regisseur Keller, der auch auf der Bühne den verdienten Riesenbeifall für alle Akteure genießen durfte.

    Beifall und Buhrufe

    Gittes Behauptung, »Das männliche Gehirn verträgt mehrere Aufgaben auf einmal nicht«, erntete Beifall von weiblicher und Buhrufe von männlicher Seite, so dass Schriftführer Gerd die Einladung an den Landrat zum Jubiläum mit »Ohang« und dem Satz »um vollständiges Erscheinen wird gebeten« beendete. Gerd blieb es vorbehalten, einen Ausflug in die Philosophie zu starten: »Ein Feigling ist ein Mensch, bei dem der Selbsterhaltungstrieb noch funktioniert.« Ein rundum gelungener
    Theaterabend der lustigen Sorte, bei dem wieder einmal die Souffleuse Ludwina Weis arbeitslos blieb und ernsthaft darüber nachdenkt, in Zukunft ihr Strickzeug in den Souffleurkasten mitzunehmen. Ein Stück, in dem Maske, Frisur und Bühnenbild den idealen Rahmen für das gekonnte Spiel lieferten. Auch Technik und vor allem die Bewirtung in den beiden Pausen ließen keine Wünsche offen.
    Die erste Hälfte im Spiel des TuS Wadenkrampf ist mit sieben Aufführungen zu Ende gegangen, die zweite Hälfte wird am kommenden Wochenende angepfiffen. Für die folgenden »Spiele« im Mönchberger Pfarrheim gibt es Restkarten: Freitag, 30. März, und Samstag, 31. März, jeweils 20 Uhr; 1. April, 18 Uhr. Heinz Linduschka

    Eintrittskarten auch für die Aufführungen in der VfL-Turnhalle am 27. und 28. April sowie am 4. und 5. Mai, jeweils 20 Uhr im Kreativity, Aschaffenburger Straße 4 in Mönchberg, Tel. und Fax 0 93 74 /28 13.

  • Wochenblatt 07.März 2012

    Wochenblatt 07.März 2012

    Für uns bedeuten die Bretter die Welt

    „Ich liebe es, Theater zu spielen.
    Es ist so viel realistischer als das Leben“, dieser Ausspruch
    stammt von Oscar Wilde (1854 – 1900) und hat nichts an seiner
    Aussagekraft verloren.

    Nicht nur auf den großen Bühnen in den Metropolen dieser Welt
    wird mit viel Passion Theater gespielt, sondern auch im Miltenberger Landkreis gibt es immer wieder hervorragende Aufführungen. Mit Laiendarstellern, die
    ihr Herz an das Theater verloren haben und weder Zeit noch Mühe
    scheuen, um auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu stehen und
    das Publikum in ihren Bann zu ziehen.
    In vielen Gemeinden und Städten haben sich Laientheatergruppen
    zusammengefunden um im kleineren oder größeren Rahmen
    Aufführungen zu geben, die unsere Kulturvielfalt aufs Amüsanteste unterstützt.
    Ein gutes Beispiel wie ansteckend der Theatervirus sein kann,
    ist die Theatergruppe „Die Gesetzbücher“ aus Mönchberg. Anita Keller und Renate
    Miltenberger, zwei Gründungsmitglieder der Mönchberger Theatergruppe, erzählen, wie es zur
    Gründung der „Gesetzbücher“ kam und woher der ungewöhnliche Name stammt: „Die Mönchberger Bürger sind früher dafür bekannt gewesen, dass sie alles
    etwas genauer nehmen, deshalb wurde ihnen der Spitzname
    ´Die Gesetzbücher´ verpasst. Da wir Mönchberger sind und unsere Stücke auch immer
    an das örtliche Geschehen anpassen, haben wir diesen Namen für unsere Theatergruppe einfach übernommen. Die Theatergruppe wurde wieder ins Leben gerufen, weil für
    die Pfarrheimrenovierung eine Einnahmequelle gesucht wurde.
    Da rief Burkhard Bösel zur Gründung einer Theatergruppe auf.
    Am Anfang war der Andrang noch recht schwach. Erst bei weiteren
    Treffen gelang es dem Initiator, eine kleine Gruppe von kunterbunt
    zusammengewürfelten Leuten zu bewegen, eine alte Theatertradition – in Mönchberg wurde bereits in den 50er und 60er Jahren Theater gespielt – wieder aufleben zu
    lassen. In dem damals noch alten Pfarrheim, besser als die ´Anstalt´
    bekannt, wurde innerhalb weniger Wochen unter der Regie von Rudi
    Stauder drei Sketche einstudiert. Die Mittel waren primitiv und mit
    viel Herzklopfen hatten die Akteure im Juni 1987 zum Pfarrfest die
    erste Premiere.“  Ein gutes Beispiel wie ansteckend der Theatervirus sein kann, ist die Theatergruppe Bei der Gründung der Theatergruppe 1987 wurde der Gruppe das Manuskript des Stückes „Lisbethchen
    von Mönchberg“ überreicht, das
    schon 1951 und 1967 gespielt wurde. 1992 wurde dieses Stück im
    neuen Pfarrheim in historischen Gewändern aufgeführt.
    In diesem Jahr können „Die Gesetzbücher“ auf 25 Jahre Theater
    zurückblicken. Jahre, in denen sie ihr Publikum immer wieder mit
    neuen Stücken überraschten und erfreuten. Bis heute sind sie kein
    Verein, sondern eine Art „Untergruppe des Pfarrgemeinderats“.
    Renate Miltenberger: „Der Applaus ist unser Lohn, denn wir spenden
    alle Einnahmen nach Abzug unserer Kosten für die Aufführung.“

    Alle Jahre wieder

    Alle Jahre im September beginnt die Suche nach den passenden
    Stücken. Es werden Theatervorlagen bestellt und dann lesen sich
    Frau Keller und Frau Miltenberger durch die vielen Manuskripte,
    bis sie etwas Geeignetes gefunden haben. Anschließend ist der Regisseur Reinhold Keller gefragt, denn er schreibt die Stücke so um, dass sie sowohl für die ca. 10 Schauspieler des Ensembles als auch für Mönchberg optimal zugeschnitten sind. Reinhold Keller hat schon
    einige Seminare bei Profis absolviert, denn er hat ebenso wie das
    ganze Team den Anspruch, jedes Jahr besser zu werden.
    Anschließend beginnen die Proben, die ein- bis zweimal pro Woche bis zur Aufführung im März stattfinden. „Für die Proben steht uns das Pfarrheim zur Verfügung,
    die meisten Kostüme sind von Leuten gespendet und das Möbelhaus
    Sandt aus Großheubach stellt die Möbel und die Dekoration für die
    Bühne. Was uns dann noch fehlt, leihen wir von anderen Theatergruppen, denn wir verstehen uns untereinander alle sehr gut. So können wir unsere Ausgaben gering halten und mehr spenden“, erklärt Anita Keller. „Bei unserem ersten Auftritt brauchten wir noch Baldrian“, amüsiert sich Renate Miltenberger,
    „später tat es ein Glas Sekt und heute sind wir so routiniert, dass
    wir einem Neuling,
    der vielleicht mal einen Hänger hat, problemlos
    weiterhelfen können. Jede Szene ist so oft geprobt, das gibt große Sicherheit. Etwas Lampenfieber vor den Auftritten gehört allerdings auch dazu.“ Anita Keller fügt an:
    „Es ist wichtig, dass man sich in seine Rolle gut reinversetzen kann
    und natürlich spielt. Was man spricht, sollte man auch machen,
    denn Körpersprache, Gestik und Mimik machen einen guten Schauspieler aus.“
    Beide Laiendarstellerinnen sind sich einig, dass sie das Theater
    spielen nicht missen möchten, und erleben es als eine große Bereicherung. „Schon im Sommer werden wir kribbelig und warten auf ein neues Stück für die Vorstellung im
    kommenden Jahr.“ In diesem Jahr steht die Komödie „TuS Wadenkrampf im Showfieber“ auf dem Programm und die Lachmuskeln der Zuschauer werden
    wieder tüchtig strapaziert werden. Überhaupt spielt die Truppe gerne
    Komödien, denn „die Menschen sollen einen Abend lang nur Spaß
    und Freude haben und abschalten können“, so Renate Miltenberger.
    Frisches Blut für das Ensemble wird bei den „Gesetzbüchern“ immer gebraucht, vor allem für Jugendliche oder junge Erwachsene gäbe es noch Rollen zu besetzen.
    -L.S.-

  • Main-Echo vom 28.März 2012

    Main-Echo vom 28.März 2012

    Wadenkrampf mit Witz und Schwung

    Mundarttheater: Mönchbergs »Gesetzbücher« präsentieren sportlich-turbulente Jubiläumskomödie – Kartenvorverkauf

    Mönchberg Seit 1987 gibt es die Mönchberger »Gesetzbücher«, eine Theatertruppe, die seit 25 Jahren für beste Laune nicht nur im Luftkurort sorgt. Heuer wird es die 300ste Aufführung geben und man ist sicher, in dieser Saison den 50 000sten Besucher begrüßen zu können.Spaß ist auch beim Jubiläumsstück wieder garantiert, wenn sich am kommenden Samstag, 10. März, der Vorhang im Mönchberger Pfarrheim zur Premiere des Dreiakters »TuS Wadenkrampf im Showfieber« öffnet.
    Elf alte Hasen, ein Frischling
    Seit September proben zwölf Schauspielerinnen und Schauspieler dort intensiv. Regisseur Reinhold Keller hat wieder dafür gesorgt, dass mit Dialekt, Streichungen und Änderungen aus der in Hochdeutsch gehaltenen Vorlage ein witziges, kurzweiliges und oft zum Schießen komisches Volksstück wird, das – zwei Pausen eingeschlossen – die Zuschauer wieder zweieinhalb Stunden bestens unterhält.
    Elf der Akteure sind »alte Hasen« und sorgen meist schon für Beifallsstürme, sobald sie die Bühne betreten. Ein neues Gesicht wird diesmal aber auch zu sehen sein: Chris Wipper spielt den Sohn des Franz Schreckenbauer, der zusammen mit seiner Schwester die Vereinskneipe des TuS Wadenkrampf betreibt. Im Sitzungszimmer des Vereinsheims spielt die ganze Geschichte.
    Zum Inhalt: Der Verein feiert sein 75-jähriges Bestehen und die Altherrenmannschaft hat sich bereiterklärt, das Jubiläumsfest auszurichten. Blasmusik, Bratwürste, Bier – alles gute Vorschläge, aber keine Renner. Da muss es doch was Besonderes geben!
    Endlich hat Kalle, Gittes heimlicher Freund, die tolle Idee: Eine Show muss her! Erst dachten die Alten Herren an französische Tänzerinnen – aber erstens kosten die viel Geld und zweitens schieben da die Ehefrauen schon einen Riegel vor. Also sucht man Leute, die sich auf die berühmten Bretter trauen, die angeblich die Welt bedeuten sollen.
    Der Andrang ist verblüffend groß. Aber nun gibt es ein großes Problem:

    Die Alten Herren vom TuS Wadenkrampf reden sich über das Jubiläumsprogramm in Rage – Eusebia spitzt die Ohren. Foto: Heinz Linduschka

    Aufführungstermine: TuS Wadenkrampf im Showfieber
    Folgende Aufführungstermine im Mönchberger

    Pfarrheim

    stehen auf dem Programm: 10. März, 20 Uhr (Premiere); 16. und 17. März, jeweils 20 Uhr; 18. März, 18 Uhr; 23. und 24. März, jeweils 20 Uhr; 25. März 18 Uhr; 30. und 31. März, jeweils 20 Uhr; 1. April, 18 Uhr.
    In der

    VfL-Turnhalle:

    27. und 28. April sowie 4. und 5. Mai, jeweils 20 Uhr. (hlin)

    Wie macht man jemandem klar, dass er dafür überhaupt nicht geeignet ist – vor allem dann, wenn es sich um die eigene Frau handelt?
    Turbulente Verwicklungen sind garantiert, wenn im Mönchberger Dialekt zwischen Frauen und Männern die Fetzen fliegen, wenn von »Lippekracher«

    und vom »Männersyndrom« die Rede ist. Da kann Gerd Müllner noch so säuseln »Ich mach doch alles, was du willst, Wilmchen«, die Frauen wehren sich, Lore greift sogar entschlossen erstmals zum Schnaps und Gitte tönt: »Ich such mir einen, der mir gefällt, und wenn er schwul ist.«

    Mönchberg sucht also den Superstar. Und wer weiß, wie chaotisch das bei RTL zugeht, kann sich vorstellen, was da erst bei den »Gesetzbüchern« passieren wird. Heinz Linduschka

    Karten im Vorverkauf im »Kreativity« in der Aschaffenburger Straße 4 in Mönchberg, Tel. und Fax. 0 93 74 / 28 13.

  • Main-Echo 21.07.2011

    Main-Echo 21.07.2011

    Für das kulturelle und soziale Leben

    Mönchberg. Die Mönchberger Gesetzbücher haben mit ihrem Theaterstück nicht nur Tausenden Freude gemacht, mit dem Erlös fördern sie auch heuer das Leben in der Marktgemeinde: Schauspieler und Regisseur Reinhold Keller (rechts) überreichte Ralf Zöller (links) 500 Euro für die Helfer vor Ort aus Schmachtenberg und Dekan Franz Leipold (Mitte) für die Pfarrgemeinde Mönchberg 7600 Euro. Der VfL erhielt 2100 Euro. Die Helfer vor Ort finanzieren sich ausschließlich über Spenden und haben in dieser Spielzeit

    mit ihrem Einsatz dafür gesorgt, dass ein Zuschauer beim Stück ‚Kur mit Schatten‘ einen Herzinfarkt überlebt hat.
    Die Pfarrgemeinde wird das Geld für die laufenden Kosten von Pfarrheim und Kirche und für Renovierungen verwenden, der VfL nutzt die Spende zur Förderung der Jugendarbeit. In 24 Jahren haben die ‚Gesetzbücher‘ 160000Euro für das kulturelle und soziale Leben in Mönchberg gespendet. hlin/Foto: Heinz Linduschka

  • Main-Echo vom 28.März 2011

    Main-Echo vom 28.März 2011

    Bühne frei für Alexandra Seufert

    Zum 250. Mal steht Alexandra Seufert am Samstag mit den Mönchberger Gesetzbüchern auf der Bühne.
    Heuer sorgt sie als Roswitha Maibohm dafür, dass kein Kurschatten an ihren Gatten herankommt.
    Foto: Heinz Linduschka

    Mönchberg:
    Bei der Aufführung von »Kur mit Schatten« am heutigen Samstag ab 20 Uhr in der VfL-Halle feiert Alexandra Seufert ihren 250. Auftritt auf den Brettern, die angeblich die Welt bedeuten. Wenn sie sich heuer als Roswitha Maibohm um ihren Gatten kümmert und alles daransetzt, dass Kurschatten keine Chance bei ihm haben, kommt ihr schauspielerisches Naturtalent von der ersten Minute an voll zur Geltung.
    Ob sie mit Spucke dafür sorgt, dass ihr Gisbert »sauber« bleibt, oder ob sie in komischer Verzweiflung fragt »Warum muss man sich in Männer verlieben? Ich hätt’ so einen schönen Hund anschaffen können«, das Publikum kommt aus dem Lachen kaum noch heraus, sobald Alexandra Seufert die Bühne betritt. Seit vielen Jahren zählt sie zu den Stützen der Mönchberger Gesetzbücher, in diesem Jahr aber hat sie ganz offensichtlich ihre Glanzrolle gefunden. hlin

    Die Mönchberger Gesetzbücher präsentieren »Kur mit Schatten« erneut am Freitag und Samstag, 20. und 21. Mai, jeweils ab 20 Uhr in der VfL-Halle.

  • Main-Echo vom 28.März 2011

    Main-Echo vom 28.März 2011

    Mamma mia, einfach zum Schießen

    Mafia-Lustspiel: Mönchberger Gesetzbücher starten zur »Kur ohne Schatten« – Mitreißender Angriff auf die Lachmuskeln

    Turbulentes Finale: Die Kurgäste werden vom Kommissar und von Mama Vitello mit Pistolen in die Zange genommen.
     
    Foto: Heinz Linduschka

    Mönchberg
    Laute Schimpfkanonaden à la »Mamma mia, Canneloni«, unzählige Schläge auf den Hinterkopf – so sieht es aus, wenn eine witzige Mafiavariante ihr Unwesen im Kurort Mönchberg treibt.
    Offensichtlich hat Regisseur Reinhold Keller mit seinem Team im 24. Jahr der Erfolgsstory der Mönchberger »Gesetzbücher« eine gute Nase bewiesen, als er im Kurort den lustigen Dreiakter »Kur ohne Schatten« wählte, denn so viel Lachsalven und Beifall wie bei der diesjährigen Premiere dürfte es im Pfarrheim noch selten gegeben haben.

    Turbulenzen im rosa Foyer

    Zugegeben: Es wird wieder viel mit Klamauk, mit Slapstick und auch mit Kalauern gearbeitet, aber das störte am Samstagabend niemanden. Turbulent, temporeich und mit meist mitreißender Spielfreude tobten sich die elf Akteure auf der Bühne aus, die in ein Kurhotelfoyer in Rosa verwandelt worden war. Der Portier Thorsten, von Marco Motzel – »Schick bis ins G’nick und wieder zurück« – in einer schönen Mischung aus Diensteifer und Motzhaltung gespielt, konnte den Eindruck gewinnen, nicht in einem Kurhotel, sondern in einer Irrenanstalt hinter dem Tresen zu stehen.
    Eleonore Knapp – wieder zum Schießen komisch – versucht als Mama Vitello mit ihrem Sohn Vincenzo, souverän und wandlungsfähig von Werner Becker verkörpert, das Collier der Gräfin Mathilde von Märthesheimer zu stehlen, von Renate Miltenberg genau so gespielt, wie man sich eine Gräfin vorstellt, die im Kurort Mönchberg kurt. Auch der Anton Häfner des Alois Miltenberger und der Peter Dressler des Erich Österlein erfüllen alle Klischees von kurunwilligen Kurgäste, die unentwegt auf die Suche nach Pizzas und Bier-Sixpacks sind und die Anwendungen als notwendiges Übel hinter sich bringen wollen.

    Spaß bei Slapstick und Kalauer

    Dass beide manchmal dicht an der Grenze zum Slapstick agieren und dabei nur noch vom Kommissarverschnitt Udo Seufert übertroffen werden, der so etwas wie eine Mönchberger Variante der »nackten Kanone« mit viel Spaß am überzogenen Agieren und am Kalauer auslebt, sorgt bei »Kur ohne Schatten« immer wieder für beste Laune im Publikum.
    Den großen Renner im Stück allerdings liefert ein Ehepaar, wobei der Mann von seiner Frau zur Kur gebracht wird: die Figuren der Roswitha und des Gisbert Maibohm sind allein schon das Eintrittsgeld wert. Alexandra Seufert und Gebhard Motzel liefern in diesen Rollen eine Leistung ab, die auch Profis alle Ehre machen würde.
    In begeisternder Naivität fragt sich Roswitha immer wieder: »Warum muss man sich in Männer verlieben? Ich hätt’ so einen schönen Hund anschaffen können.« Und ihr Gisbert braucht fast bis zum Ende des Stücks, um »Ehefrauenspucke auf der Backe« so richtig schätzen zu können. Dann hat der Göttergatte die Angriffe der beeindruckend nervigen Tessa, der temperamentvollen Anita Keller mit den lila Haaren, endlich abgeschlagen, auch mit Hilfe der patenten Krankengymnastin Silke, taff und energisch von Michaela Goihl dargestellt.
    Dass es um den echten oder vermeintlichen Diebstahl eines Colliers geht, ist fast schon Nebensache, so turbulent geht es zwischen den Gästen und Angestellten des Kurhotels zu. Und dass am Ende Vincenzo von der Mafia etwas mit Silke von der Krankengymnastik anfängt, wundert niemanden, denn bei einer Komödie kriegt am Ende ohnehin fast jeder jemanden ab.
    Ohrenfeigenfestivals zwischen Häppchen, alternative Reiseziele wie »Mallorca, Paris und Röllbach«, die besorgte Ehefrau Roswitha, die als eine zum Brüllen komische falsche Gräfin mit schwarzer Brille blind wie ein Maulwurf »unauffällig im Hotelfoyer herumflambiert« und unentschlossen zwischen »beknackt« und »overdressed« schwankt – wer von einer Komödie zwei Stunden lang lustige Unterhaltung ohne eine Minute Langeweile erwartet, kommt bei »Kur ohne Schatten« der »Gesetzbücher« voll auf seine Kosten.
    Dass Ludwina Weis als Souffleuse wieder mal arbeitslos ist, dass die Maske der Helga Becker und die Frisuren der Jessica Schöner genauso stimmig sind wie die Technik, für die Ronald Reinfurt und Mike Haber sorgen, rundet einen gelungenen Abend ab, zu dem man Regisseur Reinhold Keller und seiner Truppe nur gratulieren kann. Heinz Linduschka

  • Main-Echo vom 14.März 2011

    Main-Echo vom 14.März 2011

    Turbulente »Kur mit Schatten«

    Theater: Neue Komödie der »Gesetzbücher« hat am Samstag, 26. März, Premiere im Mönchberger Pfarrheim

    Mönchberg Am 26. März öffnet sich im Pfarrheim Mönchberg wieder der Vorhang zur Theatersaison; bereits am 10. Februar hat der Kartenvorverkauf begonnen. Es ist die 24. Saison der »Gesetzbücher«, die Jahr für Jahr für beste Unterhaltung garantieren und dafür sorgen, dass die Lachmuskeln der Zuschauer strapaziert werden.


    Turbulent geht es im Foyer des Kurhotels »Der rosa Flamingo« zu, wenn die Mönchberger »Gesetzbücher« ab Samstag, 26. März, zur »Kur mit Schatten« einladen. Foto: Heinz Linduschka

    Foto: Heinz Linduschka

    Ganz stilvoll haben die Verantwortlichen in diesem Jahr eine Komödie gewählt, die besonders gut in den Luftkurort Mönchberg passt: »Kur mit Schatten« heißt das Stück in drei Akten mit elf Akteuren, von denen die meisten eingeschworenen »Gesetzbücher«-Fans bestens bekannt sind. Im Foyer eines Kurhotels spielt sich eine turbulente Geschichte ab.
    »Rosa Flamingo« als Schauplatz
    In Kurzfassung und ohne das Ende zu verraten: Gisbert Maibohm ist zur Kur im Kurhotel Zum Rosa Flamingo. Für ihn ist die Kur aber alles andere als erholsam. Gleich nach seiner Ankunft nimmt ihn die nervige Tessa in Beschlag.
    Das gefällt seiner Roswitha, Gisberts Frau, natürlich ganz und gar nicht. Sie spioniert als Gräfin getarnt ihrem Mann nach. Als italienische Kurgäste sich ganz intensiv für die angebliche Gräfin interessieren und beim Tanztee ein wertvolles Collier verschwindet, wird es höchste Zeit, dass ein Kommissar auf der Bühne auftaucht – ohne dass dadurch natürlich Ruhe einkehrt – im Gegenteil!
    »Kur mit Schatten«, eine Komödie mit dem Originaltitel »Unter Bademänteln«, kommt in Mönchberg insgesamt 14-mal zur Aufführung.
    Heinz Linduschka

  • Main-Echo vom 12.08.2010

    Main-Echo vom 12.08.2010

    Gesetzbücher greifen tief in die Schatulle

    Spende: 9200 Euro an Pfarrei und VfL

    Großzügige Spende: Reinhold Keller (links) übergibt den Erlös der »Gesetzbücher«-Aufführungen an VfL-Vorsitzende Renate Jestrich und Kirchenpfleger Klaus Lang.  Foto: privat

    Mönchberg

    Die Laientheatergruppe »Die Gesetzbücher« aus Mönchberg hat ihre Spendenschatulle weit geöffnet. Leiter und Regisseur Reinhold Keller übergab den Erlös der 14 Aufführungen im Pfarrheim Sankt Wendelin und in der VfL-Kultur- und Sporthalle an die Pfarrgemeinde Sankt. Johannes der Täufer und den VfL Mönchberg.
    Kirchenpfleger Klaus Lang nahm in Vertretung von Dekan Franz Leipold 7400 Euro entgegen. VfL-Vorsitzende Renate Jestrich freute sich über einen Betrag von 1800 Euro.
    Wie Keller berichtete, sind die 14 Vorstellungen in Mönchberg von mehr als 2300 Zuschauern besucht wurden. Das sei ein großer Erfolg, da mehr als 80 Prozent der Gäste von außerhalb gekommen seien. Er versprach, alle Fans der »Gesetzbücher« könnten sich bereits auf die nächste Saison (März bis Mai 2011) freuen: »Das neue Stück ist schon in der Vorbereitung.«
    red

  • Main-Echo 18.März 2010

    Main-Echo 18.März 2010

    Weis und Miltenberger stehen zum 250. Mal auf der Bühne

    Theater: Jubiläen bei Mönchberger Gesetzbüchern

    Mönchberg
     Seit mehr als 20 Jahren begeistern die Akteure der Mönchberger Gesetzbücher Theaterfreunde aus Nah und Fern. Zwei von ihnen feiern in dieser Spielzeit ein besonderes Jubiläum, Ludwina Weis und Alois Miltenberger stehen heuer zum 250. Mal auf den Brettern.

    Beide haben schon in den 50er und 60er Jahren in der »Anstalt« bei den Schwestern Theater gespielt und beide sorgen dafür, dass heute Neulinge schnell und bruchlos in die »Gesetzbücher« integriert werden.
    Ludwina Weis hat seit vielen Jahren den besten Platz – ob im Pfarrheim oder im der VfL-Turnhalle: direkt vor der Bühne im Souffleurkasten. Dort isst sie mit großer Ruhe ihre Apfelstücke und passt auf, dass kein Wort des Stücks verloren geht. Und die Schauspieler können ganz sicher sein, dass sie von Ludwina nie im Stich gelassen werden, wenn sie ihr Gedächtnis mal im Stich lassen sollte.
    Heuer, beim »Wochenende voller Zärtlichkeiten«, waren ihr die Akteure fast ein bisschen zu textsicher: »Ich habe überhaupt nichts zu tun«, versicherte sie jedem, der einen Blick in ihren Holzkasten warf.
    Am 27. März steht Alois Miltenberger zum 250. Mal auf der Bühne. Als Gründungsmitglied der »Gesetzbücher« arbeitete er anfangs auch als Regisseur, bevor er sich ganz auf seine Rolle konzentrierte. Ob als »der Herr von der Krankenkasse« in »Wer krank ist, muss gesund sein« oder als liebestoller Rentner Otto in »Liebe, Diebe, Leichen« ist er sicher auch vielen jüngeren Theaterfans noch in bester Erinnerung. Heuer überzeugt er als neugieriger Nachbar Fritz.
    red