Die Auswahl von Leseproben verschiedener Autoren ist abgeschlossen. Nachdem ein paar Stücke in die engere Auswahl gefallen sind, wurde vom erweitertem Gremium das nächste Stück festgelegt. Dabei sind Aspekte wie „Wer spielt was“ , „wieviel Probezeit ist für den Einzelnen möglich“ und Bühnen-erfordernisse zu berücksichtigen. Bestimmt kommen darin auch ein paar Eigenheiten vor, die speziell auf die Spieler und die örtlichen Gegebenheiten zugeschnitten sind.
Der Autor des Stückes ist vom Norden bis in den Süden und sogar bis in die Schweiz bekannt. Genau dieses Stück wurde bereist erfolgreich von verschiedenen Theatergruppen aufgeführt. Wir sind uns sicher, dass wir den Geschmack unseres Publikums wieder getroffen haben und ihnen eine turbulentes und abwechslungsreiches Luststück bieten können.
Spielort
Das Pfarrheim mit seiner gemütlichem Ambiente wird für 10 Aufführungen ab Anfang März 2024 nach langer, unfreiwilliger Pause wieder öffnen und im April/Mai sind weitere Aufführungen in der VfL-Turnhalle mit der hohen Bühne und den bekannten Annehmlichkeiten geplant.
Lernen, Lernen, Lernen…
Die erste „Leseprobe“ hat schon stattgefunden. Jetzt geht es auch gleich auf unserer Hausbühne im Pfarrheim weiter, wo zwar noch mit Textheft aber auch schon mit freiem Sprechen die einzelnen Rollen von unserem Reeegiee Reinhold inszeniert werden.
Unser „Neuling“ in der Theaterfamilie hat sich sehr gut eingefügt. Mit seiner liebevollen Art hat er gleich zu jedem eine guten Draht und er hilft wo er kann. Er wurde ja mit wenig Text und einer kleinen Rolle „geködert“. Aber jede Rolle, ist sie auch noch so klein, ist eine Hauptrolle!! Das ist ihm nun auch bewusst.
Reinhold Keller aus Mönchberg hat diese tolle Leistung erreicht. Durch seine mit reißende Art konnten wir uns Jahr für Jahr immer wieder ein Stückchen mehr steigern. Wenn er das neue Theaterstück in die Hände bekommt, setzt er sich intensiv damit auseinander. Er hat ein richtig glückliches Händchen jedem die richtige Rolle zu geben, da er genau weiß was er aus uns rausholen kann. Bei Probebeginn hat er das Stück schon vor seinem geistigen Auge und so (oder besser) kommt es dann auch zur Ausführung. Er kann jedem seine Rolle, egal ob Frau oder Mann, vorspielen. Läßt uns, wenn es mal hakt auch 20 Mal zur Türe rein kommen. „Man muß merken wer ihr seid und warum ihr durch diese Tür kommt!!!“ sagt er. Ja das stimmt, aber es ist schon eine Herausforderung …. wenn man es ja selbst noch nicht fühlt „WEN“ man in dem Theaterstück überhaupt spielt. Mit seiner Geduld, Diplomatie und seiner positive Ausstrahlung nimmt uns mit und läßt uns in die Rollen optimal hinein wachsen. Neuen Mitspielern gibt er Halt und fügt sie mit Feingefühl in die Gruppe ein. Als Schauspieler verfügt er auch über ein großes Repertoire. Egal ob Bauer, Polizist, Gärtner, Jäger oder eine Frauenrolle, er kann einfach in jede Rolle schlüpfen und sie überzeugend auf die Bühne bringen. Es ist schon ein großes Geschenk ihn als Regisseur bei uns zu haben. Er ist die Seele unserer Theatergruppe. Danke „Reschie“ für Alles! https://www.diegesetzbuecher.de/reinhold_k/
Helga Becker erfährt Ehrung für 35 Jahre Maske und Styling
Reinhold Keller und Helga Becker beim Schlussapplaus nach der Ehrung. hochgeladen von Reinhold Keller
„Die Gesetzbücher“ haben schon Glück mit ihrem Personal. Für die Maske und die Frisuren ist Helga Becker seit 35 Jahren aktiv. Mit viel Liebe zum Detail hat sie den Schauspielern blutige Wunden oder auch mal ein blaues Veilchen „verpasst“. Natürlich hat sie auch geschminkt und die Haare gestylt und damit die Schauspieler zu Typen gemacht. Alle gehen gerne in die Maske, weil dort noch vor dem Spiel ein kleiner Plausch über alle möglichen Themen statt findet. Nach der Aufführung geht man gerne in die Maske, weil dort Helga Becker in ihrer unnachahmlichen Art auch durch Gespräche für Entspannung sorgt. Und die Schauspieler beim Abschminken die Anspannungen abbauen können. Sie arbeitet im Hintergrund und sorgt damit für die perfekte Wirkung der Schauspieler im Vordergrund.
Reinhold Keller wurde bei der Dernière – für ihn völlig überraschend – ebenfalls geehrt: seit 30 Jahren führt er Regie bei den „Gesetzbüchern“.
Eine kurze, aber intensive Theatersaison ist erfolgreich zu Ende gegangen.
Der Vorverkauf begann am Donnerstag, 23. März 2023. Karten gab es bei „Kreativity“.
Im Mai 2023 ging es endlich wieder los!
Wir, die Gesetzbücher, spielten für euch das Luststück „Die Yeti-Jäger“
Dieses Mal “ NUR “ in der VfL-Halle!
Termine waren Freitag 05. Mai 2023 20:00 Samstag 06. Mai 2023 20:00 Freitag 12. Mai 2023 20:00 Samstag 13. Mai 2023 20:00 Sonntag 14.Mai 2023 19:00 Donnerstag 18.Mai 2023 19:00 Freitag 19. Mai 2023 20:00 Samstag 20. Mai 2023 20:00
Eintrittskarten vom Jahr 2020 können noch getauscht werden.
… und es gibt ihn doch! Den Yeti! Er wurde mehrmals gesehen. In Mönchberg. Jetzt sind Wissenschaftler, Jäger, Journalisten und Tierschützer unterwegs, um ihn zu erblicken und – ihren jeweiligen Motiven folgend – ihn zu stellen. So handelt die Geschichte des The- aterstückes, welches aktuell auf der Bühne der Mönchberger Gesetzbücher in der VfL-Kultur- und Sporthalle aufgeführt wird. In der „Pension zum strammen Hirsch“ ist man sich uneinig, wie mit der neuen Situation umgegangen werden soll. Dabei ist der Inha- ber einer der Verursacher dieses Yeti-Hypes. Der geplante Verkauf der Pension bringt einige Verwicklungen ans Tageslicht, in das sich neben der Schwester der Besitzerin auch die Nachbarin einschaltet. Die zwielichtige Anwältin, welche den Verkauf abwickeln soll, hat eigene Interessen. Es kommt wie es kommen muss: Es gibt Streit, Missverständnisse und einige ramponierte Mitmenschen nach einer turbulenten Nacht. Welche Rollen eine weltbekannte Sängerin und eine militante Tierschützerin, aber auch der Sohn des Hauses spie- len, das wird der Zuschauer live erleben. Die Mönchberger „Gesetzbücher“ bringen dieses Luststück dieses Jahr endlich auf die Bühne. Die Generalprobe hatte im März 2020 noch stattgefunden, aber alle geplanten Termine wurden dann wegen Corona abgesagt. Daher ist die Lust am Spielen nach dieser anstrengenden Zeit in jeder Rolle deutlich erkennbar. Endlich wieder Theaterspielen! Die Gruppe will in ihrer bewährten Art die Zuschauer unterhalten, erfreuen und zum Lachen bringen. Bleibt noch zu erwähnen, dass Renate Miltenberger ihren 400. Auftritt auf der Mönchberger Bühne feiert. Sie ist nun – neben Anita Keller und Gebhard Motzel – die Dritte, die dieses außerordentliche Jubiläum feiert. Weitere Infos zum Theater: www.diegesetzbuecher.de
meine-news.de-Beitrag » Reinhold Keller aus Mönchberg
Laienschauspiel: „Die Yety Jäger“ in Mönchberg – Unterhaltsames Theater mit eingebauter Lachgarantie
Mönchberg: Corona war schuld, dass es drei Anläufe brauchte, bis sich bei den Mönchberger »Gesetzbüchern« endlich der Vorhang für »Die Yeti Jäger« öffnete. Der zum Brüllen komischen Dreiakter von Andreas Wening, wurde wieder einmal von Anita Keller den exzellenten Amateurakteuren auf den Leib geschneidert.
Zwei Dinge sind seit dem Start der »Gesetzbücher« 1987 wie in Stein gemeißelt: Mit dem beachtlichen Erlös werden Jahr für Jahr kulturelle und soziale Projekte im Ort oft erst möglich gemacht, und wenn die Akteure auf die Bühne kommen, sind Lachsalven und allerbeste Unterhaltung garantiert.
Das ist auch heuer so, wie die Premiere in der ausverkauften VfL-Halle am Freitagabend bewiesen hat. Spontane Lachsalven und prasselnder Applaus zogen sich durch drei Akte und belohnten die Akteure für ihr temperamentvolles Spiel mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik.
Turbulente Story
Die turbulente Story kreist um etliche offene Fragen: Müssen die Schmierhubers – die resolute Alexandra Seufert als Evelyn, Gebhard Motzel als ihr leicht verpeilter Mann Ulrich mit ihrem Sohn Thorsten (Marco Motzel), der von seinem Vater offenbar das »hormonelle Schleudertrauma« geerbt hat – ihre Pension »Zum strammen Hirsch« wegen der Konkurrenz des Sporthotels verkaufen? Wie lange können Corina Öhrlein als Nachbarin Silke und Evelyns Schwester Gundula (Anita Keller) noch allen auf die Nerven fallen, bis es kracht?
Die taffe, aber zwielichtige Rechtsanwältin Almut (überzeugender Start von Nicole Gramling bei den »Gesetzbüchern«), die attraktive, aber etwas hyperaktive Tierschützerin Franziska (Mareike Abb), Udo Seufert als leicht überdrehter Yeti-Experte und der selbstsicher auftretende Schützenkönig mit dem schönen Namen »Pillermann« (Reinhold Keller) runden das überzeugende Team auf der Bühne ab, in dem Renate Miltenberg bei der Premiere als Volksmusikstar Marianne Rödel ihren bisher 399 Auftritten in Mönchberg ein Jubiläums-Highlight auf der Bühne hinzufügte.
Es ist sehr selten, aber in Mönchberg ist es so: Alle Akteure spielen ihre Rollen nicht, sie leben sie und wirken absolut authentisch. Die Frage, ob es rund um den »strammen Hirsch« einen Yeti gibt, scheint spätestens dann beantwortet, wenn das Fabelwesen gleich in mehreren Ausgaben fast inflationär auf der Bühne auftaucht.
Zugegeben: Manchmal geht es schon sehr turbulent zu, aber das störte bei der Premiere niemanden. Das liegt zu einen am überzeugenden Spiel aller Akteure, zum anderen an den Formulierungen, bei denen sich niemand unter Niveau amüsieren muss.
Geistreiche Sprüch‘
Die »geistreiche Sprüch’« mögen ja manchmal grenzwertig sein, witzig und intelligent aber sind sie immer. In einen Ehekrach, der sprachlich auch mit schönen Loriot-Szenen mithalten kann und in der Feststellung Ulrichs endet: »Es ist wurscht, was du anhast!« passt Evelyns Antwort: »Mein Gott, sind Männer primitiv!« Was Gundula unter »bahnbrechend« versteht, hat das Zeug zum Kult und die taffe Silke muss damit leben, dass es heißt, der einzige Mann, der zu ihr komme, sei »Käpt’n Iglo«.
Ob Evelyn die Bitte ihres Sohnes erfüllt: »Mama, guck mich net in dem Ton ou!« wird nicht verraten, aber eines machen die Gesetzbücher ganz sicher nicht: »Lass uns ‚Halt die Klappe‘ spiel’n – und du fängst an.« Im Gegenteil: Die »Yeti Jäger« garantieren weitere sechs höchst unterhaltsame und witzige Theaterabende in der VfL Halle, wenn man noch eine Karte ergattert.
Der Schützenkönig Pillermann ist auf der Jagd nach dem Yeti, Nachbarin Silke auf Männerjagd – wer wird erfolgreicher sein? FotoHeinz LinduschkaEvelyn ist mit ihren Nerven am Ende. Und da sind auch ihr Sohn Thorsten und Tierschützerin Franziska keine Hilfe – im Gegenteil. Foto: Heinz Linduschka
Interview: Renate Miltenberger – 400 Aufführungen in 36 Jahren und kein bisschen müde
Theaterspielen ist Gehirnjogging, großes Vergnügen und praktische Lebenshilfe
Mönchberg. In 35 Rollen stand sie seit 1987 in Aufführungen der Mönchberger Gesetzbücher auf der Bühne – und immer waren die Zuschauer begeistert. Renate Miltenberger ist von Anfang an dabei und steht bei der Premiere der „Yeti-Jäger“ am 5.Mai zum 400. Mal auf der Bühne, Grund genug, sie nach ihren Erfahrungen in Sachen Theater zu fragen. Sie sprach mit unserem Mitarbeiter Heinz Linduschka.
ME: Mit welchen Erwartungen sind Sie 1987 zu den „Gesetzbüchern“ gestoßen und wie haben sich Ihre damaligen Erwartungen in den 36 Jahren erfüllt?
Miltenberger: Erwartungen hatte ich keine, nur ein Anliegen: Unseren Zuschauern einen Abend zu schenken, um den Alltag zu vergessen. Dies hat sich in den 36 Jahren auch nicht geändert.
Natürlich ist es eine tolle Sache einfach mal jemand anderes zu spielen, gemeinsam so herrlich kindisch zu sein, und den Text bekommt man auch noch dazu. Die Gruppe aus dem zusammengewürfelten Haufen 1987 wurde zu einer großen, ganz besonderen Familie. Das Leben hat sie verändert aber das Theaterspielen ist und bleibt unsere Passion.
Eine Rolle zu lernen ist natürlich Gehirnjogging vom Feinsten, sich viele Dinge zu merken fällt einem schon einfacher. Das hat man nun nach den drei Jahren Pause gemerkt, wir fangen neu an Text lernen zu lernen. Auch im normalen Leben ist Theaterspielen von Nutzen. Wie oft kommt eine Situation, in der man sich nicht so wohl fühlt, oder ist aufgeregt, hier versetzte ich mich einfach in die Rolle „Renate“ und kann so viel besser den Überblick bewahren und auch Abstand behalten. Die vielen Highlights im Theater, ein gutes Repertoire an Sätzen, die zu Situationen passen, sind schon ein Geschenk. Hier hatte ich auch schon oft die Lacher auf meiner Seite.
ME: Gibt es ein, zwei Ereignisse oder Lieblingsrollen die Ihnen in den vielen Jahren besonders in Erinnerung geblieben sind?
Miltenberger: Eigentlich ist jede Rolle, egal, ob groß oder klein, etwas Besonderes. Sich in eine Rolle fallen zu lassen und sie auszufüllen mit allem, was einem zu Verfügung steht, bedeutet mir sehr viel. Bei größeren Rollen war es so, dass es mir oft schwer gefallen ist, nach der Aufführung wieder die „normale“ Renate zu sein. Auf der Bühne spiel‘ ich nicht die Rolle, ich bin die Person, die ich spiele!
Einige meiner Lieblingsrollen war 2015 bei dem Stück „Trubel im Rathaus“ die Hippie-Tante Tamara. Heute sagen wir noch „…kommt lasst uns einen Sitzkreis bilden und drüber reden?“ Bei dieser Rolle konnte ich mich so herrlich verstellen. Ansonsten kann ich die Frage wirklich nicht beantworten, ich hab‘ mir auf unserer Homepage nochmal die vielen Stücke angeschaut, in denen ich mitgespielt habe und auch den Videoclip dazu, dabei mußte ich herzhaft lachen. Jede Rolle hat einfach ihren Charme.
ME: Wenn Sie das Theaterspielen 1987 mit der Situation und auch mit den Erwartungen und dem Verhalten des Publikums heute vergleichen: Was hat sich verändert und wie bewerten Sie das?
Miltenberger: Heute ist es so, daß es manchmal eine Weile dauert bis die Zuschauer ganz bei uns sind, der Alltag ist heute viel mehr ausgefüllt mit allem Möglichen. Man merkt aber sofort, wenn der Funke übergesprungen ist. Dann geht das Publikum mit und das Spielen macht so richtig Spaß. Ein kleines Geheimnis: Wir haben so ein paar ganz kleine Stellen, wo auch wir einen Teil des Publikums sehen. Es ist einfach ein Genuss zu beobachten, wie sich nach und nach der Gesichtsausdruck verändert, ein Lächeln sich bis in die Augen ausbreitet und man nur dar-auf wartet, so richtig loszulachen. Dann weiß ich, die Proben haben sich gelohnt und wir haben alles richtig gemacht.
Das Publikum freut sich auf einen unbeschwerten Abend, bei dem nichts wichtiger ist als sich von uns in einen Raum der Freude und Leichtigkeit entführen zu lassen.
Egal, ob Jung oder Alt, gemeinsam lachen tut einfach nur gut. Ich bin dankbar auch meinen Teil dazu beitragen zu können. Die vielen Stunden Proben und das Lernen sind vergessen. Einfach nur spielen und den Abschlussapplaus aus vollem Herzen genießen. Ich bin sehr stolz eine von den Gesetzbüchern zu sein, es ist ein wundervolles Hobby inmitten liebenswerter Menschen. Dafür bin ich sehr dankbar.
Renate Miltenberger auf der Homepage der Gesetzbücher: https://www.diegesetzbuecher.de/renate_m/.
400. Auftritt: Renate Miltenberger als Marianne Rödel Foto: Linduschka
In diesem Jahr wollten und hofften wir, die ausgefallene Aufführung nachzuholen. Doch die Corona-Platte hatte einen Sprung. Immer wieder steigt die Inszidenz und macht alle Planungen kaputt.