9000 Euro für Pfarrgemeinde und 3500 für VfL Mönchberg
Mönchberg. Seit die Mönchberger Gesetzbücher im Jahr 1987 mit ihren erfolgreichen Theaterstücken begonnen haben, können sich Pfarrgemeinde und Vereine Jahr für Jahr über großzügige Spenden aus dem Reinerlös der meist elf bis 15 Aufführungen freuen. Rund 300 000 Euro dürften seitdem das Leben im Ort „bereichert“ haben. Heuer kamen nach den zehn Aufführungen der Komödie „Ein Guru für Do-Ping“ im Pfarrheim und den fünf in der VfL-Halle wieder 12 500 Euro dazu.
Der Regisseur der „Gesetzbücher“, Reinhold Keller übergab stilecht im „Guru“-Outfit der Vorstellung 9000 Euro an die Pfarrgemeinde. Monsignore Franz Leipold (links) und Kirchenpfleger Werner Weis (rechts) nutzen das Geld, um die eindrucksvoll renovierte Wendelinuskapelle im Herbst als „Ort der offenen Begegnung“ der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Martin Roob (Zweiter von rechts), Vorstand des VfL Mönchberg, freut sich über 3500 Euro, um die Halle auch weiterhin im vollem Umfang nutzen zu können.
Ludwina Weis hört nach fast vier Jahrzehnten bei der Theatergruppe „Gesetzbücher“ auf
Das wird ein tiefer Einschnitt für die Mönchberger Volkstheatertruppe „Gesetzbücher“: Nach dieser Theatersaison wird Ludwina Weis nicht mehr als Souffleuse im Holzkasten vor der Bühne im Pfarrheim und in der VfL-Halle sitzen. Nach fast 40 Jahren ist Schluss. Wie viel bedeutet Weis den „Gesetzbüchern“?
Das lässt ein Absatz auf der Homepage der Gruppe erahnen. »Wir würden die Aufführungen nicht ohne sie beginnen, denn sie gibt uns Sicherheit, allein schon, wenn sie vor unserer Bühne in ihrem ›Hasenkasten‹ auf ihrem Kinderstuhl sitzt, Öppelschnitz isst und uns fröhlich zuwinkt, wenn wir wirklich mal einen Hänger haben. Aber der Presse erzählt sie darüber nix«, ist da zu lesen.
Ludwina Weis wurde 1936 in Mönchberg geboren und heiratete vor fast 60 Jahren ihren Otto – natürlich auch in Mönchberg. Bald können die beiden diamantene Hochzeit feiern und leben noch heute in Mönchberg – sie inzwischen 87, er 94 Jahre. Dann werden die drei Töchter und die Enkelkinder ganz sicher dabei sein. Die Eheleute sind gelernte Schneider.
Keinen Hänger bemerkt
Die auf der Homepage erwähnte »Presse« hat bei gut 20 Premieren mit Ludwina Weis als Souffleuse so gut wie nie einen Hänger bemerkt, was sicher an der guten Vorbereitung des Teams auf der Bühne lag und daran, dass die erfahrende Souffleuse sehr aufmerksam und zuverlässig, aber auch für das Publikum kaum hörbar »vorsagte«, wenn es wirklich mal nötig wurde.
Dass sie sehr genau und energisch werden kann, wenn es auf der Bühne mal nicht ganz so läuft und die Akteure sich nicht an die Textvorlage halten, merkt man, wenn man eine der Proben besucht. Da legt sie schon großen Wert darauf, dass niemand Worte sagt, die nicht im Text stehen, und dass keine Sätze ausgelassen oder verdreht werden.
Der langjährige Erfolgsregisseur der »Gesetzbücher«, Reinhold Keller, ist ihr dafür dankbar, denn auch er legt auf Genauigkeit, legt auf die Details bei Betonung, Gestik und Mimik großen Wert – sicher eines der Geheimnisse von fast 40 Jahren Erfolgsgeschichte des Mönchberger Theaterlebens mit seiner Strahlkraft am ganzen Untermain.
Lange Jahre hielt sich Ludwina Weis mit Schwimmen fit – das hat sie seit kurzem aufgegeben. Das Radfahren und die Freude am Singen im Chor aber sind ihr wichtig wie eh und je und haben sie, wie auch das Theater, geistig und körperlich fitgehalten. Für das gemeinsame Singen hat sie in den knapp 40 Jahren sogar die Theaterprobe sausen lassen, wenn die auf den Montag, Tag der Chorprobe, fiel – aber die »Gesetzbücher« wussten das ja, und gingen nur im Notfall montags auf die Bühne.
Seit der Gründung der Theatergruppe im Jahr 1987 hat Ludwina nie bei einer Aufführung gefehlt, bei 38 Premieren und weit mehr als 400 Theatervorstellungen hat sie also seitdem in ihrem »Hasenkasten« vor der Bühne gesessen und ihren Teil dazu beigetragen, dass schon traditionell die Theaterfreunde aus Nah und Fern seit 1987 nach den Aufführungen hochzufrieden und bestens gelaunt den Heimweg antreten. So ganz nebenbei kann man darauf hinweisen, dass in diesen fast 40 Jahren mit dem Erlös aus den Spielzeiten das kirchliche und das Vereinsleben in Mönchberg kräftig gefördert wurden – insgesamt mit einer Summe von weit über 250.000 Euro bis heute.
Mancher mag sich fragen: Warum zieht es eine Souffleuse nicht auf die Bühne? Ludwina Weis war mit ihrer Rolle immer völlig zufrieden, weil sie weiß und auch immer bestätigt bekommt, wie wertvoll ihre Arbeit ist. Sie stand in den 1960-er Jahren ja auch schon mal auf der Bühne, noch in der »alten Anstalt«, der »Kinderbewahranstalt« in Mönchberg bei den damaligen Schwestern.
Nachfolgerin gefunden
Und was ist von der Aussage auf der Homepage zu halten: »Wir würden die Aufführung nicht ohne sie beginnen«? Muss man vielleicht sogar das Ende der Erfolgsgeschichte des Mönchberger Theaters befürchten? Keine Sorge, es wird weitergehen, denn auch die Nachfolgerin ist schon gefunden, und Ludwina Weis ist die erste, die sich darüber freut. Es wird Michaela Goihl sein, die selbst gut 250 Mal auf der Mönchberger Bühne stand, seit 1993 dabei ist und seit vielen Jahren hinter den Kulissen dafür sorgt, dass auf der Bühne alles stimmt, wenn sich der Vorhang hebt. Man darf also ziemlich sicher sein, dass die große Lücke, die Ludwina Weis hinterlässt, schnell und gut geschlossen wird. Und vermutlich wird Ludwina ja auch im kommenden Jahr vor Ort sein, wenn sich der Vorhang zur 39. Theatersaison im Pfarrheim hebt – dann im Zuschauerraum ohne ‚Hasenkasten‘ und auf einem ganz normalen Stuhl.
Im Überblick: Aufführungen von „Ein Guru für Do-Ping“ Die erfolgreiche Komödie „Ein Guru für Do-Ping“ ist in der VfL-Halle in Mönchberg heuer noch fünfmal zu sehen, jeweils um 20 Uhr: am Freitag, 26., und Samstag, 27. April sowie am Freitag, 3., Samstag, 4., und am Samstag, 11. Mai. Karten im Vorverkauf bei „Kreativity“ in Mönchberg, Telefon 09374 2813. Eventuelle Restkarten gibt es an der Abendkasse. hlin
Premierenbericht, der es nicht in die Zeitung schaffte… von Dr. Heinz Linduschka
Lebendiges, saftiges Volkstheater at its best
Die Mönchberger Gesetzbücher garantieren an 15 Abenden Glanzlichter besten Vollbluttheaters Dass die Mönchberger Gesetzbücher seit 1987 sicher weit mehr als 50 000 Freunde saftigen Volkstheaters aus Nah und Fern begeistert und so ganz „nebenbei“ deutlich über eine Viertelmillion Euro für das kirchliche und gesellschaftliche Leben im Luftkurort gespendet haben, ist mehr als erwähnenswert, dass sie in diesem Jahr mit der Komödie „Ein Guru für Do-Ping“ aus der Feder des erfolgreichen Autors Andreas Wening ein Glanzlicht höchst unterhaltsamen Vollbluttheaters auf die Bühne bringen beweist, dass „volksnahes“ Theater witzig und intelligent sein und selbst anspruchsvollere Besucher zweieinhalb Stunden lang fesseln kann, ohne jemals zu langweilen.
Zugegeben: Das diesjährige Stück wurde schon in einem Vorbericht mit allen Rollen und deren Darstellern vorgestellt und der Akteur, der heuer seine 400.Vorstellung an der Technik feiert, wurde gewürdigt. Wenn trotzdem hier noch ein kurzer Beitrag über die Premiere am Samstagabend steht, hat das vor allem einen Grund: theaterbegeisterte Leserinnen und Leser zum Versuch zu animieren, sich für eine der 13 Vorstellungen bis zum 11.Mai noch eine Karte zu besorgen – auch wenn das nicht einfach werden dürfte.
Der Grund: Eine so lebendige, so bis in kleine Details ausgefeilte Inszenierung, die dabei erfrischend spontan wirkt und die Spielfreude der Akteure nahtlos ins Publikum überträgt, hat man von lupenreinen „Amateuren“ auf der Bühne ganz selten erlebt. Bei allen 13 Rollen stimmen Gestik und Mimik, sind Ausdruck und Tonfall überzeugend und motivieren die Zuschauer immer wieder zu Lachsalven und Szenenbeifall. Bei der Premiere am Samstag im Pfarrheim passte sich – auch nicht unbedingt selbstverständlich – das Publikum der Qualität der Aufführung auf der Bühne bruchlos an – vom Jubel bei der Begrüßung durch den asiatischen Mönch Y-Tong mit dem „Om“ aus mehr als 100 Kehlen bis zu den standing ovations beim euphorischen Schlussbeifall.
Das Schöne bei den „Gesetzbüchern“: Anita Keller schafft es immer wieder, die Textvorlagen z.B. durch Rollen im Dialekt der Truppe auf den Leib zu schneidern. Heuer gelang das beim ohnehin gelungenen Komödientext besonders gut: durch eine neue Eingangsszene, durch Einfügung von zwei neuen Rollen und durch witzige und kluge Formulierungen, die nicht alle vom Autor der Komödie stammen: Der wohnt in Offenburg und wäre nicht auf die Idee gekommen, dass die nervige Tante eine „Weltreise von Altenbuch nach Mönchberg“ übernommen hat. Dass „Engel a nur Gflügel‘“ sind klingt hochdeutsch einfach weniger witzig und es wirkt besser, wenn man der Tante „auf Mönchbergerisch“ vorschlägt: „Warum geist du net e bissche auf der Autobahn spaziern?“ Ein echtes Highlight und auch ein Lob für das Publikum: Wenn es bei einer Liebesgeschichte mal zu schnulzig zu werden droht, erklingt gespielte Rührung im Saal und von der Bühne kommt der Kommentar: „Des is ja wie im Heimatfilm!“ Klingt das wie Werbung? Keine Sorge, wer den „Guru für Do-Ping live sieht, wird sagen: „Das war ja noch deutlich untertrieben!“ Weitere Informationen zu den Terminen und den Karten im Vorverkauf auf www.diegesetzbuecher.de. Heinz Linduschka
Ob das gutgeht, wenn KFZ-Meister Günther von zwei Pseudo-Mönchen zum Guru erwählt wird? Nur einer der Mönche ist – fast – echt und damit ein Fall für die Sektenbeauftragte.
Wenn zwei angeblich asiatische Mönche nach Mönchberg kommen, bringt das nicht nur Günther und seine Frau Resi, sondern auch deren Schwester Charlotte in Rage. Nach zweieinhalb turbulenten und höchst unterhaltsamen Stunden steht die Lösung kurz bevor. Der Mechaniker Roland, KFZ- Meister Günther, seine Tochter Sandra und seine Frau Resi sind genauso gespannt wie deren Schwester Lieselotte. Heinz Linduschka
Liebe Theaterfreunde, es ist bald wieder soweit, die Gesetzbücher möchten auch im Jahr 2024 mit einem neuen Stück allen theaterbegeisterten Zuschauern einen vergnügten und sorglosen Abend bieten. Lasst Euch unterhalten von dem Lustspiel mit dem Titel „Ein Guru für Do-Ping“ Wie gewohnt spielen wir vor Ostern im Pfarrheim und nach den Osterferien in der VfL Sport- und Kulturhalle. Die Eintrittskarten sind ab 01. Februar bei Corina Hagel im „Kreativity“ in der Aschaffenburger Straße 4 erhältlich. Eine Karte für einen unterhaltsamen Theaterabend gibt es unverändert für nur 10,00 € (Kinder 5,00 €)
Unsere Aufführungstermine 2024:
Samstag
02. März
20.00Uhr
Pfarrheim
Sonntag
03. März
18.00 Uhr
Pfarrheim
Samstag
09. März
20.00 Uhr
Pfarrheim
Sonntag
10. März
18.00 Uhr
Pfarrheim
Freitag
15. März
20.00 Uhr
Pfarrheim
Samstag
16. März
20.00 Uhr
Pfarrheim
Sonntag
17. März
18.00 Uhr
Pfarrheim
Freitag
22. März
20.00 Uhr
Pfarrheim
Samstag
23. März
20.00 Uhr
Pfarrheim
Sonntag
24. März
18.00 Uhr
Pfarrheim
– O S T E R P A U S E –
Freitag
26. April
20.00 Uhr
VfL-Halle
Samstag
27. April
20.00 Uhr
VfL-Halle
Freitag
03. Mai
20.00 Uhr
VfL-Halle
Samstag
04. Mai
20.00 Uhr
VfL-Halle
Samstag
11. Mai
20.00 Uhr
VfL-Halle
In der Vfl-Kultur- und Sporthalle werden auch in diesem Jahr wieder ab jeweils 19.00Uhr die beliebten Leckereien und Köstlichkeiten aus der Theaterküche unter der Leitung von Ulrike Goihl serviert. Im Pfarrheim werden unsere Zuschauer vom Team des Pfarrgemeinderates bewirtet. Unter www.diegesetzbuecher.de finden Sie vorab Infos zum Stück und viele weitere interessante Details, Bilder und Videos über „Die Gesetzbücher“ und unsere bisherigen Stücke. Reinschauen lohnt sich – und falls unsere Seite und unser Stück gefällt, freuen wir uns sehr über neue Gästebucheinträge. Eure Theatergruppe „Die Gesetzbücher“
Der Vorverkauf begann am Donnerstag, 23. März 2023. Karten gab es bei „Kreativity“.
Im Mai 2023 ging es endlich wieder los!
Wir, die Gesetzbücher, spielten für euch das Luststück „Die Yeti-Jäger“
Dieses Mal “ NUR “ in der VfL-Halle!
Termine waren Freitag 05. Mai 2023 20:00 Samstag 06. Mai 2023 20:00 Freitag 12. Mai 2023 20:00 Samstag 13. Mai 2023 20:00 Sonntag 14.Mai 2023 19:00 Donnerstag 18.Mai 2023 19:00 Freitag 19. Mai 2023 20:00 Samstag 20. Mai 2023 20:00
Eintrittskarten vom Jahr 2020 können noch getauscht werden.
Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens.
(Friedrich Nietzsche)
Es sollte wieder ein Neuanfang sein, mit unserem Stück „Die Yetijäger“, aber….. Der Sitzplan, C-gerecht optimiert, mit genügend Abstand, um richtig Lachen zu können! Mit Vorfreude, euch wieder zu sehen und eine wundervolle Theaterzeit zu erleben! Doch leider lässt die aktuelle Entwicklung keine verlässliche Planung zu. Weder für die Proben, noch für den Vorverkauf oder die Aufführungen. Schade, schade, schade! Wir sind gezwungen auch für dieses Jahr 2022 alle Termine abzusagen 🙁 Wir hoffen und glauben, dass es bald wieder heißt: „Vorhang auf, für die Gesetzbücher“. In Vorfreude darauf, seid zuversichtlich und bleibt gesund! Auf bald!
In diesem Jahr wollten und hofften wir, die ausgefallene Aufführung nachzuholen. Doch die Corona-Platte hatte einen Sprung. Immer wieder steigt die Inszidenz und macht alle Planungen kaputt.
Wir fiebern bereits jetzt der Premiere Ende März 2019 entgegen.
In den kommenden Proben wird das Stück geformt und dabei soll der bereits gelernte Text sich durch freies Sprechen verfestigen. Dadurch kann mehr die Körpersprache der einzelnen Rollen vertieft und ausgefeilt werden.
Wir fiebern bereits jetzt der Premiere Ende März 2019 entgegen.
Die Aufführungstermine 2019 sind hier abrufbar. Der Karten-Vorverkauf beginnt am 21.02. bei „Kreativity Mönchberg“