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  • Main-Echo vom 07.04.2014

    Main-Echo vom 07.04.2014

    Waldmeisterbrause und Glückshormone

    Volkstheater: Volkstheater: Mönchberger Gesetzbücher spielen in Hochform – Weitere Auftritte im April und im Mai

    Mönchberg: »Auto gut – alles gut« lautet der Titel und auch das letzte Wort im witzigen Dreiakter. Besucher im Mönchberger Pfarrheim waren sich am Freitagabend bei der fünften Aufführung in diesem Jahr einig: Wenn die Mönchberger Gesetzbücher Freunde temperamentvollen Volkstheaters zu ihrer alljährlichen Theatersaison einladen, dann ist wirklich alles gut.

    Elf Akteure stehen heuer auf der Bühne, zwei davon zum ersten Mal in der Mönchberger Gruppe, die von Regisseur Reinhold Keller mit viel Gespür für Bühnenpräsenz und wirksame Effekte in Hochform aufs »Spielfeld« geschickt wird.

    Rolle für Regisseur

    Dass der »Trainer« diesmal selbst eine zum Schießen komische Rolle übernommen hat und als Schoppenclub-Simon in Frauenkleidern nicht als Charlys, aber als Ullis Tante das Publikum jubeln lässt, dass Anita Keller wieder mal die Textvorlage sehr einfühlsam den Gesetzbüchern auf den Leib geschneidert hat und auch selbst als »Nervensäge« Gisela mit zahlreichen Zusatzgags und einem ausgefeilten Mienenspiel für eine schier endlose Reihe von Lachsalven sorgt, trägt entscheidend zum großen Erfolg von »Auto gut – alles gut« bei.
    Ohnehin können selbst anspruchsvolle Theaterfreunde, die bei Volkstheater manchmal die Stirn runzeln, bei den Gesetzbüchern kaum ein Haar in der Suppe finden. Natürlich fordern auch deren Stücke die Auffassungsgabe der Zuschauer nicht bis an die Grenzen – aber das ist auch nicht der Sinn dieser Art von Theater.
    Die Mönchberger bieten leichte, witzige Unterhaltung, arbeiten mit Verwicklungen und Verwechslungen ohne Ende, spielen mit Wortwitzen – mal verblüffend intelligent, mal ohne Angst vor Kalauern – und haben alle elf Rollen so besetzt, dass niemand abfällt und jeder seine besonderen Qualitäten auf der Bühne ausspielen kann.

    Dass heuer das »Urgestein« auf der Bühne in Mönchberg, Eleonore Knapp, nicht mehr dabei ist, mag mancher bedauern, der Leistung der Gesetzbücher und ihrem Erfolg tut das aber keinen Abbruch. Wer Gebhard Motzel als Käferfan Herbert Feuerstein erleben darf, weiß, wie jemand spielt, dem das Theater im Blut steckt. Alexandra Seufert agiert mit sparsamer Gestik und Mimik als seine Gattin mit großer Bühnenpräsenz, und auch Nadine Becker hat als Tochter der Familie einen stimmigen ersten Auftritt in Mönchberg.

    Mit Corina Öhrlein haben die Gesetzbücher einen »Import« aus Eschau an Land gezogen, der sich als Regina mit einer urkomischen Mimik und Gestik auf der Bühne spürbar wohl fühlt und das Publikum immer wieder zu Szenenbeifall provoziert. Von der urkomischen Anita Keller als Nachbarin Gisela war schon die Rede. Ihre Mimik beim Umgang mit »Wodkabrause« ist schon allein das Eintrittsgeld wert. Die restlichen Rollen sind ebenfalls perfekt besetzt: Marco Motzel spielt den verliebten Ulli in einer Mischung aus Hilflosigkeit und jungenhaftem Charme. Erich Österlein nutzt selbst die kleine Rolle des Michael zu einem eindrucksvollen Auftritt – genau wie Mike Grün als »wortinkontinenter« Briefträger Schorsch und Michaela Goihl als Ursula Winterkorn, Ullis vornehme und spätberufene echte Tante. Fehlt nur noch Udo Seufert als Autokäufer mit nervösem Schulterzucken, der mit seinem Spiel beweist, dass es tatsächlich keine kleinen Rollen, sondern nur kleine Schauspieler gibt.

    Segensreiche Souffleuse

    Abgerundet wird das Ganze durch eine Souffleuse Ludwina Weis, die allein durch ihre Anwesenheit segensreich wirkt, durch eine funktionierende Ton- und Lichttechnik, durch eine Maske, die gerade dadurch glänzt, dass sie sich nicht in den Vordergrund schiebt, und durch ein aufwendiges, atmosphärisch dichtes Bühnenbild. Heinz Linduschka

    Heinz Linduschka
    Zum Orginalbericht (1Mb)

  • Main-Echo vom 26.02.2014

    Main-Echo vom 26.02.2014

    Auto gut – alles gut

    Volkstheater: Mönchberger Gesetzbücher bringen neuen Dreiakter auf die Bühne – Premiere am 22. März im Pfarrheim.

    Mönchberg: Ab 22.März ist in Mönchberg wie jedes Jahr saftiges Volkstheater mit bestem Unterhaltungswert garantiert. Dann nämlich steigt die Premiere des neuen Stücks der Mönchberger „Gesetzbücher“. „Auto gut – alles gut“ heißt der Dreiakter von Claudia Ott, den Anita Keller intensiv um- und „ihren“ Akteuren wieder mal auf den Leib geschrieben hat.

    Nachbarin. Foto: Heinz Linduschka

    Dass das nicht gut gehen kann, dafür sorgen auch Ullis Bekannte Regina (Corina Öhrlein),
    sein Kumpel Michael (Erich Österlein) und die tratschsüchtige Nachbarin Giesela (Anita Keller). Michaela Goihl spielt Ullis Tante, für die vom Schoppeclub eine Willkommensparty organisiert wird, Mike Grün gibt den Postboten, der mit den Briefen ähnlich viel Arbeit hat wie mit dem Hochdeutschen, und Udo Seufert tritt als Autokäufer Egon Müller auf – eine ganz wichtige Person in einem Stück, in dem sich alles um das Auto dreht und der VW-Käfer von Herbert Feuerlein Kultstatus genießt – mindestens beim stolzen Besitzer.

    Gehhilfe auf vier Rädern

    Das macht schon zu Beginn eine witzige Szene deutlich, in der Herbert seiner Frau eine Fahrstunde gibt, weil ihr Führerschein
    für sein Auto natürlich längst nicht ausreicht.

    Turbulent geht es zu, wenn der Schoppeclub (links) eine Willkommensfeier vorbereitet, und Familie Feuerlein (rechts) noch nicht ahnt, was auf sie zukommt. Zwischen den Fronten – in der Mitte der Briefträger und die tratschsüchtige Nachbarin. Foto: Heinz Linduschka

    Dass das nicht gut gehen kann, dafür sorgen auch Ullis Bekannte Regina (Corina Öhrlein),
    sein Kumpel Michael (Erich Österlein) und die tratschsüchtige Nachbarin Giesela (Anita Keller). Michaela Goihl spielt Ullis Tante, für die vom Schoppeclub eine Willkommensparty organisiert wird, Mike Grün gibt den Postboten, der mit den Briefen ähnlich viel Arbeit hat wie mit dem Hochdeutschen, und Udo Seufert tritt als Autokäufer Egon Müller auf – eine ganz wichtige Person in einem Stück, in dem sich alles um das Auto dreht und der VW-Käfer von Herbert Feuerlein Kultstatus genießt – mindestens beim stolzen Besitzer.

    Und die Nachbarin Giesela findet beim eingeschworenen Käferfan ohnehin keine Gnade mitihrem Daihatsu, dieser „koreanischen Gehhilfe auf vier Rädern“. Sobald sie zwischen den Grünpflanzen auftaucht
    bekommt sie zu hören: „Was will die Nervesäch denn scho widder?“Seit September letzten Jahres proben die „Gesetzbücher“ unter der Regie ihres Regisseurs Reinhold Keller intensiv und feilen immer wieder an Gestik, Mimik und Betonung. Keller hat heuer besonders viel Arbeit, schließlich hat er eine der elf Rollen übernommen. Zwei junge Akteure sind zum ersten Mal dabei und ein Probenbesuch macht schnell klar, dass sich Nadine Becker und Corina Öhrlein bei den „Gesetzbüchern“ schon bestens eingelebt haben.
    Heinz Linduschka

  • Main-Echo vom 09.01.2014

    Main-Echo vom 09.01.2014

    König hinter den Kulissen

    Volkstheater: Ronald Reinfurt feiert Jubiläum bei den Mönchberger Gesetzbüchern – Als Techniker unentbehrlich

    Und auch wenn er meist nicht im Rampenlicht steht, wäre die Erfolgsgeschichte dieser Theatergruppe ohne ihn kaum möglich gewesen. Regisseur Reinhold Keller nennt ihn »Techniker, Kulissenbauer, Regieassistenz, Kameramann,
    Theatermacher: Ronald Reinfurt ist seit 25 Jahren ein Mönchberger Gesetzbuch.

    Mönchberg Die Mönchberger Gesetzbücher begeistern seit ihrer Gründung im Jahr 1987 Jahr für Jahr zahllose Freunde authentischen, handfesten Volkstheaters am ganzen Untermain, hatten inzwischen weit mehr als 50 000 Zuschauer und unterstützen seitdem mit dem Erlös ihrer Aufführungen auch ganz entscheidend das kirchliche und kulturelle Leben des Höhenluftkurorts.
    Dazu tragen aber nicht nur die Akteure auf der Bühne bei: Ganz wichtig ist auch ein Mann, der seit 1990 ohne Pause bei mehr als 300 Aufführungen mitwirkte, in all den Jahren aber nur dreimal zu sehen war, wenn der Vorhang aufging. Ronald Reinfurt feiert in diesem Jahr sein »Silberjubiläum« bei den Gesetzbüchern: 25 Jahre Theater.

    Nur selten im Rampenlicht

    Webmaster« und zählt so viele Aufgaben von »Ronny« auf, dass klar wird, warum der nur in den Spielzeiten 1992/1993 und 2003 die Zeit fand, selbst eine Rolle zu übernehmen. In seinem ersten Jahr, 1990, war er »nur« für die Tontechnik zuständig und bis heute wird er ein bisschen damit aufgezogen, dass damals wohl beim Schuss in der ersten Szene nicht alles so ganz funktioniert hat.So etwas ist seitdem nie mehr passiert, denn Ronald Reinfurt hat die Technik voll im Griff, sorgt als Zeremonienmeister für den punktgenauen Ablauf, garantiert als Techniker, dass Licht und Ton stimmen und der Vorhang zur richtigen Sekunde auf- und zugeht, spielt mit seinem Computer die notwendigen Geräusche perfekt ein, ist dafür verantwortlich, dass die Kulissen immer atmosphärisch dichte Räume auf die Bühne zaubern und dass Jahr für Jahr die Aufführungen in Videomitschnitten festgehalten werden.
    Wer sich seit vielen Jahren bei den Aufführungen der »Gesetzbücher« bestens unterhält, weiß, dass »Ronny« Reinfurt seine Aufgaben tatsächlich perfekt erledigt: Für ihn gilt nämlich dasselbe wie für einen Schiedsrichter: Beide haben dann beste Arbeit geleistet, wenn man sie beim Spiel nicht wahrnimmt. Kein Wunder, dass Regisseur Keller voll des Lobes ist: »Ohne Ronny hätten wir nicht so viel Qualität in unseren Produktionen und in unserer Außenwirkung. Und da er auch das gesellschaftliche Leben innerhalb der Gruppe nach Kräften fördert, ist er einfach unentbehrlich.«
    Das wird sicher auch so sein, wenn sich am 22. März in Mönchberg wieder der Vorhang öffnet und die »Gesetzbücher« mit »Auto gut, alles gut« wieder 15 Mal die Lachmuskeln der Zuschauer im Pfarrheim und in der VfL-Turnhalle strapazieren werden. Und wenn man auch dann Ronald Reinfurt erst ganz zum Schluss sieht, hat der König hinter den Kulissen wieder einmal beste Arbeit geleistet.(Heinz Linduschka)

  • Main-Echo vom 11.07.2013 (Heinz Lindusch

    Main-Echo vom 11.07.2013 (Heinz Lindusch

    Für Pfarrhofmauer und Jugendarbeit im Verein

    Spende: Gesetzbücher verteilen Geld an Kirche und VfL


    Reinhold Keller (Zweiter von links), Regisseur der Mönchberger Gesetzbücher verteilte Schecks an Dekan Franz Leipold (links) und Kirchenpfleger Werner Weis (Zweiter von rechts) und Vorstandsprecher Martin Roob (rechts). Foto: Heinz Linduschka

    2584 Zuschauer hatten für ausverkaufte Säle gesorgt und einen neuen Höhepunkt in der Erfolgsgeschichte der erfolgreichen Theatertruppe gesetzt.
    Über 8300 Euro für die Pfarrgemeinde konnten sich Dekan Franz Leipold (links) und Kirchenpfleger Werner Weis (2.von rechts) freuen. Mit diesem Geld soll die dringend notwendige Sanierung der historischen Gartenmauer beim alten Pfarrhof angegangen werden.

    Pfarrer Leipold weist auf die Risse und Spalten in der Mauer hin, die sich so weit nach außen gewölbt hat, dass auch aus Sicherheitsgründen etwas getan werden muss. Dass im Zug der Arbeiten der Gehsteig der angrenzenden Straße verbreitert werden soll, trägt ebenfalls zur Verkehrssicherheit in Mönchberg bei.
    Für den VfL-Mönchberg nahm dessen Vorstandsprecher Martin Roob (rechts) den Umschlag mit 2 400 Euro entgegen. Die gesamte Summe will der Verein in die Jugendförderung investieren.

    Die Mönchberger Gesetzbücher wurden als Theatergruppe im Mai 1987 gegründet. Den ungewöhnlichen Namen tragen sie, um ihre Verbundenheit zur Tradition und Geschichte Mönchbergs hervorzuheben. Ihre Inszenierungen sind stets mit örtlichen Gegebenheiten und Orginalen gewürzt.
    (hlin)

  • Main-Echo vom 26.04.2013

    Main-Echo vom 26.04.2013

    »Davon kommst du nicht mehr los«

    Laienschauspieler: Werner Becker und Erich Österlein stehen für die Gesetzbücher zum 250. Mal auf der Bühne

    Werner Becker feierte seinen 250. Auftritt im Pfarrheim als Muttersöhnchen auf Freiersfüßen, das auf die Karrierefrau Emelie (Anita Keller) trifft. Fotos: Heinz Linduschka

    Mönchberg Sie zählen zu den »Urgesteinen« der Mönchberger Gesetzbücher und stehen seit Gründung der Gruppe, also seit 1988, auf der Bühne: Werner Becker und Erich Österlein. Heuer öffnet sich der Vorhang für sie zum 250. Mal.

    Ein wirklich seltenes Jubiläum für lupenreine Amateure, die seit 25 Jahren viel Freizeit und noch mehr Energie aufbringen, um Jahr für Jahr Tausende von Zuschauern zum Lachen zu bringen und viel Geld einzuspielen, mit dem das kulturelle und soziale Leben in Mönchberg unterstützt wird. Mit beiden »Jubilaren« sprach unser Mitarbeiter Heinz Linduschka.
    Was hat Sie motiviert, so viele Jahre so viel Freizeit und Energie in das Theaterspielen zu investieren?
    Werner Becker: Der Spaß am Theaterspielen, wobei es das Höchste ist, wenn der Funke zum Publikum überspringt und man Eins wird mit der Rolle. Dann vergisst man die vielen Proben und den großen Aufwand, den man für dieses Hobby betreibt. Gemeinsam etwas zu erreichen und dabei auch noch etwas Gutes zu tun, davon profitiere nicht nur ich, davon profitiert im weitesten Sinne auch unsere Gesellschaft. Außerdem hat das Theaterspielen im Laufe der Jahre auch ein wenig positiv meinen Charakter geprägt.
    Was ist für Sie das Besondere am Theaterspielen mit den Gesetzbüchern?
    Erich Österlein: Wir kennen uns nun schon sehr lange und wissen, wie wir uns zu nehmen haben. Das macht das Theaterspielen viel leichter, und man kann sich ganz auf seine Rolle konzentrieren. Die Freude an diesem wunderschönen Hobby ist ganz entscheidend und natürlich die Gemeinschaft, das Proben und Auftreten mit allen Mitgliedern unserer Gruppe. Wenn dann der Abend gut läuft, und die Zuschauer im Pfarrheim oder in der VfL-Halle begeistert sind, ist der monatelange Aufwand für die Proben schnell vergessen.
    Können Sie sich noch an den witzigsten, den peinlichsten und den schönsten Moment in all den Aufführungen erinnern?
    Werner Becker: Sehr witzig war für das Publikum – damals weniger für mich und meine Kollegin auf der Bühne -, als ein Theaterkollege sich hinter der Bühne vor dem Monitor darüber lustig machte, dass wir nicht mehr weiter wissen. Dabei wäre er dran gewesen, wir warteten auf ihn und konnten gar nicht weiterspielen. Hinterher fand ich das sehr witzig, aber eben nur hinterher.
    Der peinlichste Moment war, als sich meine Perücke verschoben hat und ich meiner Kollegin nur zuflüstern konnte, dass sie doch bitte meine »Kappe« zurechtrücken solle. Der schönste Moment ist, wenn ich, wie heuer beim »geliehenen Opa«, den Satz sagen darf: Wenn ich dich seh, vergäit mir der Abeditt.

    Erich Österlein steht in der VfL-Turnhalle am 26. April als zum Brüllen komischer Staubsaugervertreter Anselm Swirl zum 250. Mal auf der Bühne.

    Wie würden Sie versuchen, einen jungen Mann/eine junge Frau zu motivieren, bei den Gesetzbüchern mitzuspielen?
    Becker und Österlein: Du kannst dich so darstellen wie du gerne sein möchtest und dabei noch große Anerkennung gewinnen. Du hast bei diesem Hobby keine finanziellen Aufwendungen. Du lernst viele Leute kennen, und wenn du einmal Theaterluft geschnuppert hast, kommst du davon nicht mehr los. Du lernst, frei zu sprechen, dich gekonnt zu bewegen und dich in Szene zu setzen. Dies kann dich nicht nur privat sondern auch in deinem Berufsleben weiter bringen. Das sind doch wirklich genug Gründe, um Zeit und Einsatz in die Proben zu investieren.

    Zahlen und Fakten: Erich Österlein und Werner Becker Erich Österleins Bühnenkarriere begann 1988 als Polizeiwachtmeister, machte aber auch als Wunderheiler und als Liebesgott Amor eine gute Figur. Am 26. April steht er zum 250. Mal auf der Bühne, dieses Mal in der VfL-Halle als Staubsaugervertreter Anselm Swirl.
    Immer, wenn er auftrat, war auch Werner Becker dabei – ebenfalls ein Mann der ersten Stunde bei den Gesetzbüchern. Vor 25 Jahren stand er als Landbriefträger Sägebiel zum ersten Mal auf der Bühne in Mönchberg – und damit zählt er zu den Gründungsmitgliedern der Gesetzbücher. Topmodell, Möchtegerngauner, Wirt, Italiener oder Teufel im »Lisbethchen« – es gibt kaum eine Rolle, in die Becker nicht glaubwürdig schlüpfen kann. Als heuer mit großem Erfolg die Premiere des »Geliehenen Opa« vor vollem Haus lief, spielte er wieder eine zum Brüllen komische Rolle. Als Pensionsgast Jörg wandelt er auf Freiersfüßen, als ein hilfloses Muttersöhnchen im reifen Alter. (hlin)  

  • Main-Echo vom 07.03.2013

    Main-Echo vom 07.03.2013

    Bericht von Heinz Linduschka:

    250 Bühnenauftritte bei den „Gesetzbüchern“

    Werner Becker kann am Samstag beim „geliehenen Opa“ ein tolles Jubiläum feiern
    Mönchberg. Vor 25 Jahren stand er als Landbriefträger Sagebiel zum ersten Mal auf der Bühne in Mönchberg – und damit zählt er zu den Gründungsmitgliedern der „Gesetzbücher“, die bis heute weit mehr als 50 000 Theaterfreunde zum Lachen gebracht und mit den Einnahmen das gesellschaftliche Leben im Luftkurort entscheidend gefördert haben. Wenn sich am Samstag der Vorhang für den „Geliehenen Opa“ öffnet, wird Becker wieder eine zum Brüllen komische Rolle spielen. Diesmal wandelt er als Pensionsgast Jörg auf Freiersfüßen, ein hilfloses Muttersöhnchen im reifen Alter. Dass er passend zu seinem Jubiläum am Ende eine gute Partie macht, darf hier durchaus verraten werden – ob er sich aber vom Schürzenzipfel der Mutter lösen kann, bleibt ein Geheimnis.
    Topmodell, Möchtegern-Gauner, Wirt, Italiener oder Teufel im „Lisbethchen“ – es gibt kaum eine Rolle, in die Becker nicht glaubwürdig schlüpfen kann. Sein stimmliches Verwandlungstalent und seine gesanglichen Qualitäten helfen ihm dabei, selbst Roy Balck oder Howard Carpendale sind vor seinem komödiantischen Talent nicht sicher. Am Samstag können sich die Besucher des „Geliehenen Opa“ im Pfarrheim Mönchberg davon überzeugen, wie frisch und jung Theaterspielen hält.

    Kann Anita Keller als Karrierefrau Emelie den rührend hilflosen Jörg (Werner Becker) seine dominierende Mutter vergessen lassen? Für Becker öffnet sich am Samstag der Vorhang der Mönchberger „Gesetzbücher“ zum 250. Mal.

  • Main-Echo vom 4.03.2013

    Main-Echo vom 4.03.2013

    Mitreißender Spielwitz und spaßige Dialoge

    Laientheater: »Gesetzbücher« provozieren Lachsalven

    Mönchberg Wenn 150 Zuschauer drei Stunden lang im vollbesetzten Pfarrheimsaal turbulentes Volkstheater ohne eine Minute Langeweile mit spontanen Lachsalven und begeistertem Zwischenapplaus genießen, dann ist klar: Die Mönchberger »Gesetzbücher« treiben wieder mal ihr (Un-)Wesen auf der Bühne.

    »Der geliehene Opa« heißt heuer das Stück, bei dem kein Auge trocken bleibt und am Ende minutenlanger Beifall die zwölf Akteure und die Menschen hinter der Bühne für ihre Leistung belohnt.
    Show für Singles
    Turbulent, mit mitreißendem Spielwitz, witzigen Dialogen im authentischen Dialekt, mit Gestik, Mimik und einer ausgefeilten Präzision auf der Bühne, die neben den Akteuren dem engagierten Regisseur Reinhold Keller zu verdanken ist, entwickelt sich der Dreiakter. Er zeigt die Geschichte des Ehepaars Rose (rundum überzeugend: Udo Seufert und Renate Miltenberger) mit seinen zwei Kindern, das die klamme Haushaltskasse dadurch aufbessern will, dass man für ein paar Tage Singles aufnimmt und denen eine heile Familie vorspielt. Natürlich kann das nicht gut gehen, weil bei den Roses Tochter Katja und Sohn Felix oft als Streitschlichter bei den Eltern eingreifen müssen und ein Opa geliehen werden muss, um den Singles das perfekte Familienidyll vorzuführen. Wenn aber der Opa ein »Giftzwerg, eine Nervensäge« ist – so Bärbel Rose -, dann muss das ja schief gehen!
    Dass sich am Ende alle Probleme erledigt haben, sich aufkeimende Eifersucht gelegt hat und sich verblüffend viele neue Paare finden, gehört zum Volkstheater. Wie das die Mönchberger mit ansteckender Begeisterung auf die Bühne zaubern, zeichnet die »Gesetzbücher« als außergewöhnlich gute Amateurtheatertruppe aus.

    Die Roses haben sich versöhnt, Sohn Felix ist beeindruckt vom Outfit des geliehenen Opas, und Katjas Freund Jonas staunt über das »reife« Model, die Nachbarin Thekla. Foto: Heinz Linduschka

    Alle zwölf Rollen sind glänzend besetzt. Vanessa Schließmann spielt die Tochter Katja sehr glaubwürdig und natürlich, Marco Motzel überzeugt als Sohn Felix, und als Jonas, Katjas neuer Freund, sorgt Mike Grün dafür, dass mit ihm als Hochdeutsch-Sprecher ein schöner Kontrast zum vorherrschenden Dialekt auf die Bühne kommt. Es gibt immer wieder Szenenapplaus, wenn Alexandra Seufert als Oma Rose allmählich ihre Abneigung gegen den geliehenen Opa – eine Glanzrolle für Gebhard Motzel – überwindet und entdeckt, dass man mit ihm gut auskommt, wenn man ihn nur am Ohr zieht und ihn so zur Räson bringt. Spontaner Beifall auch, wenn Erich Österlein die Knallcharge des Staubsaugervertreters Anselm Swirl verkörpert, wenn sich die beiden Singles – die Karrierefrau Emelie der Anita Keller und das rührend hilflose Muttersöhnchen Jörg des Werner Becker – langsam, aber sicher annähern. Genau so gespannt warten die Zuschauer darauf, ob es Hanna (Michaela Goihl) schafft, ihren Vater wieder von den Roses loszueisen, und ob sich die Nachbarin Thekla, blind wie ein Maulwurf, wieder mal mit der Grünpflanze unterhält. Für Eleonore Knapp erneut eine Rolle, bei der sie all ihre urkomischen Qualitäten ausspielen kann.
    »Wenn ich Gesichter machen könnt’, würd’st du annerster aussehn«, sagt Oma Rose über den geliehenen Opa. »Annerster« sollte das Spiel der »Gesetzbücher« nicht aussehen. Genau so ist es nämlich perfekt – mit einer Souffleuse Ludwina Weis, die wieder mal ruhige Abende in ihrem Souffleurkasten verbringen kann, mit genau passenden Outfits der Figuren, für die Helga und Nadine Becker sorgen, mit der stimmungsvollen Beleuchtung des Ronald Reinfurt und mit der souveränen und einfallsreichen Regie des Reinhold Keller. Heinz Linduschka

  • Main-Echo vom 25.02.2013

    Main-Echo vom 25.02.2013

    »Opas lasse immer die Sau raus!«
    Volkstheater:

    Die Mönchberger »Gesetzbücher« starten ab 2. März einen neuen Angriff auf die Lachmuskeln

    Gesetzbücher: Am Ende des Lustspiels sitzt nur der Opa gelassen am Tisch, alle anderen sind sichtlich aufgewühlt und Thekla unterhält sich wieder mal mit der Grünpflanze. Heinz Linduschka

     

    Mönchberg 1988 startete mit der Komödie »Siebzehn und Zwei« die Erfolgsgeschichte der Mönchberger »Gesetzbücher«. Von den elf Akteuren, die damals auf der Bühne standen, sind auch heute noch sechs dabei, wenn sich am 2. März der Vorhang zur Premiere von »Der geliehene Opa« öffnet. Auch die Souffleuse Ludwina Weis hat ihren Kasten seitdem nur in der theaterlosen Zeit verlassen.

    Proben seit Oktober
    Dass die »Gesetzbücher« in diesen 25 Jahren kein bisschen müde geworden sind, beweisen schon die Proben zum neuen Stück, die seit Oktober 2012 laufen. Lachsalven sind auch heuer wieder garantiert, wenn im Lustspiel »Der geliehene Opa« Max und Bärbel Rose (Udo Seufert und Renate Miltenberger) ihre leere Haushaltskasse dadurch aufbessern wollen, dass sie Singles eine Art Urlaub im Familienkreis bieten.
    Sohn Felix (Marco Motzel) und Tochter Katja (Vanessa Schließmann) spielen da wohl oder übel mit und auch Jonas, dem Freund Katjas (Mike Grün), bleibt nichts anderes übrig. Schließmann und Grün, 18 und 19 Jahre alt, sorgen übrigens mit ihrer Bühnenpremiere dafür, dass den »Gesetzbüchern« der Theaternachwuchs nicht ausgeht.
    Für die beiden Gäste, gespielt von Anita Keller und Werner Becker, gehört zu einer intakten Familie aber unbedingt ein Opa dazu. Der muss her und die Roses leihen ihn sich kurzerhand von Hanna (Michaela Goihl) aus, die ganz froh ist, mal ein paar stressfreiere Tage zu erleben.
    Paraderollen für Motzel und Knapp
    Dieser Opa, den »Urgestein« Gebhard Motzel spielt, weiß nämlich ganz genau, dass alle auf ihn angewiesen sind, und nutzt das weidlich aus. Vier Mahlzeiten pro Tag, ein Spaziergang und ein Schläfchen hat ihm seine Tochter gesichert, Alkohol aber hat sie ihm verboten – aber da kennt sie ihn schlecht! Schließlich weiß Opa: »Nach drei Schnäpsen sterben die Würmer ab!« Bärbel merkt jedenfalls schnell: »Der macht ja jetzt schon, was er will!« »Opas lasse immer die Sau raus«, verkündet der Opa selbstbewusst, und damit es so richtig turbulent wird, setzt er auch den »Allergie-Nieser« Anselm Swirl, den Staubsaugervertreter, strategisch geschickt für sein organisiertes Chaos im Hause Rose ein. Für Erich Österlein eine dankbare Rolle. Und zum Chaos trägt auch die Thekla der Nachbarin, blind wie ein Maulwurf und trotzdem unverdrossen mit dem Auto unterwegs, kräftig bei. Kein Wunder, ist das doch wieder mal eine Paraderolle für Eleonore Knapp.
    Der Autor des Lustspiels, Walter Pfaus, gehört zu den erfolgreichsten Schreibern im leichten Genre und der Regisseur der »Gesetzbücher«, Reinhold Keller, hat wieder einmal mit sensibler und pointensicherer Inszenierung dafür gesorgt, dass im Pfarrheim und in der VfL-Halle kein Auge trocken bleiben wird. Ein Probenbesuch lässt bereits ahnen, dass auch heuer vermutlich Ludwina Weis in ihrem Souffleurkasten ohne Beschäftigung sein wird.
    Helga und Nadine Becker sorgen dafür, dass die zwölf Akteure auf der Bühne perfekt gestylt sind, Ronald Reinfurt bedient in gewohnter Perfektion die Technik. Und wenn doch mal was nicht so ganz glatt laufen sollte, dann ist ja immer noch Reinhold Keller als Regisseur zur Stelle. Aber das wird kaum passieren, schließlich geht es auf der Bühne beim »geliehenen Opa« schon turbulent genug zu.
    Heinz Linduschka

    Informationen im Internet:
    www.diegesetzbuecher.de

    Die Oma wird übrigens von Alexandra Seufert gespielt.

    Zahlen und Fakten: Aufführungen in Mönchberg Pfarrheim: Samstag, 2. März, 20 Uhr (Premiere), Freitag, 8. März, und Samstag, 9. März, jeweils 20 Uhr, Sonntag, 10. März, 18 Uhr, Freitag, 15. März, und Samstag, 16. März, jeweils 20 Uhr, Sonntag, 17. März, 18 Uhr, Freitag, 22. März, und Samstag, 23. März, jeweils 20 Uhr, Sonntag, 24. März, 18 Uhr. VfL-Turnhalle: Freitag, 26. April, und Samstag, 27. April, Freitag, 3. Mai, und Samstag, 4. Mai, jeweils 20 Uhr. Eintrittskarten: Kreativity, Hauptstraße 46a, Tel./Fax 0 93 74 /28 13. (hlin)

  • Eintrag auf die Gemeinde-Webseite

     .. Eintrag im ‚Blättche‘

    Wir sagen -Danke-

    Dieser Text steht auf der Internetseite unserer Theatergruppe „Die Gesetzbücher“, aber auch ich möchte mich im Namen der Marktgemeinde und aller Mönchberger Theaterfreunde ganz herzlich bei allen Aktiven vor und hinter der Bühne bedanken:

    • Für alle 309 Aufführungen in den letzten 25 Jahren
    • Für alle Gäste, die wegen der schönen Theateraufführungen nach Mönchberg kommen. Dies waren immerhin insgesamt über 50.000 Besucher , davon 80 % auswärtige Theaterbesucher.
    • Für alle Auftritte außerhalb Mönchbergs – in Großwallstadt, bei den Distelhäuser Theatertagen im Jahre 2000 und bei den Freilichtaufführungen des „Wirtshauses im Spessart“ am Wasserschloss in Mespelbrunn in den Jahren 1985, 1993, 2000, 2007 und ab Juni 2012. Hier wurde und wird überall beste Öffentlichkeitsarbeit für den Luftkurort Mönchberg betrieben.
    • Ganz nebenbei wurden an die Pfarrgemeinde 130.000 €, an den VfL Mönchberg 30.000 €, sowie 5.500 € an andere gemeinnützige Vereine und Organisationen gespendet. An die 1000 € Startgeld für den Förderverein Spessartbad kann ich mich noch sehr gut erinnern und diese Spende hatte Signalwirkung, noch nie wurden so viele Spenden für unser Spessartbad eingesammelt wie derzeit. In diesem Zusammenhang darf ich an die Eröffnung der Absorberanlage am Samstag den 19.5. um 15 Uhr im Spessartbad erinnern.

    Doch das wertvollste was wir Theaterbesucher jedes Jahr aufs Neue von unserer Theatergruppe gespendet bekommen, ist eine riesige Portion Spaß und Freude, sowie beste Unterhaltung. Herzlichen Dank an „Die Gesetzbücher“, macht bitte weiter so!!!!

    Thomas Zöller
    1. Bürgermeister