Ronny

  • Main-Echo vom 28.März 2011

    Main-Echo vom 28.März 2011

    Mamma mia, einfach zum Schießen

    Mafia-Lustspiel: Mönchberger Gesetzbücher starten zur »Kur ohne Schatten« – Mitreißender Angriff auf die Lachmuskeln

    Turbulentes Finale: Die Kurgäste werden vom Kommissar und von Mama Vitello mit Pistolen in die Zange genommen.
     
    Foto: Heinz Linduschka

    Mönchberg
    Laute Schimpfkanonaden à la »Mamma mia, Canneloni«, unzählige Schläge auf den Hinterkopf – so sieht es aus, wenn eine witzige Mafiavariante ihr Unwesen im Kurort Mönchberg treibt.
    Offensichtlich hat Regisseur Reinhold Keller mit seinem Team im 24. Jahr der Erfolgsstory der Mönchberger »Gesetzbücher« eine gute Nase bewiesen, als er im Kurort den lustigen Dreiakter »Kur ohne Schatten« wählte, denn so viel Lachsalven und Beifall wie bei der diesjährigen Premiere dürfte es im Pfarrheim noch selten gegeben haben.

    Turbulenzen im rosa Foyer

    Zugegeben: Es wird wieder viel mit Klamauk, mit Slapstick und auch mit Kalauern gearbeitet, aber das störte am Samstagabend niemanden. Turbulent, temporeich und mit meist mitreißender Spielfreude tobten sich die elf Akteure auf der Bühne aus, die in ein Kurhotelfoyer in Rosa verwandelt worden war. Der Portier Thorsten, von Marco Motzel – »Schick bis ins G’nick und wieder zurück« – in einer schönen Mischung aus Diensteifer und Motzhaltung gespielt, konnte den Eindruck gewinnen, nicht in einem Kurhotel, sondern in einer Irrenanstalt hinter dem Tresen zu stehen.
    Eleonore Knapp – wieder zum Schießen komisch – versucht als Mama Vitello mit ihrem Sohn Vincenzo, souverän und wandlungsfähig von Werner Becker verkörpert, das Collier der Gräfin Mathilde von Märthesheimer zu stehlen, von Renate Miltenberg genau so gespielt, wie man sich eine Gräfin vorstellt, die im Kurort Mönchberg kurt. Auch der Anton Häfner des Alois Miltenberger und der Peter Dressler des Erich Österlein erfüllen alle Klischees von kurunwilligen Kurgäste, die unentwegt auf die Suche nach Pizzas und Bier-Sixpacks sind und die Anwendungen als notwendiges Übel hinter sich bringen wollen.

    Spaß bei Slapstick und Kalauer

    Dass beide manchmal dicht an der Grenze zum Slapstick agieren und dabei nur noch vom Kommissarverschnitt Udo Seufert übertroffen werden, der so etwas wie eine Mönchberger Variante der »nackten Kanone« mit viel Spaß am überzogenen Agieren und am Kalauer auslebt, sorgt bei »Kur ohne Schatten« immer wieder für beste Laune im Publikum.
    Den großen Renner im Stück allerdings liefert ein Ehepaar, wobei der Mann von seiner Frau zur Kur gebracht wird: die Figuren der Roswitha und des Gisbert Maibohm sind allein schon das Eintrittsgeld wert. Alexandra Seufert und Gebhard Motzel liefern in diesen Rollen eine Leistung ab, die auch Profis alle Ehre machen würde.
    In begeisternder Naivität fragt sich Roswitha immer wieder: »Warum muss man sich in Männer verlieben? Ich hätt’ so einen schönen Hund anschaffen können.« Und ihr Gisbert braucht fast bis zum Ende des Stücks, um »Ehefrauenspucke auf der Backe« so richtig schätzen zu können. Dann hat der Göttergatte die Angriffe der beeindruckend nervigen Tessa, der temperamentvollen Anita Keller mit den lila Haaren, endlich abgeschlagen, auch mit Hilfe der patenten Krankengymnastin Silke, taff und energisch von Michaela Goihl dargestellt.
    Dass es um den echten oder vermeintlichen Diebstahl eines Colliers geht, ist fast schon Nebensache, so turbulent geht es zwischen den Gästen und Angestellten des Kurhotels zu. Und dass am Ende Vincenzo von der Mafia etwas mit Silke von der Krankengymnastik anfängt, wundert niemanden, denn bei einer Komödie kriegt am Ende ohnehin fast jeder jemanden ab.
    Ohrenfeigenfestivals zwischen Häppchen, alternative Reiseziele wie »Mallorca, Paris und Röllbach«, die besorgte Ehefrau Roswitha, die als eine zum Brüllen komische falsche Gräfin mit schwarzer Brille blind wie ein Maulwurf »unauffällig im Hotelfoyer herumflambiert« und unentschlossen zwischen »beknackt« und »overdressed« schwankt – wer von einer Komödie zwei Stunden lang lustige Unterhaltung ohne eine Minute Langeweile erwartet, kommt bei »Kur ohne Schatten« der »Gesetzbücher« voll auf seine Kosten.
    Dass Ludwina Weis als Souffleuse wieder mal arbeitslos ist, dass die Maske der Helga Becker und die Frisuren der Jessica Schöner genauso stimmig sind wie die Technik, für die Ronald Reinfurt und Mike Haber sorgen, rundet einen gelungenen Abend ab, zu dem man Regisseur Reinhold Keller und seiner Truppe nur gratulieren kann. Heinz Linduschka

  • Main-Echo vom 14.März 2011

    Main-Echo vom 14.März 2011

    Turbulente »Kur mit Schatten«

    Theater: Neue Komödie der »Gesetzbücher« hat am Samstag, 26. März, Premiere im Mönchberger Pfarrheim

    Mönchberg Am 26. März öffnet sich im Pfarrheim Mönchberg wieder der Vorhang zur Theatersaison; bereits am 10. Februar hat der Kartenvorverkauf begonnen. Es ist die 24. Saison der »Gesetzbücher«, die Jahr für Jahr für beste Unterhaltung garantieren und dafür sorgen, dass die Lachmuskeln der Zuschauer strapaziert werden.


    Turbulent geht es im Foyer des Kurhotels »Der rosa Flamingo« zu, wenn die Mönchberger »Gesetzbücher« ab Samstag, 26. März, zur »Kur mit Schatten« einladen. Foto: Heinz Linduschka

    Foto: Heinz Linduschka

    Ganz stilvoll haben die Verantwortlichen in diesem Jahr eine Komödie gewählt, die besonders gut in den Luftkurort Mönchberg passt: »Kur mit Schatten« heißt das Stück in drei Akten mit elf Akteuren, von denen die meisten eingeschworenen »Gesetzbücher«-Fans bestens bekannt sind. Im Foyer eines Kurhotels spielt sich eine turbulente Geschichte ab.
    »Rosa Flamingo« als Schauplatz
    In Kurzfassung und ohne das Ende zu verraten: Gisbert Maibohm ist zur Kur im Kurhotel Zum Rosa Flamingo. Für ihn ist die Kur aber alles andere als erholsam. Gleich nach seiner Ankunft nimmt ihn die nervige Tessa in Beschlag.
    Das gefällt seiner Roswitha, Gisberts Frau, natürlich ganz und gar nicht. Sie spioniert als Gräfin getarnt ihrem Mann nach. Als italienische Kurgäste sich ganz intensiv für die angebliche Gräfin interessieren und beim Tanztee ein wertvolles Collier verschwindet, wird es höchste Zeit, dass ein Kommissar auf der Bühne auftaucht – ohne dass dadurch natürlich Ruhe einkehrt – im Gegenteil!
    »Kur mit Schatten«, eine Komödie mit dem Originaltitel »Unter Bademänteln«, kommt in Mönchberg insgesamt 14-mal zur Aufführung.
    Heinz Linduschka

  • Aktuell 2011/02

    Willkommen bei der Theatergruppe „Die Gesetzbücher“

    Im Mai 1987 wurde unsere Theatergruppe gegründet.
    Den Namen „Die Gesetzbücher“ tragen wir, um damit unsere Verbundenheit zur Tradition und Geschichte Mönchbergs hervorzuheben. Deshalb versuchen wir auch stets unsere Theaterstücke mit Mönchberger Gegebenheiten und –Originalen
    zu „würzen“.

    „Kartenvorverkauf bei Kreativity“

    Mit „Kur mit Schatten“ im Original „Unter Bademäntel“ von Vera Wittrock (Deutscher Theaterverlag) ging es am Samstag los.
    Plakat 

     

    Die Premiere war ein voller Erfolg

    Nur noch ein paar Minuten …. Das Lampenfieber steigt bei allen Spielern. Jetzt heißt es, „Das Kribbeln“ in den Griff zu bekommen…
    Doch als der Vorhang aufging und das Publikum uns mit Applaus begrüßte, liefen wir zur Höchstform auf.

  • Aktuell 2011/02 Endlich ist es geschafft.

    Jetzt kommt Farbe ins Spiel

    Das Bühnenbild steht und die Spannung steigt

     

    Mit Kostüm auf der frisch gestrichenen Bühne proben bringt ein ganz neues, aufregendes Feeling.
    Die Premiere rückt immer näher. Am 26. März geht der Vorhang auf und für alle Spieler
    heißt es dann,
    „Das Kribbeln, genannt Lampenfieber“ in den Griff bekommen
    Geht der Vorhang auf und das Publikum begrüßt uns mit Applaus, laufen wir zur Höchstform auf und das Spiel beginnt.

  • Main-Echo vom 12.08.2010

    Main-Echo vom 12.08.2010

    Gesetzbücher greifen tief in die Schatulle

    Spende: 9200 Euro an Pfarrei und VfL

    Großzügige Spende: Reinhold Keller (links) übergibt den Erlös der »Gesetzbücher«-Aufführungen an VfL-Vorsitzende Renate Jestrich und Kirchenpfleger Klaus Lang.  Foto: privat

    Mönchberg

    Die Laientheatergruppe »Die Gesetzbücher« aus Mönchberg hat ihre Spendenschatulle weit geöffnet. Leiter und Regisseur Reinhold Keller übergab den Erlös der 14 Aufführungen im Pfarrheim Sankt Wendelin und in der VfL-Kultur- und Sporthalle an die Pfarrgemeinde Sankt. Johannes der Täufer und den VfL Mönchberg.
    Kirchenpfleger Klaus Lang nahm in Vertretung von Dekan Franz Leipold 7400 Euro entgegen. VfL-Vorsitzende Renate Jestrich freute sich über einen Betrag von 1800 Euro.
    Wie Keller berichtete, sind die 14 Vorstellungen in Mönchberg von mehr als 2300 Zuschauern besucht wurden. Das sei ein großer Erfolg, da mehr als 80 Prozent der Gäste von außerhalb gekommen seien. Er versprach, alle Fans der »Gesetzbücher« könnten sich bereits auf die nächste Saison (März bis Mai 2011) freuen: »Das neue Stück ist schon in der Vorbereitung.«
    red

  • Ein Wochenende voller Zärtlichkeiten

    Ein Wochenende voller Zärtlichkeiten

    Liane schenkt Egon zur Silberhochzeit einen Gutschein für ein Wochenende voller Zärtlichkeiten. Sie hat sich für diesen Tag, er fällt auf Silvester, viel vorgenommen. Ihre Schwester Rosine mit Mann Hans-Dieter kommen dieses Jahr nicht zu Besuch, ihre Mutter Amanda bleibt im Seniorenheim und Tochter Julia zieht ein paar Tage zu ihrer Freundin.
    Egon hat den silberhochzeits-Tag natürlich vergessen. Nachdem er von Frau und Tochter darauf gestoßen wurde, versucht er verzweifelt nach einem Geschenk. Die Idee, von der Nachbarin Gudrun Spitzenunterwäsche zu kaufen, schlägt fehl. Die letzte Rettung ist Nachbar Fritz. Dessen Neffe Florian soll mit ein paar Kumpels einen Tanz nur für seine Frau aufführen.
    Doch alles kommt anders. Nach und nach trudelt die ganze Verwandtschaft ein. Selbst Mutter Amanda taucht mit ihrem jüngeren Verlobten auf und weigert sich wieder ins Seniorenheim zu gehen. Es wird wahrlich ein „Wochenende voller Zärtlichkeiten “

  • Theaterstück 2010

    Zwei mal dürfen wir noch!

    Mit unserem Luststück

    Ein Wochenende voller Zärtlichkeiten„.

     

    haben wir bei 10 Aufführungen im Pfarrheim erfolgreich unserem Publikum zum Lachen gebracht.

    Jetzt sind wir umgezogen.

    Seit 23.04.2010 heißt es in der VFL-Turnhalle wieder

    „Vorhang auf“

  • Zu unserem neuen Stück „Ein Wochenende voller Zärtlichkeiten“

    Jetzt nach der Halbzeit unserer Aufführungen ist es Zeit sich über den Erfolg Gedanken zu machen!

    Warum kommen wir so gut an? Was können wir noch besser machen?

    Log dich ein und gib einen Kommentar ab. Wir freuen uns drauf

  • Main-Echo 18.März 2010

    Main-Echo 18.März 2010

    Weis und Miltenberger stehen zum 250. Mal auf der Bühne

    Theater: Jubiläen bei Mönchberger Gesetzbüchern

    Mönchberg
     Seit mehr als 20 Jahren begeistern die Akteure der Mönchberger Gesetzbücher Theaterfreunde aus Nah und Fern. Zwei von ihnen feiern in dieser Spielzeit ein besonderes Jubiläum, Ludwina Weis und Alois Miltenberger stehen heuer zum 250. Mal auf den Brettern.

    Beide haben schon in den 50er und 60er Jahren in der »Anstalt« bei den Schwestern Theater gespielt und beide sorgen dafür, dass heute Neulinge schnell und bruchlos in die »Gesetzbücher« integriert werden.
    Ludwina Weis hat seit vielen Jahren den besten Platz – ob im Pfarrheim oder im der VfL-Turnhalle: direkt vor der Bühne im Souffleurkasten. Dort isst sie mit großer Ruhe ihre Apfelstücke und passt auf, dass kein Wort des Stücks verloren geht. Und die Schauspieler können ganz sicher sein, dass sie von Ludwina nie im Stich gelassen werden, wenn sie ihr Gedächtnis mal im Stich lassen sollte.
    Heuer, beim »Wochenende voller Zärtlichkeiten«, waren ihr die Akteure fast ein bisschen zu textsicher: »Ich habe überhaupt nichts zu tun«, versicherte sie jedem, der einen Blick in ihren Holzkasten warf.
    Am 27. März steht Alois Miltenberger zum 250. Mal auf der Bühne. Als Gründungsmitglied der »Gesetzbücher« arbeitete er anfangs auch als Regisseur, bevor er sich ganz auf seine Rolle konzentrierte. Ob als »der Herr von der Krankenkasse« in »Wer krank ist, muss gesund sein« oder als liebestoller Rentner Otto in »Liebe, Diebe, Leichen« ist er sicher auch vielen jüngeren Theaterfans noch in bester Erinnerung. Heuer überzeugt er als neugieriger Nachbar Fritz.
    red

     

  • Main-Echo 16.März 2010

    Main-Echo 16.März 2010

    Stimmig und mit Liebe zum Detail

    Gesetzbücher: Vollblut-Volkstheater beim »Wochenende voller Zärtlichkeiten« in Mönchberg – Alle Akteure überzeugen

    Mönchberg
     Wenn man vom »Kulturlandkreis Miltenberg« spricht, dann denken die meisten an Chöre, Musikkapellen, bildende Künstler und Maler – kaum jemand spricht von Theater. Schade eigentlich. Denn was hier an Volkstheatergruppen aktiv ist, stellt manches Bauerntheater im Fernsehen in den Schatten. Jüngstes Beispiel:

    /mvol1prod/hires/02/06/70/18/32h.001

    »Ein Wochenende voller Zärtlichkeiten«, das die Mönchberger Gesetzbücher mit ihrem diesjährigen Stück versprechen.
    Eindeutig zweideutig
    Natürlich wird auch da mit den üblichen und bekannten Versatzstücken gearbeitet: Es wird »beiseite gesprochen«, als ob der Partner auf der Bühne schwerhörig wäre und nicht mitbekäme, wenn man Dinge sagt, die der Letzte im Publikum hört Die zahlreichen Türen auf der Bühne müssen für temporeiche Versteck- und Nachlaufspiele herhalten. Viele Stellen klingen eindeutig zweideutig und sind trotzdem jugendfrei. Und immer wieder sind Sätze zu hören, die nicht so schnell vergessen werden und zum Lachen sind.
    »Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen« lässt Loriot alias Vico von Bülow seine Figuren resümieren. Die Gesetzbücher sagen eigentlich dasselbe, aber auf ganz andere Art: deftiger, umgangssprachlich, mit Dialekt und so, dass nach gut zwei Stunden Spielzeit das Publikum Bauchschmerzen vom Lachen hat.
    Wenn Renate Miltenberger alias Liane ihrem Egon (Gebhard Motzel) verärgert zuruft: »Wir hätten euch Männer im Paradies zurück lassen sollen«, entgegnet der kühl: »Wir wollten net raus.« Und auf ihre hoffnungsfrohe Frage »Egon, du liebst mich doch?« folgt nur ein »Na klar.«
    Auch die Ehe von Lianes Schwester Rosine (Anita Keller) mit ihrem Hans-Dieter (Werner Becker) funktioniert nach diesem Muster. »Ein Gen weniger, und du hätt’st Borsten und ein Ringelschwänzchen« muss sich der Pantoffelheld anhören – im »Wochenende voller Zärtlichkeiten« die Grundlage für eine jahrzehntelange Ehe.
    Kaum eine Zutat temperamentvollen und temporeichen Volkstheaters haben die Gesetzbücher bei ihrem Menü vergessen: Nachbar Fritz (Alois Miltenberger) erfüllt alle Bedingungen für eine Einstellung bei einer volkstümlich-harmlosen Spielart der Stasi, und Nachbarin Gudrun (Daniela Schmitt) ist die Personifikation der Neugier und des Schmarotzertums. Besucherin Lotte (Alexandra Seufert) spielt mit zum Brüllen komischer Naivität und L-Schwäche eine verhinderte Schauspielerin, Eleonore Knapp mit ihrem komödiantischem Talent gibt eine 75-jährige Großmutter, die sich angeblich einen jungen Geliebten anlacht, um aus dem langweiligen Altenheim zu entkommen, und dieser Geliebte (Udo Seufert) macht seinem Namen Buntspecht alle Ehre. Neben den durchweg überzeugenden Auftritten aller Akteure besonders erfreulich: Im »Wochenende voller Zärtlichkeiten« verzichten die Gesetzbücher auf den maroden Charme von Bauernstuben und aufgesetztem oberbayerischem Flair.
    Bühnenbild ist hell und modern
    Das Bühnenbild ist hell und modern. Julia, die Tochter von Egon und Liane – mit guter Gestik und Mimik von Daniela Wolz verkörpert – bringt die Stimme der realistischen, taffen Jugend auf die Bühne, und auch die drei Tänzer in Nikolauskostümen mit Fritz’ Neffen Florian (Marco Spall) an der Spitze sorgen dafür, dass beim Volkstheater das 21. Jahrhundert an die Tür klopft – ohne dass die bewährten und beliebten Versatzstücke des Genre auf der Strecke blieben: Die Besenkammer ist wirklich unverzichtbar, Küsse im Dunkeln und wilde Verwechslungen kommen nicht zu kurz, und eine 75-Jährige mit »Ferz im Kopf« garantiert Lachsalven.
    Alles ist stimmig und mit Liebe zum Detail von Regisseur Reinhold Keller inszeniert und wird von einer bewährten Mannschaft hinter den Kulissen mit Phantasie und Sorgfalt zum Erfolg geführt. Kein Wunder, dass die Aufführungen fast ausverkauft sind, und so mancher Satz im lauten Lachen des Publikums untergeht.
    Heinz Linduschka