2007

  • Wer krank ist muss kerngesund sein

    Wer krank ist muss kerngesund sein

    Ein Krankenhaus am Rande des Ortes.
    Der Oberarzt Dr. Marc Krüger verscherzt sich durch seine arrogante Art,
    sämtliche Sympathien bei der Belegschaft. Deshalb planen die
    Krankenschwestern Lisa und Senta, die Sekretärin Ariane Berger und die
    Putzfrau Olga einen Rachefeldzug gegen Dr. Krüger.
    Die Chefärztin Frau Dr. Wehling bekommt von den Intrigen ihrer Belegschaft wenig mit.
    Sie hat so ihre Last mit den eingebildeten Krankheiten des Werner Schnitzlers und mit
    Gustav Holbrook, ein Herr von der kassenärztlichen Überprüfung und
    einer fehlenden Krankenakte. Manni, ein Patient aus der Psychiatrie, taucht dann
    auch noch zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit auf.

  • Auszug aus dem Main-Echo(06.03.2007)

    Auszug aus dem Main-Echo(06.03.2007)

    Auszug aus dem Main-Echo:

    Zauberhaftes Chaos um eine alternde, schusselige Elfe


    Mönchberg. Knapp zwei Stunden dauert der Dreiakter »Wer glaubt denn schon an Elfen?«, den die Mönchberger »Gesetzbücher« in diesem Frühjahr zwölfmal aufführen. Und zumindest am Samstag im katholischen Pfarrheim hat sich kaum einer der 150 Besucher gelangweilt. Am Inhalt des Stücks liegt es sicher nicht, dass am Schluss alle begeistert Beifall spendeten – eher schon an der schlüssigen Regie Werner Beckers und an den durchweg überzeugenden schauspielerischen Leistungen der 15 Akteure.
    Einfach unterhaltend
    Die Geschichte nämlich ist recht einfach und hat nicht mehr im Sinn als Unterhaltung – aber auch das ist ja nicht wenig. Eine alte Waldelfe – zum Schießen komisch gespielt von Eleonore Knapp, auch in der Verkleidung als Irrenärztin und als schwarzes Bunny mit weißem Pürzel – hat ihren Zauberstab verloren, den ihr Marlene (Alexandra Seufert) und der Butler Johannes (Pascal Thomas) wiederbringen. Zum Dank haben alle Hausbewohner einen Wunsch frei – nur hat die Elfe vergessen, dass sie das junge Paar in einen Zauberschlaf versetzt hat, als sie verriet: Sobald ein Wunsch ausgesprochen wird, ist er erfüllt. Kein Wunder, dass nun das Chaos ausbricht.
    Turbulente Wunschvorstellung
    Marlene spricht nur noch in Klassikerversen, die Fremdwortspezialistin Sabine (Jasmin Haber) mutiert durch den Zauberspruch zum mannstollen Weib. Hausherr Claus (Udo Seufert)
    hingegen gleitet in den seligen Zustand des permanenten Betrunkenseins hinüber und seine Frau Henneliese (Anita Keller) wird auf wundersame Weise blitzschnell schlank – ohne Fettabsaugung selbstverständlich, wie Claus‘ ebenso misstrauische wie sympathische Schwester Alexa (Renate Miltenberger) vermutet. Professor Morgenrot (Alois Miltenberger) und sein naiv-ungeschickter Sohn Thomas (Gebhard Motzel) tragen ihren Teil zum Chaos auf der Bühne bei. Liebesgott Amor (Erich Österlein) und sein Ungeschick passen gut dazu. Und auch die Psychiaterin Dr. Scheckhill (Daniela Schmitt), ihre kräftigen Pfleger (Werner Becker und Reinhold Keller), der etwas verwirrte und flirtanfällige Kommissar (Oliver Reinfurt) und seine pflichtbewusste Assistentin (Michaela Goihl) runden das geschickt aufgebaute Personaltableau schlüssig ab. Wie es ausgeht, wird nicht verraten. Nur soviel: Das Stück bleibt bis zum Ende erfrischend turbulent und kurzweilig. Maskenbildnerin Erika Zöller trägt zum Erfolg ebenso bei wie die Bühnenbildner, Techniker Ronald Reinfurt und Souffleuse Ludwina Weis. Schon die Kostüme und die Schminke der Akteure sind sehenswert. Zudem ist es den »Gesetzbüchern« wieder einmal gelungen, die Rollen ideal zu besetzen. Jeder meistert seinen Part – groß oder klein – mit erkennbarer Freude am Spiel, mit viel Temperament und ohne Scheu vor bewusster Überzeichnung.
    Reifes Rollenspiel
    Neben der schon genannten Elfe zeigt der junge Pascal Thomas in seiner Rolle als Butler erstaunlich reife Schauspielkunst: Gestik und Mimik exakt und ausdrucksvoll, seine Stimme klar und nuanciert, sein Michael-Jackson-Verschnitt bei »I feel good« mitreißend. Kein Wunder, dass er inzwischen auch bei den Elsenfelder »Sandhasen« zu sehen ist und in diesem Jahr bei den Clingenburg-Festspielen einen kleinen Auftritt haben soll.
    Dialekt und Lokalbezug
    Weitere Zutat zum Erfolgsrezept der »Gesetzbücher« ist der geschickt eingesetzte Dialekt. Dass die Textvorlagen umgeschrieben und den Mönchbergern auf den Leib geschneidert werden, ist ein unschätzbarer Vorteil. »Was interessiert mich der Schwing, Verona Feldbusch wäre mir lieber«, heißt es da, und auch Bürgermeister Berninger wird auf der Bühne genannt. Kalauer stören da überhaupt nicht, wirken eher erfrischend. Dass Claus‘ »bestes Stück« seine alte Krawatte ist und der Butler statt einer echten Beißzange Henneliese hereinholt, provoziert spontane Lacher. Die 47 Proben haben sich jedenfalls gelohnt, und auch heuer wieder wird das Motto zutreffen: »Erst proben, dann spielen, dann spenden“ «Heinz Linduschka
    Die Aufführungen im Pfarrheim sind ausverkauft. Karten gibt es noch für die vier Aufführungen in der VfL-Turnhalle am 29. und 30. April, sowie am 4. und 14. Mai, jeweils um 20 Uhr. Vorbestellung bei »Kreativity«, 09374/2813.

  • Main-Echo vom 21.03.07

    Main-Echo vom 21.03.07

    Wer lang lacht, lebt lang

    Gesetzbücher begeistern mit Komik und Temperament
    MÖNCHBERG. „Wer krank ist, muss kerngesund sein“ heißt das Stück, das die Mönchberger Gesetzbücher im 20. Jahr ihres Bestehens spielen, und ganz schnell wird klar: Die Gesetzbücher sind auf jeden Fall kerngesund. Zwei Stunden kurzweiliges und temperamentvolle Unterhaltung darf erwarten, wer eine der nächsten sieben Aufführungen im Pfarrheim besucht oder danach einen der drei Termine in der VfL-Halle bucht. Allerdings muss man sich beeilen, denn die meisten Karten sind längst weg.
    Kein Wunder, dass so ein Andrang herrscht. Denn bei den Aufführungen der Mönchberger Amateure bleibt tatsächlich kein Auge trocken. Und in diesem Jahr sind sie sogar aktuell und fast schon politisch. Sie lassen die Besucher nämlich einen Blick ins düstere Gesundheitswesen werfen, und da gilt tatsächlich: „Wer krank ist, muss kerngesund sein!“
    Ein Kranker übersteht ganz sicher die arrogante Art des Oberarztes Dr. Marc Krüger – wunderbar wandlungsfähig von Gebhard Motzel verkörpert-, die gewöhnungsbedürftige Art der mal handfesten, mal schelmischen Schwester Lisa (Alexandra Seufert) und ihrer schnippischen und resoluten Kollegin Senta (Anita Keller) nicht. Die sympathisch verwirrte Chefärztin Dr. Wehling (Renate Miltenberger) ist da auch keine rechte Hilfe, vom „Wischmopp auf zwei Beinen“, der Putzfrau Olga, – gewohnt urkomisch von Eleonore Knapp gespielt – ganz zu schweigen. Werner Schnitzler (Erich Österlein), ein Patient mit Anfällen von Hypochondrie, und Gustav Holbrook (Alois Miltenberger), der Mann von der Krankenkasse können froh sein, dass sie bei guter Gesundheit davon kommen. Der Patient schleppt sogar noch Schwester Lisa als Braut ab. Und wenn das Chaos mal verblüffend geordnet scheint, tauchen da immer wieder komische Figuren auf: Picasso, Caesar, Henry Maske und Karl Lagerfeld, hinter denen sich ausnahmslos nur einer verbirgt: der Psychopath Manni, eine Paraderolle für den begabten Pascal Thomas.
    Alles stimmt in dieser Jubiläumsproduktion: Regisseur Reinhold Keller hat wieder seine gute Hand bei der Besetzung der Rollen bewiesen und zeigt großes Gespür dafür, dass man auch mit kleinen Gesten und mit ausgefeilter Mimik Lachsalven hervorrufen kann. Wer es wagt, den Pressevertreter direkt neben die Souffleuse zu setzen, muss sich seiner Sache schon ganz sicher sein – zu Recht. Für die Technik und reibungslosen Ablauf im stimmungsvollen Saal des Pfarrheims sorgte Ronald Reinfurt und die Maske von Helga Becker und Kerstin Rehbein würde – wie das Bühnenbild – auch einer Profibühne alle Ehre machen.

    Unterhaltung vom Allerfeinsten

    Die Geschichte um den arroganten Oberarzt, die Intrigen und Verwirrungen in der Klinik, der eher Knallchargenhaften Einbezug einer Mafiaepisode und das unvermeidliche Happy End mögen allesamt kein Beleg für hoch stehende Literatur sein. Aber darum geht es auch gar nicht, wenn die Mönchberger auf der Bühne stehen: Sie bieten Unterhaltung vom Allerfeinsten, provozieren Lacher ohne Ende und lassen keine Sekunde Langeweile aufkommen. Was will man mehr von einer lupenreinen Amateurtruppe? Eine Bettpfanne als Nahkampfwaffe, der Cognac im Medizinschrank, der meterlange Plastikschlauch für die Darmspülung – all das klingt möglicherweise wie die Aufzählung von Requisiten aus verstaubten Comedy-Stücken. In Mönchberg war das ganz anders. Da waren das wichtige Bestandteile eines rundum geglückten Abends, der so manche Medizin ersetzen konnte, denn: „Wer lang lacht, lebt lang!“ (Heinz Linduschka)

  • Main-Echo vom 06.03.07

    Main-Echo vom 06.03.07

    Auszug aus dem Main-Echo vom 06.03.07

    Chaos in der Arztpraxis: Mit „Wer krank ist, muss kerngesund sein“ bringen die Mönchberger „Gesetzbücher“ eine weitere turbulente Komödie auf die Bühne. Premiere ist am Samstag um 20Uhr im Pfarrheim Sankt Wendelin.

    Von Prostata und Psychopath

    Mönchberger „Gesetzbücher“ behaupten: „Wer krank ist, muss kerngesund sein!“ – Premiere am Samstag

    Mönchberg. Heuer gibt es ein ganz eindrucksvolles Jubiläum in Mönchberg: Seit 20 Jahren bringen die „Gesetzbücher“ vielen Theaterfreunden Spaß mit lustigen Volksstücken im Dialekt und mit riesiger Spielfreude und herrlichen Typen auf der Bühne. 35000 Zuschauer haben seit 1987 die Aufführungen gesehen und weit über 110000 Euro an die Pfarrei, an den VfL Mönchberg oder für andere gute Zwecke gespendet.

    Lustig wird es auch heuer bei den geplanten 13 Vorstellungen wieder zugehen, von denen einige schon fast ausverkauft sind. „Wer krank ist, muss kerngesund sein!“ heißt der kurzweilige Dreiakter von Uschi Schilling, bei dem ein Krankenhaus am Rand des Ortes im Mittelpunkt steht. Das Geschehen ist zu Brüllen komisch wie man es von den „Gesetzbüchern“ seit Jahren gewöhnt ist, und alle Akteure haben viel Erfahrung auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Seit Anfang Oktober 2006 stehen die neun Schauspieler auf der Bühne, wie immer eindrucksvoll und wirksam von Regisseur Reinhold Keller „trainiert“ und so gut vorbereitet, dass sie eine Woche vor der Premiere schon in Hochform sind. Wem beim Blick auf unsere Gesundheitssystem das Lachen vergangen ist der kann sich in dieser Komödie über Ärzte, Schwestern und Patienten gesund lachen.

    Arroganter Oberarzt

    Da gibt es den arroganten Oberarzt Dr. Marc Krüger (Gebhard Motzel), der mit den neuen Chefsekretärin Ariane Berger (Daniela Schmitt) so gar nicht zufrieden ist, weil sie ihm nicht attraktiv genug scheint. Die Chefärztin Dr. Wehling (Renate Miltenberger) hat aber noch viele andere Sorgen, sie muss sich um die fehlenden Mandeln der Putzfrau Olga (Eleonore Knapp) kümmern, bekommt gar nicht mit, dass die beiden Schwestern Lisa (Alexandra Seufert) und Senta (Anita Keller) versuchen, dem Oberarzt eins auszuwischen, und muss sich schließlich auch noch mit einem Hypochonder – Erich Österlein spielt diesen Patienten Schnitzler – beschäftigen und versuchen, den Herrn von der Krankenkasse ( Alois Miltenberger) zufrieden zu stellen. Und wie es gar nicht genug Chaos auf der Bühne geben kann, treibt auch noch Manni, ein Patient aus der Psychiatrie (Pascal Thomas), sein Unwesen.
    Die Dialoge sind gewohnt spritzig und temperamentvoll, „Prostata – die Krankheit kenn ich“ behauptet die Putzfrau Olga, während Schwester Senta schimpft: „Manni, du sabberst!“ Warum Olga eine „Bohnerwachsfigur“ sein soll , welche Rolle eine Überdosis Abführtabletten spielt und was da im Bauch eines Patienten tickt, erfährt nur, wer sich eine der 13 Aufführungen anschaut.
    Die Premiere gibt es am Samstag, 10 März um 20 Uhr im Pfarrheim Sankt Wendelin. Weitere Aufführungen sind im Mönchberger Pfarrheim und in der VfL-Halle in Mönchberg.

    Interessante Antworten

    Es gibt aber nicht nur offene Fragen in dieser Komödie – wer genau zuhört bekommt auch ein paar ganz interessante Antworten. Olga weiss „Rache ist süß, sprach der Herr, und erschuf die Frauen“ Und dazu kann man so einiges über Medizin erfahren: „Ein Neurotiker baut Luftschlösser, der Psychopath wohnt drin!“ (Heinz Linduschka)