Ist der Malermeister wirklich ein Meistermaler?
„Diese Kunstbanausen“ der Mönchberger „Gesetzbücher“ verspricht beste Unterhaltung
Seit 40 Jahren begeistern die Mönchberger „Gesetzbücher“ Freunde echten Volkstheaters und haben seit ihrer Gründung 1987 rund 300 000 Euro aus dem Erlös für die Pfarrgemeinde und den VfL Mönchberg gespendet. Die Erfolgsstory geht 2026 mit der neuen Komödie in drei Akten „Diese Kunstbanausen“ von Beate Irmisch weiter

Kurz zum Inhalt: Malermeister Ernst Pinsel (Gebhard Motzel) will als neuer Picasso berühmt werden, verwandelt des Wohnzimmer in ein Atelier und braucht dafür so viel Geld, dass seine Frau Johanna (Renate Miltenberger) den Gerichtsvollzieher Heino Kuckuck (Werner Becker) nur noch mit „Mir ham nix mehr zum Pfände!“ begrüßt. Wer kann Ernst zur Vernunft bringen? Sein Freund Herbert (Udo Seufert) nicht, der bringt ihn nur auf eine bedenkliche Idee als er sagt, alle großen Maler hätten erst nach ihrem Tod Erfolg gehabt. Die Nachbarin Karoline (Alexandra Seufert) scheitert schon beim Versuch, Milch und Mehl zu schnorren, auch Johannas Schwester Traudel (Nicole Gramling) ist erfolglos, und ob das Galeristen-Geschwisterpaar Schnakenköter, Gernot (Marco Motzel) und Lilo (Corina Öhrlein), Ernst „retten“ können, ist von Anfang an fraglich. Denn nicht nur Herbert kennt Ernst gut: „Du bist ein Malermeister, kein Meistermaler!“ Das sieht auch das Publikum, sobald der Vorhang den Blick auf die atmosphärisch dichte Bühne freigibt. Eine interessante Rolle hat 2026 Anita Keller. Als „Bullen Betty“, eine Polizistin im Ruhestand, sucht sie nach dem vermissten Kaninchen Hansi. Die langjährige Expertin für lebendiges Volkstheater hat wieder mit Kürzungen, neuen Einfällen und vor allem mit dem Mönchberger Dialekt dafür gesorgt, dass die „Kunstbanausen“ in der Mönchberger Fassung viel witziger, viel temperamentvoller und „saftiger“ wirken als in der hochdeutschen Vorlage.
Die bekannte Spielfreude aller Akteure, das bewährte Team hinter der Bühne einschließlich Michaela Goihl als Souffleuse garantieren wieder an 14 Abenden in März, April und Mai gute Unterhaltung und noch bessere Laune, wenn man eine Karte – möglichst im Vorverkauf – ergattert hat. Ganz wichtig: Wieder führt Reinhold Keller Regie und sorgt bei den Proben dafür, dass jeder Tonfall und jede Geste stimmen – und das bei ungebremster Spielfreude! Man kann gespannt sein, was „Pinselschwingungen“ sind und wer hinter der geheimnisvollen Olga Moskowskaya steckt.
Heinz Linduschka
Aufführungstermine von „Diese Kunstbanausen“ 2026 in Mönchberg, zu denen es noch Karten gibt:
Im Pfarrheim: Samstag 7. März, 20 Uhr Premiere; Sonntag 8. März, 18 Uhr; Samstag 14. März, 20 Uhr; Sonntag 15. März, 18 Uhr; Freitag 20. März, 20 Uhr; Samstag 21. März, 20 Uhr; Sonntag 22. März, 18 Uhr; Freitag 27. März, 20 Uhr; Samstag 28. März, 20 Uhr; Sonntag 29. März, 18 Uhr.
In der VfL-Turnhalle: Freitag 24. April, 20 Uhr; Samstag 2. Mai 20 Uhr; Freitag 8. Mai, 20 Uhr; Samstag 9. Mai, 20 Uhr.
Auskunft und Kartenbestellung ab 5. Februar im „Kreativity“, Mönchberg, Aschaffenburger Str. 4, Tel 09374 / 28 13.
Die informative Homepage: www.diegesetzbuecher.de. hlin


