Ronny

  • Bericht vom Main-Echo (26.02.2008)

    Bericht vom Main-Echo (26.02.2008)

    Auszug aus dem Main-Echo vom 26.Februar 2008

    Feurige Spanier im Hotel

    Mönchberger Gesetzbücher machen in ‚Liebe, Diebe, Leichen …‘ Urlaub auf Mallorca

    Heiße spanische Rhythmen erklingen, sobald der Vorhang aufgeht. Die Möchberger Gesetzbücher machen in ihrer 21. Saison Urlaub auf Mallorca.

    Mönchberg. Heiße spanische Rhythmen erklingen, sobald der Vorhang aufgeht, aber das Zimmer im Hotel Arenal erinnert verblüffend an Deutschland – kein Wunder, die Mönchberger Gesetzbücher machen in ihrer 21. Saison Urlaub auf Mallorca. Premiere ist am Samstag, 1. März, um 20 Uhr im Pfarrheim
    ‚Liebe, Diebe, Leichen … oder Buenos dias Mallorca‘ heißt der temperamentvolle und urkomische Dreiakter von Uschi Schilling, der mit zwei Pausen zweieinhalb Stunden lang das Zwerchfell strapazieren wird. Die Geschichte ist schnell erzählt: Vier Freundinnen aus Mönchberg – Eva (Renate Miltenberger), Bruni (Eleonore Knapp), Ellen (Anita Keller) und Moni (Michaela Goihl) wollen einen erholsamen Urlaub auf Mallorca verbringen. Aber – so verrät das Programmheft – der Urlaub verläuft alles andere als erholsam. Im Holtel funktioniert kaum etwas, der liebestolle Rentner Otto (Alois Miltenberger) geht Bruni nicht von der Pelle, das neugierige,likörsüchtige Zimmermädchen Annamirl mit ihrem charmanten österreichischen Tonfall (Daniela Schmitt) und auch die türkische Putzfrau Fatma (im Wechsel der Aufführungstermine. Jasmin Haber und Alexandra Seufert) sorgen ebenfalls für viel Trubel, ganz zu schweigen vom Bilderbuchspanier Carlos – der Hoteldiener wird von Werner Becker gespielt – und vom kleinen Gauner Max (Gebhard Motzel) der etliche Zeit im Schrank verbringen muss.

    Ich bin’s Madel fürs Bett

    So richtig klappt kaum etwas: Der Stuhl bricht schon bei der ersten Belastung zusammen und Bruni trauert bald dem Zillertal nach, in dem sie mit jedem Hirsch auf du und du war. Und auch der unaussprechliche Nachname Hintertuxerhubernieder, >Ich bin’s Mädel fürs Bett< verspricht mehr als er hält. Nicht zu viel verspricht sich jeder, der die Aufführung besucht. Die Gesetzbücher stehen schließlich seit 21 Jahren für kurzweilige Unterhaltung mit garantiertem Lacheffekt. Das wird auch heuer nicht anders sein. Knapp sechs Monate haben die Akteure unter der bewährten Leitung von Regisseur Reinhold Keller geprobt, und schon eine Woche vor der Premiere sitzt fast jeder Satz. Ludwina Weis, die Souffleuse, darf sich vermutlich auch heuer wieder über Arbeitslosigkeit bei den Aufführungen freuen. Ronald Reinfurt sorgt dafür, dass die Technik in gewohnter Weise funktioniert, Helga Becker ist für die Maske und für die Frisuren verantwortlich. Und tatsächlich wirkt schon acht Tage vor dem großen Moment alles so, als könnte man morgen loslegen. Heinz Liduschka

  • Unser Name

    Unser Name


    In vielen Gemeinden der Region haben sich bestimmte Bezeichnungen für die Bewohner herausgebildet, welche als Spottnamen oder als Schimpfnamen benutzt wurden.

    Diese Entwicklung dauerte viele Jahrzehnte und manchmal Jahrhunderte.


    Der Ursprung der
    „Gesetzbücher“ für die Mönchberger Bürger stammt aus
    der Zeit um 1491.


    In dieser Zeit entstand ein Streit mit dem Kloster Himmeltal, der Gerichtlich immer wieder ausgetragen wurde. Dieser gerichtliche Streit hat sogar den 30-jährigen Krieg überdauert. Er endete erst 1743.


    Aus den Akten geht hervor, daß auf dem „Windelberg“ (Heute: Sielerwald, Abteilung Wendelberg) die Mönchberger im Jahre 1500 dort Wald gerodet haben und 1522 kamen 200 Morgen Wald zu Himmeltal.

    Dort habe ein Dorf gestanden, „Winden“ genannt. Als der Streit begann, war die Gräfin Christina von Leiningen Äbtissin im Kloster Himmeltal. Es wurde behauptet, es wären Grenzsteine versetzt und andere heimlich von den
    Mönchbergern herausgerissen worden. Dieser „Windelberg“ wurde von den Bickenbachern ans Kloster Himmeltal gegeben.


    In den Unterlagen des Klosters ist folgendes nachzulesen:

    „Das Dorf („Winden“) sei zwar noch zu vermuten, aber die Äcker wüst und mit Wald bewachsen. Anscheinend haben die Mönchberger dort Land gerodet und wieder unter den Pflug genommen. Oder sie haben es auch für die Weide genutzt.“

    Als 1691 ein Pächter von Gut Neuhof sein Vieh bis an die Grenzen weiden ließ, haben ihn die Mönchberger überfallen. Damals beanspruchten die Mönchberger dieses Feld an der westlichen Grenze zum Kloster Himmelthal.


    Dieser Wille mit allen rechtlichen und auch mit vermeintlich „rechtlichen“ Mitteln gegen „Rechtsbrecher“ vorzugehen verlieh den Mönchbergern den
    Ruf  „mit dem Gesetzbuch unter dem Arm zum Pflügen auf den Acker zu
    fahren“.


    Daraus entstand schließlich der Name „Die Mönchberger Gesetzbücher“.


    Der Name „Gesetzbücher“ hätte sich wieder verflüchtigt, wenn nicht später ein erbitterter Kampf gegen den Grafen Hoheneck ausgebrochen wäre. Die Grafschaft hatte den Mainzer Bischöfen Geld geliehen und hatte dafür die
    Pfandschaft Mönchberg eingehandelt. Das willkürliche
    Handeln Hohenecks ( er behauptete sogar, daß jeder 6. Baum im Wald ihm gehöre ! ) trieb die Mönchberger immer wieder an, in Kurmainz um ihr Recht zu streiten, was ihnen wiederum den Namen „Die Mönchberger Gesetzbücher“ eintrug.

    Man berief sich nämlich auf das alte Mönchberger Weistum aus dem 14.Jahrhundert.


    Seit Gründung im Jahre 1987 trägt unsere Theatergruppe ebenfalls diesen Namen, um damit die Verbundenheit zur Tradition und zur Geschichte der
    Mönchberger hervorzuheben. Wir versuchen damit unsere Theaterstücke mit Mönchberger Gegebenheiten und Originalen zu würzen.

    (Teilweise Auszug aus „Mönchbergs Geschichte“ von Eduard Schmitt, 1990 als Beilage im Mitteilungsblatt )

  • Wer krank ist muss kerngesund sein

    Wer krank ist muss kerngesund sein

    Ein Krankenhaus am Rande des Ortes.
    Der Oberarzt Dr. Marc Krüger verscherzt sich durch seine arrogante Art,
    sämtliche Sympathien bei der Belegschaft. Deshalb planen die
    Krankenschwestern Lisa und Senta, die Sekretärin Ariane Berger und die
    Putzfrau Olga einen Rachefeldzug gegen Dr. Krüger.
    Die Chefärztin Frau Dr. Wehling bekommt von den Intrigen ihrer Belegschaft wenig mit.
    Sie hat so ihre Last mit den eingebildeten Krankheiten des Werner Schnitzlers und mit
    Gustav Holbrook, ein Herr von der kassenärztlichen Überprüfung und
    einer fehlenden Krankenakte. Manni, ein Patient aus der Psychiatrie, taucht dann
    auch noch zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit auf.

  • Auszug aus dem Main-Echo(06.03.2007)

    Auszug aus dem Main-Echo(06.03.2007)

    Auszug aus dem Main-Echo:

    Zauberhaftes Chaos um eine alternde, schusselige Elfe


    Mönchberg. Knapp zwei Stunden dauert der Dreiakter »Wer glaubt denn schon an Elfen?«, den die Mönchberger »Gesetzbücher« in diesem Frühjahr zwölfmal aufführen. Und zumindest am Samstag im katholischen Pfarrheim hat sich kaum einer der 150 Besucher gelangweilt. Am Inhalt des Stücks liegt es sicher nicht, dass am Schluss alle begeistert Beifall spendeten – eher schon an der schlüssigen Regie Werner Beckers und an den durchweg überzeugenden schauspielerischen Leistungen der 15 Akteure.
    Einfach unterhaltend
    Die Geschichte nämlich ist recht einfach und hat nicht mehr im Sinn als Unterhaltung – aber auch das ist ja nicht wenig. Eine alte Waldelfe – zum Schießen komisch gespielt von Eleonore Knapp, auch in der Verkleidung als Irrenärztin und als schwarzes Bunny mit weißem Pürzel – hat ihren Zauberstab verloren, den ihr Marlene (Alexandra Seufert) und der Butler Johannes (Pascal Thomas) wiederbringen. Zum Dank haben alle Hausbewohner einen Wunsch frei – nur hat die Elfe vergessen, dass sie das junge Paar in einen Zauberschlaf versetzt hat, als sie verriet: Sobald ein Wunsch ausgesprochen wird, ist er erfüllt. Kein Wunder, dass nun das Chaos ausbricht.
    Turbulente Wunschvorstellung
    Marlene spricht nur noch in Klassikerversen, die Fremdwortspezialistin Sabine (Jasmin Haber) mutiert durch den Zauberspruch zum mannstollen Weib. Hausherr Claus (Udo Seufert)
    hingegen gleitet in den seligen Zustand des permanenten Betrunkenseins hinüber und seine Frau Henneliese (Anita Keller) wird auf wundersame Weise blitzschnell schlank – ohne Fettabsaugung selbstverständlich, wie Claus‘ ebenso misstrauische wie sympathische Schwester Alexa (Renate Miltenberger) vermutet. Professor Morgenrot (Alois Miltenberger) und sein naiv-ungeschickter Sohn Thomas (Gebhard Motzel) tragen ihren Teil zum Chaos auf der Bühne bei. Liebesgott Amor (Erich Österlein) und sein Ungeschick passen gut dazu. Und auch die Psychiaterin Dr. Scheckhill (Daniela Schmitt), ihre kräftigen Pfleger (Werner Becker und Reinhold Keller), der etwas verwirrte und flirtanfällige Kommissar (Oliver Reinfurt) und seine pflichtbewusste Assistentin (Michaela Goihl) runden das geschickt aufgebaute Personaltableau schlüssig ab. Wie es ausgeht, wird nicht verraten. Nur soviel: Das Stück bleibt bis zum Ende erfrischend turbulent und kurzweilig. Maskenbildnerin Erika Zöller trägt zum Erfolg ebenso bei wie die Bühnenbildner, Techniker Ronald Reinfurt und Souffleuse Ludwina Weis. Schon die Kostüme und die Schminke der Akteure sind sehenswert. Zudem ist es den »Gesetzbüchern« wieder einmal gelungen, die Rollen ideal zu besetzen. Jeder meistert seinen Part – groß oder klein – mit erkennbarer Freude am Spiel, mit viel Temperament und ohne Scheu vor bewusster Überzeichnung.
    Reifes Rollenspiel
    Neben der schon genannten Elfe zeigt der junge Pascal Thomas in seiner Rolle als Butler erstaunlich reife Schauspielkunst: Gestik und Mimik exakt und ausdrucksvoll, seine Stimme klar und nuanciert, sein Michael-Jackson-Verschnitt bei »I feel good« mitreißend. Kein Wunder, dass er inzwischen auch bei den Elsenfelder »Sandhasen« zu sehen ist und in diesem Jahr bei den Clingenburg-Festspielen einen kleinen Auftritt haben soll.
    Dialekt und Lokalbezug
    Weitere Zutat zum Erfolgsrezept der »Gesetzbücher« ist der geschickt eingesetzte Dialekt. Dass die Textvorlagen umgeschrieben und den Mönchbergern auf den Leib geschneidert werden, ist ein unschätzbarer Vorteil. »Was interessiert mich der Schwing, Verona Feldbusch wäre mir lieber«, heißt es da, und auch Bürgermeister Berninger wird auf der Bühne genannt. Kalauer stören da überhaupt nicht, wirken eher erfrischend. Dass Claus‘ »bestes Stück« seine alte Krawatte ist und der Butler statt einer echten Beißzange Henneliese hereinholt, provoziert spontane Lacher. Die 47 Proben haben sich jedenfalls gelohnt, und auch heuer wieder wird das Motto zutreffen: »Erst proben, dann spielen, dann spenden“ «Heinz Linduschka
    Die Aufführungen im Pfarrheim sind ausverkauft. Karten gibt es noch für die vier Aufführungen in der VfL-Turnhalle am 29. und 30. April, sowie am 4. und 14. Mai, jeweils um 20 Uhr. Vorbestellung bei »Kreativity«, 09374/2813.

  • Main-Echo vom 21.03.07

    Main-Echo vom 21.03.07

    Wer lang lacht, lebt lang

    Gesetzbücher begeistern mit Komik und Temperament
    MÖNCHBERG. „Wer krank ist, muss kerngesund sein“ heißt das Stück, das die Mönchberger Gesetzbücher im 20. Jahr ihres Bestehens spielen, und ganz schnell wird klar: Die Gesetzbücher sind auf jeden Fall kerngesund. Zwei Stunden kurzweiliges und temperamentvolle Unterhaltung darf erwarten, wer eine der nächsten sieben Aufführungen im Pfarrheim besucht oder danach einen der drei Termine in der VfL-Halle bucht. Allerdings muss man sich beeilen, denn die meisten Karten sind längst weg.
    Kein Wunder, dass so ein Andrang herrscht. Denn bei den Aufführungen der Mönchberger Amateure bleibt tatsächlich kein Auge trocken. Und in diesem Jahr sind sie sogar aktuell und fast schon politisch. Sie lassen die Besucher nämlich einen Blick ins düstere Gesundheitswesen werfen, und da gilt tatsächlich: „Wer krank ist, muss kerngesund sein!“
    Ein Kranker übersteht ganz sicher die arrogante Art des Oberarztes Dr. Marc Krüger – wunderbar wandlungsfähig von Gebhard Motzel verkörpert-, die gewöhnungsbedürftige Art der mal handfesten, mal schelmischen Schwester Lisa (Alexandra Seufert) und ihrer schnippischen und resoluten Kollegin Senta (Anita Keller) nicht. Die sympathisch verwirrte Chefärztin Dr. Wehling (Renate Miltenberger) ist da auch keine rechte Hilfe, vom „Wischmopp auf zwei Beinen“, der Putzfrau Olga, – gewohnt urkomisch von Eleonore Knapp gespielt – ganz zu schweigen. Werner Schnitzler (Erich Österlein), ein Patient mit Anfällen von Hypochondrie, und Gustav Holbrook (Alois Miltenberger), der Mann von der Krankenkasse können froh sein, dass sie bei guter Gesundheit davon kommen. Der Patient schleppt sogar noch Schwester Lisa als Braut ab. Und wenn das Chaos mal verblüffend geordnet scheint, tauchen da immer wieder komische Figuren auf: Picasso, Caesar, Henry Maske und Karl Lagerfeld, hinter denen sich ausnahmslos nur einer verbirgt: der Psychopath Manni, eine Paraderolle für den begabten Pascal Thomas.
    Alles stimmt in dieser Jubiläumsproduktion: Regisseur Reinhold Keller hat wieder seine gute Hand bei der Besetzung der Rollen bewiesen und zeigt großes Gespür dafür, dass man auch mit kleinen Gesten und mit ausgefeilter Mimik Lachsalven hervorrufen kann. Wer es wagt, den Pressevertreter direkt neben die Souffleuse zu setzen, muss sich seiner Sache schon ganz sicher sein – zu Recht. Für die Technik und reibungslosen Ablauf im stimmungsvollen Saal des Pfarrheims sorgte Ronald Reinfurt und die Maske von Helga Becker und Kerstin Rehbein würde – wie das Bühnenbild – auch einer Profibühne alle Ehre machen.

    Unterhaltung vom Allerfeinsten

    Die Geschichte um den arroganten Oberarzt, die Intrigen und Verwirrungen in der Klinik, der eher Knallchargenhaften Einbezug einer Mafiaepisode und das unvermeidliche Happy End mögen allesamt kein Beleg für hoch stehende Literatur sein. Aber darum geht es auch gar nicht, wenn die Mönchberger auf der Bühne stehen: Sie bieten Unterhaltung vom Allerfeinsten, provozieren Lacher ohne Ende und lassen keine Sekunde Langeweile aufkommen. Was will man mehr von einer lupenreinen Amateurtruppe? Eine Bettpfanne als Nahkampfwaffe, der Cognac im Medizinschrank, der meterlange Plastikschlauch für die Darmspülung – all das klingt möglicherweise wie die Aufzählung von Requisiten aus verstaubten Comedy-Stücken. In Mönchberg war das ganz anders. Da waren das wichtige Bestandteile eines rundum geglückten Abends, der so manche Medizin ersetzen konnte, denn: „Wer lang lacht, lebt lang!“ (Heinz Linduschka)

  • Main-Echo vom 06.03.07

    Main-Echo vom 06.03.07

    Auszug aus dem Main-Echo vom 06.03.07

    Chaos in der Arztpraxis: Mit „Wer krank ist, muss kerngesund sein“ bringen die Mönchberger „Gesetzbücher“ eine weitere turbulente Komödie auf die Bühne. Premiere ist am Samstag um 20Uhr im Pfarrheim Sankt Wendelin.

    Von Prostata und Psychopath

    Mönchberger „Gesetzbücher“ behaupten: „Wer krank ist, muss kerngesund sein!“ – Premiere am Samstag

    Mönchberg. Heuer gibt es ein ganz eindrucksvolles Jubiläum in Mönchberg: Seit 20 Jahren bringen die „Gesetzbücher“ vielen Theaterfreunden Spaß mit lustigen Volksstücken im Dialekt und mit riesiger Spielfreude und herrlichen Typen auf der Bühne. 35000 Zuschauer haben seit 1987 die Aufführungen gesehen und weit über 110000 Euro an die Pfarrei, an den VfL Mönchberg oder für andere gute Zwecke gespendet.

    Lustig wird es auch heuer bei den geplanten 13 Vorstellungen wieder zugehen, von denen einige schon fast ausverkauft sind. „Wer krank ist, muss kerngesund sein!“ heißt der kurzweilige Dreiakter von Uschi Schilling, bei dem ein Krankenhaus am Rand des Ortes im Mittelpunkt steht. Das Geschehen ist zu Brüllen komisch wie man es von den „Gesetzbüchern“ seit Jahren gewöhnt ist, und alle Akteure haben viel Erfahrung auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Seit Anfang Oktober 2006 stehen die neun Schauspieler auf der Bühne, wie immer eindrucksvoll und wirksam von Regisseur Reinhold Keller „trainiert“ und so gut vorbereitet, dass sie eine Woche vor der Premiere schon in Hochform sind. Wem beim Blick auf unsere Gesundheitssystem das Lachen vergangen ist der kann sich in dieser Komödie über Ärzte, Schwestern und Patienten gesund lachen.

    Arroganter Oberarzt

    Da gibt es den arroganten Oberarzt Dr. Marc Krüger (Gebhard Motzel), der mit den neuen Chefsekretärin Ariane Berger (Daniela Schmitt) so gar nicht zufrieden ist, weil sie ihm nicht attraktiv genug scheint. Die Chefärztin Dr. Wehling (Renate Miltenberger) hat aber noch viele andere Sorgen, sie muss sich um die fehlenden Mandeln der Putzfrau Olga (Eleonore Knapp) kümmern, bekommt gar nicht mit, dass die beiden Schwestern Lisa (Alexandra Seufert) und Senta (Anita Keller) versuchen, dem Oberarzt eins auszuwischen, und muss sich schließlich auch noch mit einem Hypochonder – Erich Österlein spielt diesen Patienten Schnitzler – beschäftigen und versuchen, den Herrn von der Krankenkasse ( Alois Miltenberger) zufrieden zu stellen. Und wie es gar nicht genug Chaos auf der Bühne geben kann, treibt auch noch Manni, ein Patient aus der Psychiatrie (Pascal Thomas), sein Unwesen.
    Die Dialoge sind gewohnt spritzig und temperamentvoll, „Prostata – die Krankheit kenn ich“ behauptet die Putzfrau Olga, während Schwester Senta schimpft: „Manni, du sabberst!“ Warum Olga eine „Bohnerwachsfigur“ sein soll , welche Rolle eine Überdosis Abführtabletten spielt und was da im Bauch eines Patienten tickt, erfährt nur, wer sich eine der 13 Aufführungen anschaut.
    Die Premiere gibt es am Samstag, 10 März um 20 Uhr im Pfarrheim Sankt Wendelin. Weitere Aufführungen sind im Mönchberger Pfarrheim und in der VfL-Halle in Mönchberg.

    Interessante Antworten

    Es gibt aber nicht nur offene Fragen in dieser Komödie – wer genau zuhört bekommt auch ein paar ganz interessante Antworten. Olga weiss „Rache ist süß, sprach der Herr, und erschuf die Frauen“ Und dazu kann man so einiges über Medizin erfahren: „Ein Neurotiker baut Luftschlösser, der Psychopath wohnt drin!“ (Heinz Linduschka)

  • Die Nacht der Nächte

    Die Nacht der Nächte

    Rosel, Wally und Greta leiten zusammen eine Männerverleih-Agentur.

    Sie vermieten neben ihrem Topmodell Hartmut und dem nicht mehr ganz taufrischen Eugen auch ihre eigenen Ehemänner Simon und Rüdiger.
    Seit die Männer vor über 20 Jahren bei einem Auftrag in Hamburg schwer über die Stränge geschlagen haben,
    werden Simon und Rüdiger streng kontrolliert und überwacht.
    Als Olaf, ein Kunde aus Düsseldorf, auftaucht, geht es den Männern wieder besser, nur Hartmut hat keinen Spaß dabei.
    Zu all den Problemen, die der ’stressige‘ Geschäftsbetrieb der Agentur mit sich bringt, kommen noch die Hochzeits-vorbereitungen der Adoptivtochter Marita und dem Nachbarsohn Florian. Florians‘ Mutter -die Dorfbekannte Kartenlegerin Imelda- befragt zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit ihre Karten.
    Als Imelda nun wieder mal ihre Karten befragt und für die Hochzeitsnacht ein Todesfall voraus sagt, versetzt dies alle in Aufruhr.

  • Untermain-Online

    Theater in Mönchberg:

    Die Nacht der Nächte: Theater in Mönchberg ab 25. März

    Die Komödie „Die Nacht der Nächte“ wird von der Theatergruppe Mönchberg „Die Gesetzbücher“ aufgeführt.

    Mönchberg. Dieses Jahr spielt die Theatergruppe Mönchberg „Die Gesetzbücher“ die Komödie „Die Nacht der Nächte“.
    Zum Inhalt des Stücks in 3 Akten:
    Rosel (Renate Miltenberger), Wally (Anita Keller) und Greta (Michaela Goihl) leiten zusammen eine Männerverleih-Agentur. Sie vermieten neben ihrem Topmodell Hartmut (Werner Becker) und dem nicht mehr ganz taufrischen Eugen (Alois Miltenberger) auch ihre eigenen Ehemänner Simon (Udo Seufert) und Rüdiger (Gebhard Motzel).
    Seit die Männer vor über 20 Jahren bei einem Auftrag in Hamburg schwer über die Stränge geschlagen haben, werden Simon und Rüdiger streng kontrolliert und überwacht.
    Als Olaf (Pascal Thomas/Oliver Reinfurt), ein Kunde aus Düsseldorf, auftaucht, geht es den Männern wieder besser, nur Hartmut hat keinen Spaß dabei.
    Zu all den Problemen, die der „stressige“ Geschäftsbetrieb der Agentur mit sich bringt, kommen noch die Hochzeits-Vorbereitungen der Adoptiv-Tochter Marita (Jasmin Haber) und dem Nachbarsohn Florian (Erich Österlein). Florians` Mutter – dorfbekannte Kartenlegerin – Imelda (Eleonore Knapp), befragt zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit ihre Karten.

    Als Imelda nun wieder mal ihre Karten befragt und für die Hochzeitsnacht ein Todesfall voraus sagt, versetzt dies alle in Aufruhr.

    Aufführungen im Pfarrheim, Mönchberg:
    Samstag, 25. März 2006 20:00 Uhr
    Sonntag, 26. März 2006 18:00 Uhr

    Freitag, 31. März 2006 20:00 Uhr
    Samstag, 1. April 2006 20:00 Uhr
    Sonntag, 2. April 2006 18:00 Uhr

    Freitag, 7. April 2006 20:00 Uhr
    Samstag, 8. April 2006 20:00 Uhr
    Sonntag, 9. April 2006 18:00 Uhr

    Aufführungen in der VfL-Turnhalle, Mönchberg:
    Freitag, 5. Mai 2006 20:00 Uhr
    Samstag, 6. Mai 2006 20:00 Uhr

    Freitag, 12. Mai 2006 20:00 Uhr
    Samstag, 13. Mai 2006 20:00 Uhr

    Vorverkauf bei „Kreativity“ Corinna Hagel, Hauptstr. 46a, 63933 Mönchberg, Tel. und FAX 09374 / 28 13

    Untermain-Online,22.03.2006

  • Main-Echo

    Main-Echo

    Drastische Dialoge, köstliche Mimik und Mutterwitz

    Mit „Die Nacht der Nächte“ kommen „Die Gesetzbücher“ aus Mönchberg professionellem Volkstheater sehr nahe.

    MÖNCHBERG. Drei Akte, zwei Pausen, ein Luststück – Regisseur Reinhold Keller hatte vor der Premiere im Pfarrheim wirklich nicht zu viel versprochen: Drei Stunden lang blieb kein Auge trocken, als die elf Akteure die „Nacht der Nächte“ und mit viel Spielwitz und Temperament die Geschichte von der Männerverleihagentur, von alten Sünden und einer drohenden Hochzeit zelebrierten. Schon am Anfang, als sich Wally Seidenspinner (Anita Keller) mit einem Exemplar der „Bunten“ auf dem Sofa räkelt und ihren Platz mit Klauen und Zähnen gegen Rosel, Mitinhaberin der Männerverleihagentur (Renate Miletnberger), verteidigt, wird klar: Wortwitz drastische Dialoge, ausgefeilet Gestik und Mimik und eine gehörige Portion Mutterwitz garantieren Volkstheater im besten Sinn – übrigens schon im 19. Jahr!

    Zahlreiche „Präservativpflichten“

    Die beiden Agenturchefinnen, und auch die Dritte im Bunde, Greta Espenhorn (Michaela Goihl), haben den Köcher voller Giftpfeile, spotten über Prinz Charles und bedauern ihn und Camilla wegen ihrer zahlreichen „Präservativpflichten“. Längst haben sie ihre Männer, den leidenden Pantoffelhelden Simon (Udo Seufert) und den verschmitzten Rüdiger mit dem trockenen Humor (Gebhard Motzel), als Modells mit Aufträgen eingedeckt, damit Geld reinkommt. Ohne das Topmodell, den ledigen Hartmut (Werner Becker), aber liefe viel zu wenig, schließlich ist auch Eugen (Alois Miltenberger) nicht mehr der Frischeste und kann höchstens noch bei Seniorennachmittagen eingesetzt werden. Der hat’s aber auch nicht leicht, schließlich ist er mit Imelda, der dorfbekannten Kartenlegerin (Eleonore Knapp), verheiratet, und bei der hat nur das Publikum was zu lachen, der Ehemann nicht.
    Fast alle haben sich in den Haaren, und Gründe für Kabbeleien gibt es immer wieder: Schließlich spielt da ein geheimnisvoller Sündenfall der Männer vor 20 Jahren in Hamburg eine Rolle, und außerdem liefert die geplante Hochzeit zwischen der Tochter Rosels und Simons – Marita (Jasmin Haber) – und Florian (Erich Österlein), dem Sohn von Imelda und Eugen, immer wieder Stoff, um sich über die Hochzeitssuppe zu streiten. Was könnte auch wichtiger sein als die Entscheidung, ob Markklöschen-, Leberklöschen– oder Griesklöschensuppe auf den Tisch kommt?
    Und noch etwas sorgt für Verwirrung: Weiberheld Hartmut muss sich gegen die Annäherungsversuche von Olaf Renner aus Düsseldorf (Pascal Thomas, in weiteren Aufführungen im Wechsel mit Oliver Reinfurt) wehren, der ganz eindeutig „vom annern Ufer“ ist – und nicht nur von Großwallstadt oder Obernburg, wie Wally vermutet.
    Eine lustige und kurzweilige Geschichte, die am Ende nicht so ganz mit einem Happy End schließt, jedenfalls nicht für alle. Viel wichtiger aber ist die Art und Weise, wie die Akteure sie präsentieren. Für eine Laienbühne verblüffend: Keiner der elf Schauspieler fällt ab, das gesamte Ensemble hält ein hohes Niveu in Sprache, Gestik und Mimik. Wortwitz und Situationskomik sorgen immer wieder für herzhafte Lacher; beim Männerballett für den „Tupperwaren-Bezirkstag“ in Röllbach fliegen sogar Dessous auf die Bühne, und Eleonore Knapps Kartenlesen , mit dem sie herausfinden will, welche „Gähne“ ihre zukünftige Schwiegertochter haben mag, sorgt jedes Mal für brüllendes Gelächter, das nur noch übertroffen wird, wenn Pascal Thomas unnachahmlich in Gestik und Stimme Hartmut nachstellt. Dem bleibt nur die Flucht und sein verzweifeltes „Der reicht mich uff!“

    Perfekt bis ins Detail

    Acht Monate Probezeit, insgesamt 50 Probentermine haben sich gelohnt: Das beweisen nicht nur die tollen Leistungen aller Akteure, das zeigt auch die perfekte Regie, die bis in kleinste Details stimmt. Bühnenbild, Maske und Technik beweisen – hier hat sich eine Laienbühne in fast zwei Jahrzehnten ein fast professionelles Umfeld erarbeitet. Und wer sich traut, den Kritiker direkt neben dem Souffleurkasten zu platzieren, der muss sich seiner Sache schon ganz sicher sein und darauf vertrauen, dass Ludwina Weis drei Stunden lang nur als psychologischer Rückhalt benötigt wird. Heinz Linduschka

  • Wer glaubt denn schon an Elfen ??

    Wer glaubt denn schon an Elfen ??

    Das besondere Fundstück, einen Zauberstab den Marlene beim Spazierengehen findet
    zeigt sie dem Butler. Als auch noch eine Elfe das Zimmer betritt
    und ihren Zauberstab sucht kommen sich Beide vor wie im Märchen.
    Zur Belohnung lässt sich die Elfe etwas Zauberhaftes einfallen?.
    Leider schlafen Marlene und der Butler während des Zauberspruches ein
    und sie wissen nicht dass die Elfe jedem im Haus einen Wunsch gewährt.
    So werden ohne Wissen die tollen Wünsche verwünscht.
    Das Ehepaar Wechtenbrecht und die Schwestern
    sowie Professor Morgenrot und Sohn
    werden ohne Vorwarnung von dem Unvorhergesehenen getroffen.
    Amor der Liebesgott setzt dem Ganzen noch den Gipfel auf.
    Alle fühlen sich reif für die Irrenanstalt.
    Die Psychiaterin und ihre Pfleger wollen -den Kranken- gegen deren Willen helfen,
    darum müssen sie erst einmal aus dem Verkehr gezogen werden.
    Der Kommissar und seine Assistentin ermitteln nun in dem ganzen Durcheinander.