Presse

  • Main-Echo vom 1.03.2016

    Main-Echo vom 1.03.2016

    Einst Landstreicher, jetzt Neureicher

    Komödie: Mönchberger Gesetzbücher überzeugen mit »…und der Tag kann kommen« – Ausdrucksstarkes Spiel, detailverliebte Inszenierung

    Seit 30 Jahren bringen die »Mönchberger Gesetzbücher« ihr Publikum mit witzigen, sorgfältig inszenierten Stücken im Dialekt zum Lachen und machen den Luftkurort zum Mekka für Freunde des temperamentvollen Schauspiels mutiert.

    Am Samstag fand im Pfarrheim die umjubelte Premiere des Dreiakters »… und der Tag kann kommen« statt, den Anita Keller so bearbeitet hat, dass alle zwölf Akteure der Laientheatergruppe ihre Qualitäten voll ausspielen können.
    Zum Inhalt: Drei Landstreicher kommen überraschend zu Geld, weil Heinrich von Königstein eine unerwartete Erbschaft macht. Die Story versteht jeder Besucher ohne jede Anstrengung. Doch selbst anspruchsvolle Theaterfans dürften mit der Zunge schnalzen, wenn sie die Inszenierung mit dem ausdrucksstarken Spiel aller zwölf Akteure sehen. Hinzu kommt das stimmungsvolle Bühnenbild, das eine Baustelle genau so überzeugend ins Pfarrheim beamt wie einen besitzbürgerlichen Salon.

    Wandelfähige Akteure

    Perfekt auch die Maske, mit der Königstein, Uso und Pfläumchen neue Identitäten gewinnen. Sie verwandeln sich von »Aussteichern, die als Landstreicher übers Land streichen«, in Minutenschnelle hinter der Bühne in zwei aufgebretzelte Damen der guten Gesellschaft und in einen Geschäftsmann,
    der sich auch im Tennisdress um eine gute Figur bemüht. Welche Rolle bei dieser Verwandlung »Höhenluft und Wechselduschen« spielen, muss jeder selbst entdecken.
    Jetzt braucht man den Einkaufwagen nicht mehr, um seine Habe zu transportieren, sondern um Luxuswaren einzukaufen, jetzt hat teurer Cognac den Doppelkorn ersetzt. Klingt trivial, ist aber in der Mönchberger Inszenierung ein höchst unterhaltsames, witziges Spektakel, bei dem die detailverliebte und doch souveräne Regie von Reinhold Keller immer wieder für Glanzlichter sorgt.

    Vorhang auf, erste Szene. Die drei Landstreicher Königstein, Uso und Pfläumchen bereiten sich auf ein Doppelkorn-Frühstück vor und begeistern die Besucher gleich zu Beginn der Komödie -… und der Tag kann kommen- in Mönchberg, 14 Mai wird das Stück in den kommenden Wochen aufgeführt. Foto: Heinz Linduschka.

    Allein die Anfangsszene mit den drei Landstreichern ist das Eintrittsgeld schon wert, so mitreißend authentisch verkörpern Gebhard Motzel, Alexandra Seufert und Corina Öhrlein den Königstein mit seinen beiden Begleiterinnen. Renate Miltenberger macht überzeugend volltrunken als Rechtsanwältin Oberberg den allerbesten Eindruck 

    und die Angestellten – Anita Keller als Köchin Luise und Udo Seufert als Diener Ferdinand – bedienen alle (Vor-)Urteile über diese Rollen in Perfektion und mit großer Ausstrahlung.
    Differenziertes Spiel

    Wer Volkstheater kennt und schätzt, wird in Mönchberg eine Qualitätsstufe in der Ausgestaltung der Szenen und im exakten, differenzierten Spiel erleben, die bei Amateurtheatern ganz selten zu sehen ist.

    Dass mit Fabius Löffler, Mareike Abb und Beatrix Löffler heuer drei junge Akteure zum ersten Mal auf der Bühne stehen und ihre Sache genau so gut machen wie die »alten Hasen«, beweist, dass die Gesetzbücher mit großem Schwung in ihr viertes Jahrzehnt gehen.

    Und Überraschungen sind auf der Bühne der Mönchberger Gesetzbücher immer garantiert, auch gegen Ende von »… und der Tag kann kommen«, als es besonders turbulent zugeht. Getreu dem Lebensmoto der drei Ex-Landstreicher: »Lieber locker vom Hocker als hektisch vom Ecktisch!«
    HEINZ LINDUSCHKA


    Zahlen und Fakten: Aufführungstermine
    Pfarrheim Mönchberg: An den Freitagen, 4., 11. und 18. März, sowie an den Samstagen, 5., 12. und 19. März, jeweils 20 Uhr; An den Sonntagen, 6., 13. und 20. März, jeweils 18 Uhr.
    VfL-Turnhalle Mönchberg: An den Freitagen, 22. und 29. April, sowie an den Samstagen, 23. und 30. April, sowie 7. Mai, je 20 Uhr.
    Auskunft und Karten: »Kreativity« in Mönchberg, Tel./Fax 0 93 74 / 28 13.
    (hlin)

  • Main-Echo vom 16.01.2016

    Main-Echo vom 16.01.2016

    Vom Landstreicher zum Multimillionär

    Laientheater: Mönchberger »Gesetzbücher« präsentieren turbulentes Stück »… und der Tag kann kommen« – 15 Aufführungen vorgesehen.

    Mönchberg.
    Trai­ning für Lach­mus­keln ist an­ge­sagt, wenn die Mönch­ber­ger Thea­ter­grup­pe »Die Ge­setz­bücher« den Vor­hang für ihr neu­es Lust­spiel öff­nen. Das Stück mit dem Ti­tel »… und der Tag kann kom­men« wird zehn­mal im Pfar­r­heim und fünf­mal in der VfL-Turn­hal­le auf­ge­führt (Ter­mi­ne sie­he Kas­ten).

    Die Handlung ist äußerst turbulent. Rechtsanwältin Dr. Oberberg (Renate Miltenberger) sucht die Landstreicher Uso (Alexandra Seufert), Pfläumchen (Corina Öhrlein) und Heinrich von Königstein (Gebhard Motzel) unter ihrer Brücke auf und teilt Letzterem mit: »Sie sind Multimillionär.«

    Fein für Königstein

    Nun stellt sich die Frage für die drei: Sollen sie das Leben auf der Straße für immer aufgeben? – Na klar! Königstein gibt das Motto für »seine« zwei Frauen vor: »Macht euch fein für Königstein!«
    In der noblen Villa angekommen, müssen sich die drei mit ihrer Vergangenheit rumschlagen. Der unbekannte Sohn Alexander von Salmnitz-Seti (Marco Motzel), Usos »verlorenen« Töchter Sophia (Mareike Abb) und Lena (Beatrix Löffler) sowie Boris, ein Russe in Pelz und Stiefeln (Werner Becker) sorgen dafür Verwirrungen. Die resolute Köchin Luise (Anita Keller), der unerschütterliche Diener Ferdinand (Udo Seufert) und das Dienstmädchen Marie (Vanessa Schönfelder), das sich selbst mit Gipsbein nicht aus dem Tritt bringen lässt – auch deshalb, weil ihr Tom (Fabius Löffler) zur Seite steht – setzen sich intensiv mit den drei »Eindringlingen« auseinander und machen Königstein, Uso und Pfläumchen den »Kulturschock« nicht gerade leichter.
    Der frisch gebackene Multimillionär erklärt seinem neu entdeckten Sohn auf seine Art, wie die Begegnung mit der Mutter verlief: »Och Gott, wie das so ist, wenn man jung und der Teich voller Karpfen ist. Aber deine Mutter war die Oberforelle.«

    Turbulentes Theater in Mönchberg: Alexander von Salmnitz-Seti steht mit seinem Blumensträußchen zwischen den Fronten aus Landstreichern (links) und Bewohnern der Villa (rechts). Foto: Heinz Linduschka.

    Die lebensprallen, unverwechselbaren Bühnenfiguren haben so manchen denkwürdigen Spruch parat. Man erfährt beispielsweise: »Nicht alles, was zwei Backen hat, ist ein Gesicht« und hört die Lebensweisheit: »Wer im Januar einen hebt, hat Silvester überlebt.« Wenn »Safer-Sex« mit »Säufer-Sex« verwechselt wird, dann geht es eben rund – auch auf der Mönchberger Bühne.
    Seit Ende August proben die »Gesetzbücher« das neue Stück und wieder einmal sorgt Regisseur Reinhold Keller mit seiner Arbeit dafür, dass Betonung, Gestik, Mimik und Bühnenwege intensiv einstudiert werden – eines der Geheimnisse der Erfolge seit fast drei Jahrzehnten.
    Drei Neulinge stehen auf der Mönchberger Bühne. Ein Probenbesuch beweist: Fabius Löffler, Mareike Abb und Beatrix Löffler haben sich in ihrer neuen Umgebung schneller zurecht gefunden als die drei Landstreicher in der herrschaftlichen Villa. Neben der Regie liegen Maske, Frisur, Technik und das Soufflieren wieder in ganz bewährten Händen.

    Das Stück »… und der Tag kann kommen« verspricht Freunden volkstümlichen Theaters mit deftigem Dialekt einen Genuss ohne Reue und Nebenwirkungen – außer eventuell einem Muskelkater vom Lachen.
    Heinz Linduschka

    Zahlen und Fakten: Aufführungstermine
    Pfarrheim Mönchberg: Samstag, 27. Februar, 20 Uhr (Premiere).
    An den Freitagen, 4., 11. und 18. März, sowie an den Samstagen, 5., 12. und 19. März, jeweils 20 Uhr;
    An den Sonntagen, 6., 13. und 20. März, jeweils 18 Uhr.
    VfL-Turnhalle Mönchberg: An den Freitagen, 22. und 29. April, jeweils 20 Uhr.
    An den Samstagen, 23. und 30. April, sowie 7. Mai, jeweils 20 Uhr.
    Auskunft und Karten: ab 28. Januar im Geschäft »Kreativity« in Mönchberg, Tel./Fax 0 93 74 / 28 13. (hlin)

  • Main-Echo vom 16.07.2015

    Main-Echo vom 16.07.2015

    Rekordsaison für die »Gesetzbücher«

    Theatergruppe: Regisseur Keller übergibt 11 000 Euro Spenden für Wendelinuskapelle und VfL-Jugendarbeit

    Mönchberg. Seit Jahr­zehn­ten lo­cken die Mönch­ber­ger »Ge­setz­bücher« mit Volks­thea­ter vom Feins­ten Thea­ter­f­reun­de von Nah und Fern in das Pfar­r­heim und in die VfL-Turn­hal­le. Und im­mer wie­der kön­nen sich nach der Spiel­sai­son die Pfarr­ge­mein­de und auch Ve­r­ei­ne über ho­he Spen­den freu­en, mit de­nen die Thea­ter­trup­pe das Ge­mein­schafts­ge­fühl im Luft­ku­r­ort nach­hal­tig stärkt.

    Regisseur Reinhold Keller übergab diesmal eine Rekordsumme an Pfarrer Franz Leipold und an den VfL Mönchberg. 2600 Zuschauer – so viele wie noch nie – hatten in den 15 Aufführungen für einen Rekordreingewinn von 11 000 Euro gesorgt. Pfarrer Leipold und Kirchenpfleger Werner Weis durften sich über 8300 Euro freuen, mit denen die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten in der barocken Kapelle Sankt Wendelinus vorangetrieben werden sollen.
    Dass die Spenden der »Gesetzbücher« auch dafür gesorgt haben, den Mönchberger Pfarrgarten wieder in ein echtes Schmuckstück zu verwandeln, war Pfarrer Leipold ein besonders Lob wert.
    Martin Roob, als Vorstandsmitglied des VfL Mönchberg zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, weiß schon, wofür der Verein die Spende von 2 700 Euro verwenden wird: Die Summe soll voll und ganz in die Jugendarbeit fließen. hlin

    Heinz Linduschka
  • Main-Echo vom 30.04.2015

    Main-Echo vom 30.04.2015

    Ein Vierteljahrhundert Arbeit vor und hinter den Kulissen

    Gesetzbücher: Helga Becker feiert

    Bühnenjubiläum

    Wenn am 5. Mai mit dem Ab­bau der Ku­lis­sen in der VfL-Hal­le in Mönch­berg die 28. Spiel­zeit der »Ge­setz­bücher« zu En­de geht, kann ei­ne Frau auf 25 Jah­re Thea­ter­ar­beit zu­rück­bli­cken, die man auch als Fan der Grup­pe kaum ein­mal auf der Büh­ne sieht – au­ßer beim Schluss­ap­plaus.

    Helga Becker zählt zu den Akteuren der ersten Stunde im Jahr 1987 und feiert heuer ihr silbernes Bühnenjubiläum als Maskenbildnerin, Friseurin, Verantwortliche für Kostüme und wertvolle Unterstützung von Regisseur Reinhold Keller. Drei Jahre setzte sie aus, als sie Mutter wurde, und selbst in dieser Zeit blieb sie den »Gesetzbüchern« eng verbunden. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie es auf der Bühne aussähe, wenn Helga Becker ihre Hand nicht im Spiel hätte.
    Ohne sie wäre das Outfit der Schauspieler nur halb so authentisch. Ganz sicher hat sie ihren Anteil daran, dass die Mönchberger seit 1987 zu einer der renommiertesten Amateurbühnen im Landkreis geworden sind.
    Und das Schönste an diesem Jubiläum: Man darf hoffen, dass Helga Becker auch in den kommenden Jahren hinter der Bühne dafür sorgt, dass auf der Bühne alles in bester Ordnung ist und die »Gesetzbücher« auch in der 29. Spielzeit wieder weit über 2000 Theaterfreunden einen unterhaltsamen Abend bereiten werden. Wie unentbehrlich sie in Mönchberg ist, ist auf der Homepage der »Gesetzbücher« nachzulesen: »Sie verschönert uns mit Farbe und Make up, so dass wir super auf der Bühne aussehen.
    Sie kann aus Joghurt Blut machen – Dracula wäre neidisch. Doch auch sie kann nicht verhindern, dass wir auf der Bühne schwitzen. Drum wird zwischendurch abgetupft und nachgeschminkt. Dabei hat sie immer einen aufmunternden Spruch, ist sehr hilfsbereit und hat immer ein Lächeln auf den Lippen. Nach der Aufführung gibt es schon ein paar, die es sehr genießen, von ihr bei einer Gesichtsmassage wieder abgeschminkt zu werden.«

    Heinz Linduschka

     

  • Main-Echo vom 04.3.2015

    Main-Echo vom 04.3.2015

    Haschkekse für den Herrn Bürgermeister“

    Theater: Mönchberger Gesetzbücher feiern mit »Trubel im Rathaus« Premiere – Durcheinander im Wahlkampf


    Im örtlichen Rathaus herrscht Wahlkampfstimmung, und die Wiederwahl von Bürgermeister Bernhard Oppenau (dargestellt von Erich Österlein) ist so gut wie sicher. Da taucht Hippie-Legende Tamara Bloomberg (Renate Miltenberger) aus den USA auf. Sie möchte ihre Memoiren schreiben und besucht im Zuge dessen ihren alten Freund »Bernie«. Schnell stellt die aufgedrehte »Kult-Mutter aller Hippies« das komplette Rathaus mit gewöhnungsbedürftigen Ritualen und Haschkeksen auf den Kopf.

    Hippie-Mutter mit Dialekt

    Das Stück mit dem Originaltitel »Love & Peace im Landratsamt« wurde von Anita Keller eigens für die Mönchberger bearbeitet und den örtlichen Gegebenheiten angepasst. So erinnert sich Tamara Bloomberg an ihr letztes Treffen mit »Bernie« auf dem Kommz-Festival im Nilkheimer Park und wird am Telefon von David Bowie höchstpersönlich gebeten, ihm »Äbbelwoi und Hausmacher« aus dem Schmachtenberger Gasthaus Sonne mitzubringen.

    Noch mehr Lokalkolorit bekam die Aufführung durch den charakteristischen Dialekt, den sogar die Hippie-Mutter nach all ihren Jahren im Ausland nicht abgelegt hat, was zu einer amüsanten Mischung aus amerikanischem Akzent und Mönchberger Mundart führte.
    Die Rollen wirkten wie den einzelnen Darstellern auf den Leib geschrieben. Im Zusammenspiel harmonierten sie perfekt. So mimte Erich Österlein zurückhaltend den Bürgermeister. Michaela Goihl und Vanessa Schließmann glänzten als seine Frau Bärbel und Tochter Nina. In der weiblichen Hauptrolle der Hippie-Ikone Tamara Bloomberg mit ihren überspitzten Stereotypen fühlte sich Renate Miltenberger merklich wohl. Ihren Sohn Philipp spielte Marco Motzel mit frischer Art und einem beeindruckenden amerikanischen Akzent.

    Als feministische Oppositionsführerin Hilde Brustwickel-Schnödesenf beeindruckt Corina Öhrlein auf der Bühne. Werner Becker und Udo Seufert sind mit ihrem unbeschwerten Spiel in den Rollen des Rathausangestellten Oswald Huber und des Reporters Timo Treiber zu sehen.

    Eigenartige Gestik und Mimik

    Zum Schreien komisch ist Anita Sommer in der Rolle der von sich eingenommenen Schlagersängerin Melody Sommer, die mit ihrer eigenartigen Gestik und Mimik sowie ihren Gesangskünsten für reichlich Lacher beim Publikum sorgte. Regisseur Reinhold Keller nutzte die kleine Rolle des Polizisten für einen kurzen Auftritt.
    Die heimlichen Stars des Abends waren jedoch Alexandra Seufert als Sekretärin Elfriede Stegner und Gebhard Motzel in der Rolle des Wahlmanagers Jochen Meisner. Zwischen den beiden folgte ein verbaler Schlagabtausch nach dem anderen.

    Schnippisch und wortgewandt

    Seufert genoss ihre Rolle sichtlich, in der sie schnippisch und wortgewandt die Neckereien und Anspielungen Meisners kontern durfte, dessen wichtigtuerischen und stolzen Charakter Motzel überzeugend darstellte. Ihren Höhepunkt fand die schauspielerische Leistung der beiden im durch Haschkekse ausgelösten Drogenrausch. Vollkommen wird das Stück durch das aufwendige und detailreiche Bühnenbild, eine problemlos funktionierende Technik und die bunten und einfallsreichen Kostüme und Frisuren. Auf die Hilfe von Souffleuse Ludwina Weis musste an diesem Abend keiner der Schauspieler zurückgreifen.
    (Beatrice May)

  • Main-Kurier vom 22.02.2015

    Main-Kurier vom 22.02.2015

    Theater Mönchberg: „Trubel im Rathaus“

    Laientheater: Neues Lustspiel der Mönchberger „Gesetzbucher“ – Premiere am 28. Februar – Kartenvorverkauf

    Wo:Pfarrheim, Mönchberg:
    Uhrzeit:20 Uhr
    Info:
    Die Wiederwahl von Bürgermeister Bernhard Oppenau scheint nur noch eine reine Formsache zu sein. Deshalb nimmt Oppenau den Wahlkampf äußerst gelassen – bis die „Kult-Mutter aller Hippies“ Tamara Bloomberg urplötzlich im Rathaus erscheint. Flippig und agil stellt sie den Alltag im Rathaus auf den Kopf. Mit Hasch-Keksen und Hippie-Ritualen stellt sie alle Beteiligten auf eine harte Bewährungsprobe…

  • Main-Echo vom 07.02.2015

    Main-Echo vom 07.02.2015

    Wahl sorgt für „Trubel im Rathaus“

    Laientheater: Neues Lustspiel der Mönchberger „Gesetzbucher“ – Premiere am 28. Februar – Kartenvorverkauf

    Mönchberg:
    Die Theatergruppe »Gesetzbücher« um Regisseur Reinhold Keller lädt am Samstag, 28.Februar um 20 Uhr im Mönchberger Pfarrheim zur Premiere ihres neuen Stücks „Trubel im Rathaus“ ein. In dem Lustspiel in drei Akten geht es um den Bürgermeister Bernhard Oppenau (Erich Österlein). Der ist sich zwar sicher, dass er wiedergewählt wird, lässt sich aber trotzdem den Wahlmanager Jochen Meisner (Gebhard Motzel) aufdrängen und muss jetzt mit dessen Hyperaktivität zurechtkommen.

    Turbulente Verwicklungen

    Die Akteure haben allesamt langjährige Bühnenerfahrung. Das gilt auch für die taffe Sekretärin Elfriede Stegner, die von Alexandra Seufert mit viel Temperament gespielt wird. Mal wirft sie dem Wahlmanager „albernes Geblubber“ vor, mal bezeichnet sie ihn als „Luftballon, bunt, laut und aufgeblasen“. Der hält sie für so „charmant wie eine Kreissäge“.
    Viele Überraschungen erwarten die Besucher im zweieinhalbstündigen Lustspiel, in dem der Arbeitsalltag eines Bürgermeisters genau so witzig wie realitätsnah gezeigt wird – auch wenn natürlich Ähnlichkeiten mit lebenden Personen „rein zufällig“ wären.
    Es geht nicht um konkrete Politik, es geht um beste Unterhaltung nach dem seit vielen Jahren bewährten Rezept der Mönchberger Truppe unter der energischen und anspruchsvollen

    Mit »Trubel im Rathaus« versprechen die Mönchberger Gesetzbücher wieder turbulente Unterhaltung. Das Lustspiel in drei Akten wird in den kommenden Wochen 15 Mal aufgeführt, Premiere ist am 28. Februar. Foto: Heinz Linduschka

    Regie von Reinhold Keller, der mit dem Polizisten auch wieder selbst auf der Bühne steht.Man darf gespannt sein, welche Rolle der „Kult-Hippie“ Tamara Bloomberg (Renate Miltenberger) aus Amerika spielt, man darf sich auf die hoch dekorierte Schlagersängerin Melody Sommer (Anita Keller) freuen, 

    auf die Emanze aus dem Gemeinderat, die Oppositionsführerin Hilde Brustwickel-Schnödesenf (Corina Öhrlein) und ihren Gegenpart, den eher machohaften Rathaus-Angestellten Oswald Huber (Werner Becker).

    Dass die Frau (Michaela Goihl) und die Tochter (Vanessa Schließmann) des Bürgermeisters strikt gegen jede „Homestory“ sind, und damit auch dem Reporter mit dem charakteristischen Namen Timo Treiber (Udo Seufert) die Arbeit erschweren,

    trägt zum kreativen Chaos auf Bühne genau so bei wie der manchmal durchaus bedauernswerte Sohn der Hippiebesucherin Philipp Bloomberg(Marco Motzel).Insgesamt 15 Aufführungen von „Trubel im Rathaus“ sind angesetzt. Nach der Premiere sind weitere Termine an den drei folgenden Wochenenden vom 6. bis zum 22 März, an den Freitagen und Samstagen jeweils um 20 Uhr, am Sonntag um 18 Uhr. Fünf Aufführungen in der VfL-Turnhalle geplant. 17. und 18.April, 24. und 25. April sowie 2. Mai jeweils um 20 Uhr.

  • Main-Echo 19.07.2014

    Main-Echo 19.07.2014

    Gesetzbücher spenden 10300 Euro

    Mönchberg.
    Seit 1987 sorgen die Möchberger Gesetzbücher mit ihren Komödien dafür, dass es im Luftkurort viel zu lachen gibt. Nach jeder Spielzeit gib es noch einmal Grund zur Freude, wenn die Schauspieler den Erlös spenden. Regisseur Reinhold Keller ( Mitte) übergab 7800 Euro an Dekan Franz Leipold (links) und an
    Kirchenpfleger Werner Weis, die sich freuen, mit dem Geld die Renovierung der Wendelinuskapelle von 1744 vorantreiben und Sicherungsmaßnahmen finanzieren zu können. Außerdem spenden die Gesetzbücher dem VfL Mönchber 2500 Euro für die Jugendarbeit. hlin/Foto: Heinz Linduschka
  • Main-Echo vom 07.04.2014

    Main-Echo vom 07.04.2014

    Waldmeisterbrause und Glückshormone

    Volkstheater: Volkstheater: Mönchberger Gesetzbücher spielen in Hochform – Weitere Auftritte im April und im Mai

    Mönchberg: »Auto gut – alles gut« lautet der Titel und auch das letzte Wort im witzigen Dreiakter. Besucher im Mönchberger Pfarrheim waren sich am Freitagabend bei der fünften Aufführung in diesem Jahr einig: Wenn die Mönchberger Gesetzbücher Freunde temperamentvollen Volkstheaters zu ihrer alljährlichen Theatersaison einladen, dann ist wirklich alles gut.

    Elf Akteure stehen heuer auf der Bühne, zwei davon zum ersten Mal in der Mönchberger Gruppe, die von Regisseur Reinhold Keller mit viel Gespür für Bühnenpräsenz und wirksame Effekte in Hochform aufs »Spielfeld« geschickt wird.

    Rolle für Regisseur

    Dass der »Trainer« diesmal selbst eine zum Schießen komische Rolle übernommen hat und als Schoppenclub-Simon in Frauenkleidern nicht als Charlys, aber als Ullis Tante das Publikum jubeln lässt, dass Anita Keller wieder mal die Textvorlage sehr einfühlsam den Gesetzbüchern auf den Leib geschneidert hat und auch selbst als »Nervensäge« Gisela mit zahlreichen Zusatzgags und einem ausgefeilten Mienenspiel für eine schier endlose Reihe von Lachsalven sorgt, trägt entscheidend zum großen Erfolg von »Auto gut – alles gut« bei.
    Ohnehin können selbst anspruchsvolle Theaterfreunde, die bei Volkstheater manchmal die Stirn runzeln, bei den Gesetzbüchern kaum ein Haar in der Suppe finden. Natürlich fordern auch deren Stücke die Auffassungsgabe der Zuschauer nicht bis an die Grenzen – aber das ist auch nicht der Sinn dieser Art von Theater.
    Die Mönchberger bieten leichte, witzige Unterhaltung, arbeiten mit Verwicklungen und Verwechslungen ohne Ende, spielen mit Wortwitzen – mal verblüffend intelligent, mal ohne Angst vor Kalauern – und haben alle elf Rollen so besetzt, dass niemand abfällt und jeder seine besonderen Qualitäten auf der Bühne ausspielen kann.

    Dass heuer das »Urgestein« auf der Bühne in Mönchberg, Eleonore Knapp, nicht mehr dabei ist, mag mancher bedauern, der Leistung der Gesetzbücher und ihrem Erfolg tut das aber keinen Abbruch. Wer Gebhard Motzel als Käferfan Herbert Feuerstein erleben darf, weiß, wie jemand spielt, dem das Theater im Blut steckt. Alexandra Seufert agiert mit sparsamer Gestik und Mimik als seine Gattin mit großer Bühnenpräsenz, und auch Nadine Becker hat als Tochter der Familie einen stimmigen ersten Auftritt in Mönchberg.

    Mit Corina Öhrlein haben die Gesetzbücher einen »Import« aus Eschau an Land gezogen, der sich als Regina mit einer urkomischen Mimik und Gestik auf der Bühne spürbar wohl fühlt und das Publikum immer wieder zu Szenenbeifall provoziert. Von der urkomischen Anita Keller als Nachbarin Gisela war schon die Rede. Ihre Mimik beim Umgang mit »Wodkabrause« ist schon allein das Eintrittsgeld wert. Die restlichen Rollen sind ebenfalls perfekt besetzt: Marco Motzel spielt den verliebten Ulli in einer Mischung aus Hilflosigkeit und jungenhaftem Charme. Erich Österlein nutzt selbst die kleine Rolle des Michael zu einem eindrucksvollen Auftritt – genau wie Mike Grün als »wortinkontinenter« Briefträger Schorsch und Michaela Goihl als Ursula Winterkorn, Ullis vornehme und spätberufene echte Tante. Fehlt nur noch Udo Seufert als Autokäufer mit nervösem Schulterzucken, der mit seinem Spiel beweist, dass es tatsächlich keine kleinen Rollen, sondern nur kleine Schauspieler gibt.

    Segensreiche Souffleuse

    Abgerundet wird das Ganze durch eine Souffleuse Ludwina Weis, die allein durch ihre Anwesenheit segensreich wirkt, durch eine funktionierende Ton- und Lichttechnik, durch eine Maske, die gerade dadurch glänzt, dass sie sich nicht in den Vordergrund schiebt, und durch ein aufwendiges, atmosphärisch dichtes Bühnenbild. Heinz Linduschka

    Heinz Linduschka
    Zum Orginalbericht (1Mb)

  • Main-Echo vom 26.02.2014

    Main-Echo vom 26.02.2014

    Auto gut – alles gut

    Volkstheater: Mönchberger Gesetzbücher bringen neuen Dreiakter auf die Bühne – Premiere am 22. März im Pfarrheim.

    Mönchberg: Ab 22.März ist in Mönchberg wie jedes Jahr saftiges Volkstheater mit bestem Unterhaltungswert garantiert. Dann nämlich steigt die Premiere des neuen Stücks der Mönchberger „Gesetzbücher“. „Auto gut – alles gut“ heißt der Dreiakter von Claudia Ott, den Anita Keller intensiv um- und „ihren“ Akteuren wieder mal auf den Leib geschrieben hat.

    Nachbarin. Foto: Heinz Linduschka

    Dass das nicht gut gehen kann, dafür sorgen auch Ullis Bekannte Regina (Corina Öhrlein),
    sein Kumpel Michael (Erich Österlein) und die tratschsüchtige Nachbarin Giesela (Anita Keller). Michaela Goihl spielt Ullis Tante, für die vom Schoppeclub eine Willkommensparty organisiert wird, Mike Grün gibt den Postboten, der mit den Briefen ähnlich viel Arbeit hat wie mit dem Hochdeutschen, und Udo Seufert tritt als Autokäufer Egon Müller auf – eine ganz wichtige Person in einem Stück, in dem sich alles um das Auto dreht und der VW-Käfer von Herbert Feuerlein Kultstatus genießt – mindestens beim stolzen Besitzer.

    Gehhilfe auf vier Rädern

    Das macht schon zu Beginn eine witzige Szene deutlich, in der Herbert seiner Frau eine Fahrstunde gibt, weil ihr Führerschein
    für sein Auto natürlich längst nicht ausreicht.

    Turbulent geht es zu, wenn der Schoppeclub (links) eine Willkommensfeier vorbereitet, und Familie Feuerlein (rechts) noch nicht ahnt, was auf sie zukommt. Zwischen den Fronten – in der Mitte der Briefträger und die tratschsüchtige Nachbarin. Foto: Heinz Linduschka

    Dass das nicht gut gehen kann, dafür sorgen auch Ullis Bekannte Regina (Corina Öhrlein),
    sein Kumpel Michael (Erich Österlein) und die tratschsüchtige Nachbarin Giesela (Anita Keller). Michaela Goihl spielt Ullis Tante, für die vom Schoppeclub eine Willkommensparty organisiert wird, Mike Grün gibt den Postboten, der mit den Briefen ähnlich viel Arbeit hat wie mit dem Hochdeutschen, und Udo Seufert tritt als Autokäufer Egon Müller auf – eine ganz wichtige Person in einem Stück, in dem sich alles um das Auto dreht und der VW-Käfer von Herbert Feuerlein Kultstatus genießt – mindestens beim stolzen Besitzer.

    Und die Nachbarin Giesela findet beim eingeschworenen Käferfan ohnehin keine Gnade mitihrem Daihatsu, dieser „koreanischen Gehhilfe auf vier Rädern“. Sobald sie zwischen den Grünpflanzen auftaucht
    bekommt sie zu hören: „Was will die Nervesäch denn scho widder?“Seit September letzten Jahres proben die „Gesetzbücher“ unter der Regie ihres Regisseurs Reinhold Keller intensiv und feilen immer wieder an Gestik, Mimik und Betonung. Keller hat heuer besonders viel Arbeit, schließlich hat er eine der elf Rollen übernommen. Zwei junge Akteure sind zum ersten Mal dabei und ein Probenbesuch macht schnell klar, dass sich Nadine Becker und Corina Öhrlein bei den „Gesetzbüchern“ schon bestens eingelebt haben.
    Heinz Linduschka